Glücklicher Leben

Ich mag meine Fehler

Wer ist schon fehlerfrei? Ich zumindest „leider“ ganz bestimmt nicht. Das macht mir aber auch nichts mehr aus. Früher hatte ich vielmehr den Anspruch es allen recht zu machen und darauf zu achten, stets möglichst fehlerfrei zu sein.

Bis ich irgendwann festgestellt habe, dass diese Bemühungen doch nur sehr einseitig waren. Andere hatten, im Gegensatz zu mir, keinerlei Ambitionen an ihren Fehlern zu arbeiten. Ganz im Gegenteil! Die standen einfach dazu.

Wann weiß man denn eigentlich ob man „Fehler“ hat, oder nicht? Kann ein „Fehler“ nicht auch eine Charakterstärke sein, wenn man selbst dazu steht?

Ich finde ja, dass es auch davon abhängt, ob die eigenen Fehler für andere vertretbar sind, oder nicht. Natürlich versuche ich persönlich den anderen durch meine Eigenheiten das Leben nicht schwer zu machen. Ein paar individuelle Fehler gehören, meiner Meinung nach, aber trotzdem definitiv dazu.

Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Haben Sie auch ein paar Fehler, oder sind Sie tatsächlich ganz perfekt?

Ich für meinen Teil habe das Streben nach Perfektion auf jeden Fall irgendwann aufgegeben und gelernt mich selbst so zu akzeptieren wie ich bin. Und seitdem kann ich beobachten, dass es auch die anderen akzeptieren. Es ist nämlich, wie so oft im Leben, so, dass wir „nur“ lernen müssen uns selbst zu mögen. Und zwar genauso, wie wir nun mal eben sind. Mit all‘ unseren kleinen Fehlern und Schwächen. Dann fällt es auch allen anderen viel leichter uns zu mögen.

Und was ist denn nun eigentlich wirklich ein Fehler und was nicht? Vielleicht sind es ja auch nur ein paar kleine Eigenheiten und die gehören, wie ich finde, unbedingt dazu um authentisch zu bleiben.

Demnach sollten wir endlich damit aufhören uns (für andere) ändern zu wollen und immer danach zu streben noch perfekter zu werden. Das Leben macht doch viel mehr Spaß, wenn man auch ein bisschen unperfekt sein darf. Wir sind nämlich alle auch unperfekt absolut liebenswert. Wir müssen nur lernen, selbst zuzulassen, dass auch andere uns genauso nehmen und lieben, wie wir sind.

Und am besten fangen Sie jetzt gleich mal bei sich selbst damit an! Überlegen Sie, warum Sie, genauso wie Sie sind, so richtig liebenswert sind. Und seien Sie stolz auf sich und auf all‘ Ihre kleinen Schwächen und Fehler! Die gehören nämlich zu Ihnen!