Glücklicher Leben

Mir geht’s richtig gut…

…seit dem ich mir wieder mehr Zeit für mich selbst nehme und ich zudem konsequent dahingehende Prioritäten setze.

Wir leben heute in einer Welt, in der Zeit zu etwas ganz Besonderem geworden ist. Und trotzdem gehen wir leider oftmals nicht richtig mit unserer Zeit um. Weil unsere Welt auch wahnsinnig leistungsorientiert geworden ist. Dinge wie Job Titles, Karriere und Luxusgüter sind zu Statussymbolen geworden und eine ausgeglichene Work-Life-Balance fast schon etwas wie Schwäche, da wirklich erfolgreiche Menschen nun mal eben keine Zeit haben…

Die eigene Work-Life-Balance wird dann im Zuge eines Ayurveda Aufenthalts auf Sri Lanka, oder eines Yoga Retreats auf Indien aufgetankt und zurück ins „Gleichgewicht“ gebracht. Komprimiert auf einen zweiwöchigen Aufenthalt. Oftmals in Begleitung des Handys, um die wichtigsten Mails zwischendurch schon auch immer wieder einmal „checken“ zu können.

Ich gebe zu selbst auch viele Jahre lang genau so gewesen zu sein. Wenn einmal über einen Zeitraum von 30 Minuten kein Mail kam habe ich mir manchmal über Gmail selbst Mails geschickt um zu testen ob mit dem Server wirklich alles in Ordnung ist…
Dieses Verhalten habe ich mittlerweile erfolgreich abgelegt – gewisse Luxusgüter genieße ich noch immer… Sehr sogar.

Was sich aber definitiv verändert hat ist mein eigenes Verhalten zu Arbeit, Zeit und mir selbst.
Und zwar seitdem ich begonnen habe zu reiten. Sobald ich im Reitstall angekommen bin gibt es für mich kein Handy, keine Erreichbarkeit, kein gar nichts. Da bin ich einfach nur noch im hier und jetzt und genieße meine Zeit mit den Pferden.
Auch, wenn ich zugegebenermaßen als Anfängerin hier nicht immer in meiner Komfortzone bin. Ganz im Gegenteil. Es ist aber trotzdem unbeschreibich schön mit den Tieren arbeiten zu dürfen. Auch das Putzen der Pferde und das Wegräumen der Pferdeäpfel ist schön. Ehrlich. Das klingt für alle „Nichtreiter“ wahrscheinlich total eigenartig. Ist aber wirklich so. Und wenn ich von meinem Pferd, für welches ich an diesem Tag zuständig bin und reiten darf, dann auch noch Kuscheleinheiten bekomme bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt. Da bleibt überhaupt keine Zeit an irgendwelche unangenehmen Dinge zu denken.

Und später, zurück im Auto und auch wieder zurück im Alltag, freue ich mich richtig wenn wenige Mails (oder am besten gar keine) auf meinem Handy aufleuchten.
So können Hobbies das ganze Leben verändern. Auch, wenn es in meinem Fall aktuell nur 1-2mal in der Woche der Fall ist. Diese Zeit gibt mir unendlich viel Kraft für alle anderen Herausforderungen.