Glücklicher Leben

Meine neue Gelassenheit

Wie oft habe ich mir schon vorgenommen auf manche Situationen gelassener zu reagieren? Manchmal klappt’s und ein anderes Mal köpfle ich wieder mit einem dreifachen Salto in meine altbewährten „Ärger-Muster“. Das kann sein weil der Kopierer nicht schnell genug kopiert, vor mir einer zu langsam fährt, oder ich einfach nur nach Hause zu meinen Eltern fahre und ich schon bei der Begrüßung meines Vaters merke, dass ich plötzlich nicht mehr erwachsen sein darf, sondern maximal 4 Jahre alt. Plötzlich muss ich Grundsatzdiskussionen führen und Entscheidungen diskutieren. Entscheidungen, von denen ich selbst jedoch bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht wusste, dass ich sie tatsächlich ausdiskutieren muss…

Ein Beispiel: In Salzburg habe ich meine psychologische Coachingpraxis jetzt im Haus meiner Eltern eingerichtet (lassen wir die Sinnhaftigkeit dieser Idee erst einmal ausgeklammert).
Meine Eltern, die es bestimmt sehr lieb meinen, haben nun die Vorhänge aus meinem früheren Kinderzimmer darin aufgehängt. Gut…, es sind keine klassischen Kinderzimmervorhänge mit Winnie Pooh und seinen Freunden, aber es sind trotzdem die Vorhänge aus meinem früheren Kinderzimmer die noch dazu so überhaupt nicht zum Boden und der Einrichtung passen.
Jetzt ist es aber nicht so, dass ich diese Vorhänge einfach abhängen könnte und mir dabei denken: Sie haben’s ja nur gut gemeint…“.
Nein…. Diese Entscheidung ist mit einer wilden Debatte mit meinem Erzeuger verbunden, wie es denn sein kann, dass ich diese Vorhänge nicht zu schätzen weiß?

Ja, wie kann denn das sein? Meine Erklärung hierfür ist eine ganz einfache – ich mochte diese Vorhänge schon in meiner Kindheit nicht…

Nun fällt es mir aber wahnsinnig schwer in solchen Situationen tatsächlich gelassen zu bleiben. Viel lieber würde ich die Vorhänge abhängen und vor lauter Ärger hineinbeißen, oder sie einfach spenden und jemanden anderen eine Freude damit machen. Verbunden mit dem tollen Nebeneffekt sie selber los zu haben…
Aber, was tut man nicht alles für den Seelenfrieden der Eltern  besser gesagt für den meines Vaters.
Aktuell hängen die Vorhänge also noch und ich überlege mir voller Gelassenheit eine diplomatische Lösung um nicht zurückversetzt in mein früheres Kinder-Ich arbeiten zu müssen.

Das ist nur ein Beispiel, warum das mit meiner neuen Gelassenheit nicht immer ganz so funktioniert, wie ich mir das eigentlich vorgenommen hätte. Aber, ich bin auf einem guten Weg und kann das nur jedem empfehlen. Manche Dinge kann man einfach nicht gleich ändern, manche Dinge auch gar nicht… Wichtig ist nur, wie wir selbst damit umgehen, oder umzugehen lernen, um uns durch Außeneinflüsse das Leben nicht selber schwer(er) zu machen.

In manchen Situationen hilft auch einer meiner Lieblings-Grundsätze von Karl Valentin „Ich freue mich immer wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem.“

In diesem Sinne – nehmen Sie die Dinge die Sie nicht ändern können mit Gelassenheit und lassen Sie sich für die, die Sie ändern können, genügend Zeit. Und in der Zwischenzeit helfen Atemübungen. Und wer weiß, vielleicht kommt Ihnen während Sie tief ein- und ausatmen eine ganz gelassene, entspannte Idee….