Glücklicher Leben

Negativen Glaubenssätzen die Macht nehmen

Haben Sie schon einmal ein kleines Kind, so zwischen 10 und 18 Monaten, beobachtet, das vor einem Hindernis steht und sich davon in irgendeiner Form abhalten lässt, den eigenen Weg weiterzugehen, respektive zu krabbeln?
Ich nicht… Kleine Kinder sehen zwar diese Hindernisse, ebenso wie wir Erwachsenen sie sehen, lassen sich aber im Gegensatz zu uns nicht davon beirren.

Sie greifen das Hindernis frohen Mutes an, versuchen es, je nach Größe, vielleicht sogar in den Mund zu nehmen und erforschen es erst einmal in aller Ruhe.
Bis ein Erwachsener kommt und Sie warnt, dass dieses Hindernis gefährlich sei. Meist ganz ohne das durch eine, für das Kind nachvollziehbare, Begründung zu untermauern.
Durch die Reaktion des Erwachsenen erkennt das Kind dann aber auch eine Gefahr und lässt sich davon abhalten dieses Hindernis irgendwie aus dem Weg zu räumen.

Was denken Sie, wird passieren, wenn dieser kleine Zwerg das nächste Mal vor genau so einem Hindernis steht? Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr so mutig hinkrabbeln, weil es sich erinnert, wie die Erwachsenen beim letzten Mal darauf reagiert haben und es seit dem verunsichert ist. Obwohl, in der Zeit der aktiven Erkundung durch das Kind, damals überhaupt nichts passiert ist.

Solche Erfahrungen hat, denke ich, jeder von uns am Weg zum Erwachsen werden gemacht. Wir lernen von der Außenwelt wie wir auf manche Hindernisse und Herausforderungen in unserem Leben reagieren müssen, weil es alle so tun.
Eines meiner Lieblingsbeispiele in diesem Zusammenhang sind Spinnen. Kein Kind kommt mit einer Spinnenphobie auf die Welt. Ganz im Gegenteil. So kleine Zwerge würden sogar hochmotiviert hin greifen, wenn im Laufstall eine Vogelspinne bei ihnen vorbeikommt.
Erst wenn Kinder erleben, wie Ihre Mama und andere Erwachsene auf Spinnen reagieren, beginnen sie ihre Ängste davor zu entwickeln.

Wir bekommen in unseren ersten Lebensmonaten leider enorm viele Ängste und Glaubenssätze von außen suggeriert, die wir dann ein Leben lang mitnehmen. Weil wir später oftmals gar nicht mehr darüber nachdenken, ob die Dinge wirklich alle so böse sind und die Hindernisse wirklich nicht auszutricksen.

Nutzen Sie doch das neue Jahr um sich ab sofort einmal ganz gezielt selbst zu beobachten. Von welchen Hindernissen und Hürden Sie sich immer wieder mal abhalten lassen, Dinge zu tun. Und reflektieren Sie, warum Sie es nicht einfach mal versuchen. Haben Sie in diesem Zusammenhang Ihre Eltern „im Ohr“ und hören richtig, was Ihnen diese in solchen Situationen früher mit auf den Weg gegeben haben, oder ist es Ihr eigenes Bauchgefühl, hier lieber vorsichtig zu sein.

Wenn es das eigene Bauchgefühl ist, dann bitte wirklich Finger weg. Das eigene Gefühl ist untrüglich. Sind es aber Glaubenssätze die Ihnen von außen vermittelt wurden, seien Sie mutig und beginnen Sie ganz neue eigene Wege zu gehen.

Versuchen Sie sich dabei schon im Vorfeld an das Gefühl zu erinnern, wie Sie sich als Kind gefreut haben, wenn Ihnen etwas gut gelungen ist. Ihr inneres Kind wird sich heute noch genauso freuen wie damals. Und Sie werden sehen, wie viel Spaß die Erkundung dieser neuen Terrains machen kann.
Ein Hindernis ist nämlich immer nur so groß, wie wir es uns selbst machen.