Glücklicher Leben

Meine Glaubenssätze und ich…

Kennen Sie das auch? Den andauernden Dialog zwischen Vernunft und Übermut? Zwischen Ernst und Spaß?

Erst heute hat mich ein guter Bekannter darauf angesprochen, sich am nächsten Sonntag nicht für ein berufliches Event eines anderen Unternehmens frei nehmen zu können, weil er erst letzten Sonntag für sein eigenes Unternehmen an einem Lauf teilgenommen hat und deshalb am nächsten Wochenende nicht schon wieder einen Tag  „fehlen“ möchte. Obwohl beide Termine wohlgemerkt einen beruflichen Hintergrund haben.

Warum also setzen wir uns sooft selber unter Druck? Ich kenne das selbst leider auch nur zu gut… Was passiert hier in unserem Inneren – während des Dialogs zwischen „Gut und Böse“, respektive zwischen „Pflichtbewusstsein und Spaß“?

Ich persönlich könnte beispielsweise alles Einschränkende rund um die Thematik „Pflichtbewusstsein“ erfunden haben. Was man / ich alles tun muss, um sich dann erst belohnen zu dürfen – um mir selbst irgendwann die Erlaubnis zu geben loszulassen.

Bis ich eines Tages für mich selbst entschieden habe, einige äußerst spaßbremsende Glaubenssätze endlich wieder loszulassen. Es ist, wenn ich mal nicht so „brav“ war, nämlich keinem einzigen Menschen aufgefallen außer mir. Das musste mir nur erst einmal bewusst werden.

Und das Lustige ist, dass ich in manchen Dingen seit damals  nun  sogar besser geworden bin. Seitdem ich mir erlaube, Vorträge erst im letzten Augenblick vorzubereiten sind diese viel authentischer und spontaner, seitdem ich mir „kleine Auszeiten“ gönne ohne vorher ganze Berge versetzt zu haben, habe ich danach viel mehr Kraft für die Berge (von Arbeit)  und seitdem ich mir erlaube auch mal ganz ohne schlechtem Gewissen etwas „ungesundes“ zu essen bestelle ich in meinem Salzburger Lieblings-Café beispielsweise öfter mal voller Innbrunst einen „Festen Eiscafé mit gaaaanz viel Schlagsahne“ und habe noch nie auch nur ein Gramm darauf zugenommen (wahrscheinlich verbrauche ich vor lauter Freude beim Essen die Kalorien gleich wieder von selbst).

Solange wir ein schlechtes Gewissen haben, schränken wir unsere gesamte Persönlichkeit  ein und stehen uns und insbesondere auch unserem eigenen Erfolg massiv im Weg.

Das Geheimnis heißt loslassen!

In meinem gestrigen Beitrag habe ich Ihnen eine Übung vorgestellt, über die Sie wieder lernen stolz auf sich zu sein. Heute gebe ich Ihnen auch eine Übung mit. Nämlich, dass Sie sich regelmäßig (gedanklich) laut vorsagen „Ich darf das!“. Ihre Glaubenssätze kommen aus Ihrem tiefsten Inneren, fest verankert in Ihrer Kindheit. Der / die Einzige der diese kleinen inneren Querulanten tatsächlich richtig kennt, sind Sie! Was nun aber auch bedeutet, dass nur Sie ihnen „Herr werden“ können.

Beginnen Sie doch bitte ab sofort ganz bewusst auf Ihre inneren Dialoge zu hören. Belauschen Sie sich selbst und nehmen wahr, was Ihr Pflichtbewusstsein zum Beispiel zu Ihrer Spaß-Seite sagt. Warum diese jetzt keinen Spaß haben darf weil Sie vielleicht als Kind immer gehört haben „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ und diesen Grundsatz bis heute ganz ehrgeizig verfolgen.
Versuchen Sie doch einfach mal aus, ab sofort doch zuerst Spaß zu haben (und diesen auch so richtig zu genießen). Sie werden überrascht sein, um wieviel schneller Sie dann auch mit der Arbeit fertig sind. Nach dem Spaß! Losgelöst und inspiriert.

Glaubenssätze loszulassen heißt ja nicht unverlässlich zu werden, oder weniger pflichtbewusst. Ganz im Gegenteil! Glaubenssätze loszulassen heißt wieder mehr Spaß und Freude am eigenen Leben zu haben, ohne sich selbst einzuschränken. Und den eigenen Bedürfnissen nachzukommen.

Versuchen Sie es doch einfach mal aus. Sie dürfen das! Ganz ohne schlechtem Gewissen. Versprochen :o) !