Glücklicher Leben

Weniger ist mehr…

Kennen Sie das auch, niemals wirklich zufrieden mit sich zu sein?
Haben wir beispielsweise eine Präsentation erfolgreich gemeistert überlegen wir uns im Nachhinein trotzdem was wir beim Präsentieren noch hätten anders machen können. Haben wir 5kg abgenommen überlegen wir uns noch weitere 5kg abnehmen zu „müssen“. Werden wir gelobt, überlegen wir uns ob wir dieses Lob auch tatsächlich verdient haben.

Ein Teufelskreis… den jeder Perfektionist nur zu gut kennen wird. Gut ist noch lange nicht gut genug. Es könnte doch alles immer auch noch auch ein bisschen besser gehen.

Aber warum? Warum kann man die Dinge nicht einfach mal los und so sein lassen wie sie sind?
Was soll passieren? 100%, statt 120%… Schrecklich diese Vorstellung! Wobei wir sogar mit 80% perfekt wären. Wir müssen nur lernen uns das einzugestehen.

Versuchen Sie doch mal die Dinge absichtlich etwas unperfekter zu gestalten. Einfach so… nur um auszuprobieren, wie viel Spaß „Un-Perfektionismus“ doch machen kann.

Ich versuche das jetzt schon seit einiger Zeit – ganz genau seitdem Zeitpunkt als ich, beim Verlassen meiner Wohnung, begonnen habe zu kontrollieren ob ich den Herd ausgeschalten habe. Ohne jedoch im Vorfeld gekocht zu haben…

Da wusste ich eine Bremse ziehen zu müssen um nicht endgültig zum Hardcore-Kontrolletti zu mutieren.

Und es klappt. Was, wie eine meiner besten Freundinnen festgestellt hat, insbesondere daran liegen könnte, dass 80% bei mir noch immer 120% eines jeden „normalen“ Perfektionisten sind.
Schön, wenn man so gute und vor allen Dingen ehrliche Freunde hat :o) …

Ich habe seitdem jedenfalls, so oder so, mehr Lebensqualität. Das mit dem Loslassen ist zwar nicht immer ganz einfach, macht aber nach jedem geglückten Versuch noch mehr Spaß. Es klappt nämlich auch so alles ganz prima – es geht mir nur viel entspannter von der Hand. Und genau das ist der wesentliche Unterschied.