Glücklicher Leben

Mag ich mich selbst…?

Kennen Sie das auch, dass es Tage gibt an denen man sich mehr mag und an anderen weniger bis gar nicht? Manchmal stehen wir doch in der Früh auf und sind gleich bester Dinge, gut aufgelegt und voller Energie und nur 24 Stunden später glaubt man gar nicht, dass man jetzt schon wieder aufstehen muss und kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, auch nur irgendeine Energie für diesen Tag aufbringen zu können.

Mir geht es manchmal so. Es gibt auch Tage an denen ich mich einfach mag (dieser Zustand beschreibt Gott sei Dank den Hauptzustand), und trotzdem gibt es immer wieder auch einmal Tage, an denen ich mich überhaupt nicht leiden kann.

Woran liegt das? Wir sind doch immer dieselbe Person….
Aber trotzdem immer auch von außen abhängig. Wenn wir uns also selbst nicht mögen, bekommen wir besonders an diesen Tagen auch kein positives Feedback von außen. Obwohl wir es genau hier so dringend bräuchten.

Meine eigene Mutter hat dafür beispielsweise ein untrügliches Gefühl. Wir beide verstehen uns wirklich gut. Es gibt aber Tage, an denen ich, oftmals ohne zu wissen warum eigentlich, schlecht aufgelegt bin und mich selbst einfach nicht mag. Was dazu führt, dass meine Frau Mutter spätestens im zweiten Satz nach der Begrüßung die Frage „Bist du heute grantig?“ einwirft….
Ja…!!! Das weiß ich persönlich dann
  ja eh immer schon seit der Früh – sichtlich strahle ich das aber so extrem aus, dass, zumindest meine eigene Mutter, das nach dem zweiten Satz weiß…
Gefahr… Nicht zu viel ansprechen, keine falschen Fragen stellen…

Aber… woher sollten das andere Menschen wissen. Nämlich all‘ die, die uns nicht seit dem ersten Atemzug unseres Lebens kennen. Kurz zusammengefasst, der Rest der Welt…

Wir könnten es uns selbst und allen anderen auch entschieden leichter machen, wenn wir damit beginnen würden, uns selbst wieder mehr zu mögen. Wir sind nämlich im Endeffekt auch die einzigen die wirklich nachhaltig darunter leiden, wenn wir uns selbst nicht mögen. Alle anderen können einen Sicherheitsabstand zu uns einnehmen. Diesen Vorteil haben wir ja aber leider nicht. Wir müssen demnach irgendwie lernen, mit diesem inneren Kritiker zu Recht zu kommen. Man muss ihn also austricksen und möglichst mundtot machen. Wenn ich merke, dass der innere Kritiker so langsam wieder auf Hochtouren kommt, versuche ich jetzt schneller zu sein und zudem zu versuchen, mich trotzdem zu mögen. Und viele Gegenargumente zu finden, warum der Kritiker diesmal nicht gewinnt.

Das klappt auch ganz prima. Versuchen Sie doch auch einmal auf diesen Dialog einzusteigen und sich nicht vom eigenen Kritiker runterziehen zu lassen. Kontern Sie – wie Sie es auch in jeder anderen Diskussion täten, wenn Sie jemand persönlich angreift. Es gibt ja in Wirklichkeit auch gar keinen Unterschied – wir werden in unserer Persönlichkeit und Komfortzone angegriffen. Nur, dass wir bei „Selbstangriffen“ leider viel zu oft auf die Verteidigung vergessen. Damit sollten wir jetzt alle schleunigst aufhören und lernen uns so zu mögen wie wir sind und das auch uns selbst gegenüber zu verteidigen!