Glücklicher Leben

Wie wichtig ist ein konstantes Zuhause?

Kennen Sie das auch? Eigentlich fühlt man sich dort wo man zu Hause ist wohl, trotzdem überlegt man sich, ob es woanders nicht auch schön, oder sogar schöner, wäre?
Ich zum Beispiel habe mich vor zehn Jahren entschieden meinen beruflichen Schwerpunkt von Salzburg nach Wien zu verlegen. Und irgendwann haben das Schicksal, oder auch ganz einfach nur meine Kunden, beschlossen, dass das auch zu wenig Abwechslung ist und haben mir Aufträge in Deutschland beschert.

Das Herumkommen ist etwas, was total viel Spaß machen kann. Trotzdem darf man nicht vergessen, auch in sich selbst zu Hause zu bleiben.

Bei mir gab es eine Zeit, in welcher ich meine Freundinnen um Schnittblumen beneidet habe. Ja, ich war tatsächlich neidig auf ganz einfache Blumensträuße, oder Basilikumstöcken, weil ich zum damaligen Zeitpunkt selbst einfach schon seit Jahren keine Blumen mehr zu Hause hatte. Hervorgerufen durch die Tatsache, ständig nur „on tour“ zu sein.
Was zu meinem 40. Geburtstag zu meiner ersten, aber dafür gleich äußerst ausgeprägten, „Midlife Crises“ führte und ich auf die Idee kam fortan nur noch in Salzburg zu arbeiten.
Mit knapp 41 weiß ich jetzt, dass das aber auch nicht DIE Lösung meines Lebens ist. Jetzt hatte ich zwar ein ganzes Jahr lang immer frische Blumen zu Hause, trotzdem wurde mir irgendwann fad und ich beobachtete mich selbst dabei, wie ich wehmütig hinter Flugzeugen Richtung Deutschland nachschaute. Daraufhin änderte ich wieder etwas und fand nun die perfekte Lösung in einem Zusammenspiel aus regelmäßigen Salzburg-Tagen (mit Blumen) und Aufträgen in Wien und Deutschland. Für mich persönlich eine perfekte Lösung!

Was aber, wenn man wirklich nachhaltig etwas ändern möchte, weil die eigene Stadt keine Herausforderungen mehr bietet. Ob auf beruflicher Ebene, oder auch auf privater Ebene? Wie erkenne ich, ob ich der Typ bin, der immer wieder auch mal gerne woanders ist.
Um das herauszufinden gibt es eine ganz einfache Lösung. Ausprobieren! Nehmen Sie sich doch für die nächsten Wochen und Monate vor, regelmäßig was zu unternehmen und andere Städte zu erkunden. Im Zeitalter von „Airbnb“ und „Motel One“ ist es nicht mehr sehr aufwendig, ein bisschen mehr Farbe ins Leben zu bringen.
Und versuchen Sie dies auch einmal ganz alleine. Man lernt Städte alleine anders und intensiver kennen. Wenn einem niemand sagt, was man sich alles unbedingt ansehen „muss“ hat man die Möglichkeit selbst zu recherchieren und für sich selbst zu bestimmen was man wirklich sehrn will. Und das Schönste dabei ist, dass man niemanden gegenüber ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn es irgendwo so gemütlich ist, dass man dann einfach den Rest des Tages ganz entspannt dort bleibt und andere Dinge eben nicht sieht. Dafür aber, aber das ist im Endeffekt viel schöner, nicht nur Land, sondern auch Leute kennen lernt.