365 glückliche Tage

Spielen heißt frei von Angst sein

Eine These, die ich vor kurzem gelesen habe und die mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat. Spielen heißt tatsächlich frei zu sein von Ängsten und Befürchtungen. Ganz einfach aus dem Grund, weil wir uns, während wir spielen, emotional in einer anderen Welt befinden.

Denken Sie nur mal an Kinder, die sich richtig wegbeamen können, in andere Welten. Die einen ins Lego- und die anderen ins Barbie-Land. Während Kinder dann in ihrer ganz eigenen Fantasiewelt spielen, bleibt der Rest der Welt um sie herum einfach stehen.

Warum verlernen wir das als Erwachsene? Warum müssen wir immer in der Realität leben? Können nie einfach loslassen und uns auch einmal wieder wegbeamen. Ganz ohne an Termine, Rechnungen & Co. denken zu müssen.

Was haben Sie persönlich zum Beispiel als Kind gerne gespielt? Wie sah Ihre eigene heile, unverletzbare Kinderwelt aus? Waren es Spiele, oder war es vielleicht auch eine bestimmte Sendung im Fernsehen, die Sie heute noch zurückholen könnte in diese wunderschöne sorgenfreie Kinderwelt?

Ich habe zum Beispiel am allerliebsten „Vater, Mutter, Kind“ gespielt. Ob der Tatsache, selbst jedoch (leider) ein Einzelkind geblieben zu sein, haben meine Puppe „Stephanie“ und ich meistens  nur „zu zweit“ gespielt. Aus dieser Perspektive betrachtet war ich damals also eine alleinerziehende Puppenmama. Aber trotzdem sehr glücklich in dieser Rolle!

Und was Kindersendungen betrifft war (und ist) mein absoluter Favorit „Pumuckl“. Als Kind war ich in den kleinen rothaarigen Klabautermann richtig verliebt. Ich hatte ein Federpenal (= österreichische Bezeichnung für Federmäppchen) von ihm und hab‘ mich im Fasching sogar selbst als Pumuckl verkleidet. Schöööön….

Heute mache ich beides nicht mehr. Ich spiele nicht mehr mit meiner Puppe Stephanie und ich verkleide mich auch nicht mehr als Pumuckl.

Was ich jedoch auch heute noch tue – und das ist für mich das allerbeste Rezept gegen Stress – ist, dass ich mir über YouTube „Pumuckl“ im Fernsehen ansehe. Und ich sage Ihnen, schon bei der Eingangsmusik kann man nachweislich feststellen wie bei mir, auch nach absoluten Stresssituationen, der Blutdruck wieder sinkt, die Atmung entspannter wird und ich richtig abschalten kann.

Mit dieser Technik arbeite ich auch sehr gerne in meiner Praxis. „Spielen heißt frei von Angst zu sein“ heißt die heutige Überschrift. Die Kernaussage die dahinter steckt ist diese, dass es darum geht, zwischendurch auch immer wieder mal in die eigene Kindheit zurückreisen zu dürfen In eine Zeit ohne Termine, ohne Verpflichtungen, ohne finanzielle Belastungen, etc.. Einfach zurück in eine heile, sorgenfreie Welt.

Was war denn in Ihrer Kindheit beispielsweise Ihre Lieblingssendung?

Nehmen Sie sich doch in den nächsten Tagen einmal Zeit, eine Folge davon auf YouTube anzusehen. Ich bin davon überzeugt, dass auch Sie schon bei der Eingangsmusik die Reise zurück in die Kindheit beginnen werden.

Versuchen Sie’s einfach mal und gönnen Sie sich eine Sendung lang wieder Kind zu sein. Sie werden sehen, wie schön das ist und werden dieses Ritual fortan dann selbst wahrscheinlich auch öfter zelebrieren.

Viel Spaß dabei und ganz herzliche „Schabernack“-Grüße sendet Ihnen Ihre,

Dr. Sabine Schneider