Glücklicher Leben

Ich mag mich…

… deshalb zeige ich mir das jetzt selbst auch öfter. Und verwöhne mich… In Wahrheit gehöre ich nämlich leider auch zu den Menschen, die bei der Vergabe des Pflichtbewusstseins nicht nur mit beiden Händen aufgezeigt haben, sondern, auf dem Rücken liegend, auch noch beide Beine in die Höhe getreckt haben um ja genug davon zu bekommen.

Was natürlich dazu geführt hat, dass man Glaubenssätze wie „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ direkt auf meiner Geburtsurkunde hätte andrucken könnte.

Umso wichtiger ist es dann aber, sich auch selbst immer wieder einmal zu belohnen – für sooo viel Pflichtbewusstsein. Weil man sonst nämlich irgendwann die Freude am Tun verliert. Und das wäre nicht nur unendlich schade, sondern langfristig betrachtet auch fatal, weil uns bei ganz vielen Dingen nichts anderes übrig bleibt als sie zu tun. Und dann stellt sich nur die Frage wie wir es tun…
Verbissen und angespannt mit der tiefen Überzeugung das alles und sich selbst nicht zu mögen, oder positiv eingestellt (weil es ja eh gemacht werden muss) mit der Überzeugung es nicht nur gut zu machen, sondern sich dafür dann auch eine Belohnung verdient zu haben.

Ich nenne Ihnen ein Beispiel aus meiner Praxis. Ich hasse Buchhaltung. Ja! Es tut aber schon richtig gut, das auch mal niederzuschreiben (das sollte ich vielleicht öfter machen…). Trotzdem muss ich mich als selbständige Unternehmerin mit diesen feindlichen Aufgaben immer wieder auseinandersetzen. Obwohl ich einen wirklich guten Steuerberater habe. Da dieser aber leider nicht telepathisch veranlagt ist, braucht er jeden Monat Zahlen, Daten Fakten und zudem sämtliche Belege. Und diese, im besten Fall, auch noch vorsortiert und durchnummeriert. Was soll ich sagen, mit meinem oben genannten Glaubenssatz bekommt er das natürlich alles perfekt ausgearbeitet…. Aber… wie geht es mir damit? Früher bin ich schon in der Früh, an dem Tag an dem ich wusste nun wieder alles vorbereiten zu müssen, äußerst schlecht gelaunt aufgestanden und war davon überzeugt bestimmt wieder sämtliche Belege suchen zu müssen und das alles überhaupt zu hassen. Einfach so. Weil ich Buchhaltung eben noch nie mochte.

Dann habe ich begonnen das Ganze positiv anzugehen, dabei eine beschwingte Musik zu hören, mir eine riesengroße Tasse Cappuccino für die Seele zu machen und am Ende, wenn alle Beleg durchnummeriert vor mir liegen, auch wirklich stolz auf mich zu sein und mir zudem irgendwas Gutes zu tun. Mich also selbst zu belohnen, weil ich so brav war…

Und das gilt für alle Aufgaben. Auch Staubsaugen macht mit „Bacardi Feeling“ im Ohr weitaus mehr Spaß als mit Mozart… Mir zumindest… Außerdem verbraucht man mit Bacardi Feeling und dem dazu passenden herumgehopse beim Staubsaugen dann auch noch richtig Kalorien. Schon wieder ein Grund glücklich zu sein und sich selbst zu mögen.

Zusammenfassend kann man also ganz klar festhalten, solange Sie sich selbst mögen und sich selbst keinen Stress machen mit Dingen die man ohnehin nicht ändern kann, wird Ihnen alles viel leichter von der Hand gehen und im besten Fall sogar auch (zumindest) ein bisschen Spaß machen. Weil es, wie so oft im Leben, auch diesmal wieder nur eine Frage der eignen Einstellung ist…