Glücklicher Leben

Was bedeutet für mich Erfolg?

Mit dieser Frage wurde ich zum ersten Mal, denke ich, in der Volksschule konfrontiert, wenn meine Cousinen erzählt haben, dass sie im Zeugnis wieder nur „Einser“ stehen und zudem ein Sternchen im Jahresbericht bekommen haben – als Vorzugsschülerinnen.

Ich hätte ein Sternchen maximal für eine Fußnote bekommen, in welcher sich die Lehrer dann über meinen Uneifer gepaart mit Faulheit hätten auslassen können.

Erfolg war mir damals nicht wichtig. Ebenso wenig wie die Androhungen sämtlicher Erwachsener wie furchtbar sich mein Leben nicht entwickeln würde, wenn ich nicht endlich den Ernst desselben erkennen würde. Das hat mich alles kalt gelassen. Auch, als ich in der Oberstufe ein Jahr wiederholen musste, hervorgerufen durch die Tatsache 7 „Fünfer“ im Zeugnis zu haben, hat mich keineswegs irritiert.

Damals war ich noch richtig cool und entspannt. Frei von sämtlichen Vorhaben später einmal erfolgreich zu werden.
Was dann passiert ist weiß ich nicht. Plötzlich mutierte ich zu einer absoluten Streberin die alle Aufgaben pünktlich erledigt und im Laufe der Zeit noch dazu verlernt hat sich auch einmal auf den eigenen Lorbeeren auszuruhen. Im Nachhinein betrachtet wurde ich über Nacht, ohne mein bewusstes Zutun, krankhaft ehrgeizig. Ich köpfelte also tatsächlich mit einem dreifachen Salto von einem Extrem ins andere. Auch wieder blöd…

Deshalb habe ich mir jetzt vorgenommen mich ganz in Ruhe hinzusetzen und mir selbst zu überlegen, was Erfolg für mich eigentlich wirklich bedeutet. Woran mache ich meinen eigenen Erfolg tatsächlich  fest? Und wann habe ich eine Aufgabe erfolgreich gelöst? Wann darf ich loslassen und stolz auf mich sein, weil mir etwas erfolgreich gelungen ist?

Wie geht es denn Ihnen mit dieser Frage? Woran machen Sie Ihren Erfolg fest? Und woran erkennen Sie, eine Aufgabe dann auch loslassen zu dürfen?

Ich schreibe mir aktuell eine Liste was ich bis Ende 2018 wirklich erreicht haben möchte um dieses Jahr als erfolgreich beschreiben zu können.

So eine Liste ist, finde ich, aus psychologischer Sicht enorm wichtig. Da es uns sonst nämlich ganz leicht passieren kann unsere Erfolge vor lauter Zielen aus den Augen zu verlieren und darauf zu vergessen auch regelmäßig stolz auf uns selbst zu sein. Und wenn das passiert, dann sich wir keine glücklichen Menschen mehr, sondern vielmehr kleine Goldhamster in einem Rad der Triste und Monotonie. Und das wollen wir ja definitiv alle sicher nicht! Oder….?