Glücklicher Leben

Wie wir die Zeit jetzt für unsere eigenen Ideen nutzen können…

Auch, wenn wir uns diese Zeit so nicht wirklich selbst ausgesucht haben, haben viele von uns im Moment endlich wieder einmal so richtig viel Zeit nachzudenken.

Über sich selbst, den Status quo, was Sie in der Vergangenheit alles schon bewältigt haben und, ganz besonders wichtig, was Sie in der Zukunft noch alles vorhaben.

Für mich selbst ist das zugegebenermaßen eine völlig neue Erfahrung einmal so viel Zeit zu haben. Bis dato dachte ich immer, dass kein einziges Projekt ohne mich, als extern zugekaufte Wirtschaftspsychologin, weitergehen wird. Meine Klienten sich auf die Coachings mit mir verlassen. Ein Workshop ohne Moderatorin gar nicht erst durchgeführt werden kann. Ja… das stimmt bis zu einem gewissen Grad auch alles ganz unbestritten.
Es hängt aber nicht an mir. Mein, teilweise schon krankhaftes, Pflichtbewusstsein kann sich jetzt mal ganz in Ruhe ausrasten und die Welt dreht sich trotzdem weiter. Einfach so.

Und ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Das tut mir persönlich gerade so richtig gut! Auch, wenn ich mir das nie hätte vorstellen können. Und auch, obwohl ich von meinem größten Kunden vor drei Tagen erfahren habe, dass unser aktuelles Projekt jetzt erst einmal bis frühestens Herbst vollständig ad acta gelegt wurde.
Trotz alledem bin ich so entspannt wie schon lange nicht mehr. Ich könnte gar nicht sagen, wass ich das letzte Mal so entspannt war.

Keine permanenten Mails auf meinem Handy, Anrufe mit Infos was alles nicht geht, Abgabetermine, Flugzeiten & Co.. Plötzlich ist Ruhe eingekehrt. Von einem Tag auf den anderen.

Das ist zwar schon alles eine enorme Herausforderung und eigentlich müsste ich mit Existenzängsten zu Hause sitzen und permanent nachdenken.

Stattdessen habe ich mich aber entschieden zu versuchen jetzt erst einmal das Beste aus dieser Zeit zu machen und täglich dankbar dafür zu sein wie gut es meiner Familie und mir geht. Ja… wir dürfen unser Leben im Moment nicht so selbstbestimmt führen, wie wir es gewohnt sind. Aber… diese Entschleunigung tut uns auch mal ganz gut. Uns, und der Natur.
Irgendwie habe ich sogar den Eindruck, dass, trotz aller aktueller Umstände, viele Menschen gerade fast ein bisschen aufatmen.

Und genau diese Zeit des „Aufatmens“ sollten wir jetzt nutzen darüber nachzudenken ob wir, wenn wir diese herausfordernde Zeit gut überstanden haben, dann eigentlich so machen wollen.

Tun wir weiter wie bisher? Oder schlagen wir vielleicht sogar neue Wege ein?

Ich persönlich habe schon sehr oft darüber nachgedacht Dinge in meinem Leben ändern zu wollen. Mein Ego und die damit verbundene Angst gewohntes loszulassen haben mich, gemeinsam mit meinem besten Freund, meinem Pflichtbewusstsein, aber stets davon abgehalten. Und so habe ich immer weiter funktioniert und gearbeitet.

Natürlich werde ich auch weiterhin arbeiten, weil ich meinen Job liebe. Aber eben nicht immer so, wie er sich in den ganzen letzten Jahren entwickelt hat. Was meine Arbeit mit großen Unternehmen angeht. Dadurch blieb meine Arbeit in der Privatpraxis viel zu oft auf der Strecke.

Heute kann ich auch noch nicht sagen, wie es bei mir persönlich in Zukunft ganz konkret weitergehen wird. Was ich aber schon sagen kann ist, dass in meinem Kopf, durch die Zeit die ich jetzt wieder für mich ganz alleine habe, unglaublich viele neue und tolle Ideen aufpoppen. Wie ganz früher beim Studium. Ich wusste gar nicht, dass diese Ambition beruflich auch mal wieder was Neues zu probieren noch so ausgeprägt in mir ruht.

Deshalb ist es für mich jetzt höchste Zeit diese Ambitionen wieder wachzuküssen und zu schauen welche Bedürfnisse sonst noch so in mir schlummern und sich nur nicht mehr gemeldet haben weil sie wussten, dass ich ihnen nicht zuhöre….

Vielleicht geht es Ihren Ambitionen ja genauso….