Glücklicher Leben

Unproduktive Gewohnheiten loslassen

Wer von uns kennt das nicht? Wir machen unser Leben lang irgendwelche Dinge ohne wirklich noch einmal darüber nachzudenken wie wir sie machen. Ganz egal, ob es sich um private, oder berufliche Gewohnheiten handelt – wir machen die Dinge immer gleich. Weil wir uns daran gewöhnt haben und uns nur zu oft auch selbst dazu konditionieren.

Für mich ist hier das Beispiel vom kleinen Zirkuselefanten immer sehr passend. Ein Elefant, der schon in einen Zirkus hineingeboren wird, wird von Beginn an mit einer, im Boden verankerten Kette, festgebunden. Am Anfang wehrt er sich noch und versucht sich von der Kette lösen zu können. Irgendwann lernt er aber, dass es einfach nicht geht, weil er zu wenig Kraft hat. Zumindest zu diesem Zeitpunkt. Was der Elefant dann, wenn er groß und stark genug wäre, gar nicht mehr mitbekommt ist, dass er sich schon lange losreißen könnte – und das mit einem ganz geringen Kraftaufwand. Weil er aber irgendwann aufgegeben hat, versucht er es nicht mehr und wird sich nie darüber bewusst, dass er schon lange selbst etwas an seiner Situation ändern könnte.
Deshalb reicht es, große mächtige Elefanten dann auch nur noch mit einem ganz normalen Seil am Boden festzubinden. Weil sie ganz tief in ihren großen Köpfen resigniert haben und ein Seil, respektive etwas an ihrem Fuß, als Sperre erkennen. Ein konditionierter Zirkuselefant wird also nie mehr versuchen wegzulaufen…

Und genauso verhalten auch wir Menschen uns oft. Auch wir versuchen unsere Grenzen oftmals nicht mehr aufzulockern, oder gar zu ändern. Wir nehmen Dinge einfach hin. Auch ganz banale. Verbunden mit unseren eigenen Glaubenssätzen, wie zum Beispiel. „Ich bin kein Morgenmensch, wenn ich nicht bis 11.00h schlafen kann, ist der Tag schon kaputt.“
Ja… wie soll mit dieser Einstellung ein Tag zwischen Montag und Freitag noch jemals schön werden – zumindest, wenn man in einem klassischen Montag bis Freitag Job arbeitet? Warum versucht man nicht einfach einmal mit einer anderen Einstellung aufzustehen, bzw. schon schlafen zu gehen?

Statistiken belegen übrigens auch, dass alle richtig erfolgreichen Menschen in der Früh aufstehen und den Tag nutzen. Und das gerne tun und sich jeden Tag wieder darauf freuen, diesen so richtig nutzen zu können.

Ganz egal, um welche Gewohnheiten es sich handelt – was sozusagen ihr geistiges Seil ist, das Sie festhält und Ihren persönlichen Freiraum einschränkt… In Wirklichkeit liegt es jetzt nur an Ihnen dieses loszulassen.

Denken Sie einmal ganz in Ruhe und intensiv darüber nach, welche Gewohnheiten Ihnen in Ihrem eigenen Alltag so einfallen. Fragen Sie dazu auch andere, wie die Sie erleben. Oftmals sind unsere Gewohnheiten, insbesondere unsere negativen, für uns nämlich sogenannte „Blinde Flecken“. Das ist ein Ausdruck aus der Psychologie mit dem man ein Verhalten beschreibt, das man an sich selbst nicht wahrnimmt – die Anderen es aber sehr wohl beobachten können – und uns eben auch darauf aufmerksam machen können.

Welche Gewohnheiten möchten Sie auf Ihre Liste schreiben – und welches damit verbundene Verhalten würden Sie selbst gerne ändern und im Endeffekt auch loslassen?
Machen Sie bitte zwei Spalten. Eine, für alle Gewohnheiten die Sie aufgeben möchten und eine zweite, direkt daneben, wie Sie diese nun auch konkret aufgeben wollen, bzw. durch welche neue, positive, Angewohnheit Sie die alte ersetzen wollen…

Und denken Sie dabei immer daran:

Ein Vogel hat nie Angst davor, dass der Ast abbrechen könnte auf dem er sitzt… Denn er setzt sein Vertrauen nicht in den Ast sondern in seine eigenen Flügel.