Glücklicher Leben

Ich muss Leistung bringen, um geliebt zu werden…

Ja… wer von uns kennt diesen Glaubenssatz nicht? Schon als Kinder erleben wir, wie viel Wertschätzung wir für Leistung und gute Noten bekommen. Und welche Ablehnungen wir erfahren, wenn wir einmal keine Leistung bringen. Oder gar Schwächen zeigen.

Deshalb sind dann viele von uns auch als Erwachsene ganz erpicht darauf Leistung zu bringen, um Anerkennung, Wertschätzung und auch Liebe zu erfahren.
Was ist aber mit einer der aller wichtigsten Formen von Liebe, nämlich der „Selbstliebe“ und damit verbunden unserem eigenen inneren Kind – das nicht nur Leistung bringen will, sondern auch Zeit möchte. Zeit in der man sich mit ihm beschäftigt, für es da ist und mit ihm spielt. Ganz ohne schlechtem Gewissen und ganz ohne Leistungsdruck. Einfach nur unbeschwert und glücklich.

Wann haben denn Sie beispielsweise das letzte Mal mit Ihrem eigenen Kinder-Ich gespielt und sich eine Auszeit genommen? Damit meine ich jetzt gar keine Brettspiele. Sondern Zeit die man genießt indem man einen schönen Spaziergang macht, schwimmen geht, sich sorgenfrei auf einen großen Eisbecher setzt. Was auch immer Ihnen Spaß macht und was Sie auch schon in Ihrer Kindheit geliebt haben.

Unsere Grundbedürfnisse bleiben ja ein Leben lang gleich. Wir vergessen nur leider oftmals darauf – vor lauter Pflichtbewusstsein und anderen Glaubenssätzen wie „Erst die Leistung, dann das Vergnügen“. Was passiert aber, wenn wir vor lauter Leistung irgendwann ganz auf das Vergnügen vergessen?
Das kann ich Ihnen sagen. Wir verlieren die Freude an unserer Arbeit und beginnen irgendwann sukzessive auszubrennen. Und wenn wir dann nicht irgendwann die Reißleine ziehen bekommen wir ein Burnout und vergessen endgültig auf unser inneres Kind und unsere Selbstfürsorge. Weil wir dann auch gar nicht mehr die Kraft dazu haben.

Deshalb gebe ich Ihnen heute, kurz vor dem Wochenende, eine Hausaufgabe. Nehmen Sie sich am Nachmittag, oder später am Abend ganz gemütlich Zeit (dafür reichen im Endeffekt schon ein paar Minuten) und gehen Sie in den inneren Dialog mit Ihrem eigenen inneren Kind. Fragen Sie sich, was Sie sich in Ihrem tiefsten Inneren für das nächste Wochenende wünschen. Was Sie sich von Ihren Eltern wünschen würden, am Samstag und Sonntag tun zu dürfen, wenn Sie sich eine Belohnung aussuchen dürften.

Und dann planen Sie. Alles was Sie sich für dieses Wochenende von Ihren Eltern wünschen würden, wünschen Sie sich jetzt von sich selbst. Und belohnen sich. Für alle erbrachten Leistungen der letzten Zeit – bei vielen von Ihnen vielleicht sogar der letzten Jahre, weil Sie dazwischen ganz vergessen haben auch endlich mal wieder auf die eigenen Wünsche zu achten.

Sie werden sehen wie viel Spaß das macht und wie enorm liebenswert Sie sind. Auch, und ganz besonders, wenn Sie mal ein ganzes Wochenende keine Leistung bringen, sondern „nur“ für sich selbst da sind. Ihr inneres Kind wird strahlen und jubeln vor Freude und Sie gemeinsam mit ihm.

Alles Liebe und eine wunderschöne Zeit mit Ihrem eigenen Kinder-Ich wünscht Ihnen

Ihre

Dr. Sabine Schneider