Glücklicher Leben

Leichtigkeit

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem sehr lieben Freund von früher getroffen und mir irgendwann in unserem Gespräch überlegt wann er denn seine Leichtigkeit verloren hat. Er war früher so lustig und unkompliziert und jetzt spricht er plötzlich nur noch von Dingen die er sich prinzipiell anders vorgestellt hätte.

Ja… was soll ich sagen. Auch ich hätte mir manche Dinge anders vorgestellt. Wer nicht? Aber deshalb die eigene Lebensqualität aufgeben und nur noch jammern? Und dadurch die eigene Lebensfreude verlieren… Was man jemanden auch beides sehr schnell ansieht, weil unsere Gedanken unsere Ausstrahlung beeinflussen.
Wenn ich hier jetzt noch einmal an meinen lieben Freund denke. Der war früher wie ein großes entzückendes unbeschwertes Kind. Mit verspielten, glänzenden Augen.
Und jetzt ist er ein, fast ausschließlich auf negative Dinge bezogenes, viel zu selbstreflektiertes Kerlchen das sich täglich Gedanken macht, was alles nicht so funktioniert wie er sich das vorgestellt hätte.

Das Problem mit diesen Reflektionen ist aber, dass man darin leider hängen bleibt und aus dieser Negativspirale nie mehr herauskommt. Es sei denn man lernt doch wieder manche Dinge auch mit Leichtigkeit zu nehmen.

So wie früher…. Unser inneres Kind wäre sofort wieder bereit für Leichtigkeit. Meines hüpft schon beim Schreiben dieses Beitrages hochmotiviert  auf und ab.

Oftmals sind wir aber selbst gefangen in unserem tief verankerten Erwachsenen-Modus und hier dann auch noch im autoritären. Furchtbar!
Unser Leben wird also bestimmt von Pflichtbewusstsein, Arbeit, Fixkosten und Verpflichtungen… Das kann ja auf Dauer keinen Spaß machen…. Wenn ich nur noch über diese Dinge nachdenken würde wäre auch meine Leichtigkeit dahin. Was zugegebenermaßen auch manchmal passiert. Dann muss ich sofort wieder auf mich selbst aufpassen und mein eigenen Kinder-Ich retten und die Verpflichtungen zwischendurch auch mal loslassen.

Das heißt jetzt nicht, dass man völlig losgelöst vor sich hinleben sollte, ohne sich zu überlegen was man sich leisten kann und was nicht. Oder den Job hinzuschmeißen.

Es geht um das gesunde Gleichgewicht zwischen Verpflichtungen und Unbeschwertheit. Und genau auf dieses Gleichgewicht sollte jeder von uns achten um nicht zu ernst zu werden.

Überlegen Sie sich also gleich einmal was Sie am nächsten Wochenende machen wollen – unbeschwert und leicht. Ganz ohne schlechtes Gewissen, dass Sie am Samstag eigentlich endlich wieder einmal die Fenster in Ihrer Wohnung putzen wollten… Die Fenster sind auch noch da, wenn Sie von einem tollen Ausflug zurückkommen. Genauso wie alle anderen Verpflichtungen. Die laufen nämlich leider alle eh nicht weg…
Nur, dass diese Verpflichtungen  dann plötzlich auch wieder mehr Spaß machen. Weil man ganz anders an Dinge heran geht, wenn man entspannt ist und wieder einmal das Gefühl der Leichtigkeit „tanken“ durfte. Dann geht alles wieder leichter von der Hand…