Glücklicher Leben

Ich pass jetzt wieder mehr auf mich auf!

Ist es nicht so, dass wir auf andere gerne um ein Vielfaches besser aufpassen als auf uns selbst? Bei anderen sieht man auch sofort, wenn es ihnen nicht gut geht, sie sich zu ungesund ernähren und zu viel arbeiten. Ja… ich beginne dann auch für die anderen etwas zu kochen, um auf sie aufzupassen.

Wenn ich jetzt aber mal ganz pragmatisch und unromantisch selbstreflektiere weiß ich ehrlicherweise nicht, wann ich das letzte Mal so fürsorglich für mich selbst gesorgt habe – geschweige denn für mich alleine gekocht habe.

Das wird sich jetzt aber ändern! Das habe ich mir ganz fest vorgenommen und mir auch selbst versprochen. Deshalb habe ich mir heuer zu Weihnachten auch einen Thermomix gewünscht. Und sogar bekommen 🙂 ! So habe ich fortan nämlich überhaupt keine Ausreden mehr, nicht für „nur“ eine Person kochen zu wollen. Das geht damit nämlich ganz prima und vollkommen unkompliziert.

Außerdem habe ich mir vorgenommen, mir regelmäßig eine Auszeit zu nehmen. Einfach so. Nur für mich. Ohne vorher einen beruflichen Marathon hingelegt zu haben. So zwischendurch, weil ich ja ohnehin, wie wir alle, jeden Tag volle Leistung bringe. Und um das auch weiterhin zu können, passe ich jetzt besser auf mich auf! Und ziehe in diesem Zusammenhang auch persönliche Grenzen ein. Sehr wertschätzende Grenzen, aber trotzdem fest geregelte. Auch das ist wichtig für die Selbstfürsorge. Unendlich wichtig sogar. Wenn wir nämlich Dinge immer nur anderen zuliebe tun verlieren wir die Freude daran und machen es zeitweise vielleicht nicht einmal gerne. Und das merkt der / die andere dann. Und was passiert dann im Endeffekt? Wir streiten uns mit genau der Person, für die wir zuerst über unsere eigenen Grenzen gegangen sind. Vor lauter schlechtem Gewissen auch einmal „nein“ zu sagen.

Ich habe mir jetzt eine eigene Liste geschrieben, was ich fortan in meinem eigenen Leben, für mich ganz persönlich, ändern möchte. Um dann auch wieder mit ganzem Herzen und voller Elan für die anderen, die mir alle extrem wichtig sind, da sein zu können.
Da stehen Dinge drauf wie alleine spazieren gehen, für mich selbst kochen, mir Zeit zu nehmen zu lesen (und ab sofort nicht mehr nur Fachbücher zu lesen), mir selbst weniger Stress zu machen, darauf zu achten dazwischen regelmäßig zu entschleunigen und, dieser Punkt ist mir jetzt ganz wichtig!, wieder mehr Geduld zu haben. Mir selbst und auch allen anderen gegenüber. Aber insbesondere mir selbst gegenüber, dann klappt der Rest nämlich von ganz alleine.

Habe ich Sie jetzt vielleicht sogar ein bisschen inspiriert und zugleich motiviert fortan auch mehr auf sich selbst aufzupassen. Das wäre wirklich schön!
Wie könnte denn Ihre Liste so aussehen? Was möchten Sie von nun an für sich tun? Nehmen Sie sich doch die nächsten Tage einmal ganz in Ruhe Zeit Ihre individuelle „Ich pass jetzt mehr auf mich selbst auf“-Liste zu schreiben. Und hängen Sie diese dann so in Ihrer Wohnung auf, dass Sie Ihre Vorhaben fortan täglich visualisieren und nicht mehr aus den Augen verlieren. Sie werden sehen, wie gut Ihnen das tut. Und wie sehr Sie davon profitieren werden. Und in weiterer Folge auch Ihre gesamte Umgebung.

Ihre

Dr. Sabine Schneider