365 glückliche Tage

Ich lerne jetzt, mich selbst zu lieben

Ein Satz, der wie ich finde, zumindest schon einmal sehr vielversprechend klingt… Überhaupt jetzt wo wir die Uhrzeit wieder auf Winterzeit stellen mussten, die Tage kürzer werden und (eigentlich) die schönste und harmonischste Zeit des Jahres vor der Türe steht.

Jedoch auch die Zeit in der man beginnt, mehr nachzudenken und durch chronischen Vitamin D Mangel zudem auch öfter nicht so gut drauf zu sein. Eine riskante Kombination für das eigene Wohlbefinden und die Sache mit der Selbstliebe.

Trotzdem sollten wir genau deshalb jetzt besonders auf uns selbst schauen und Dinge machen, die uns richtig gut tun.

Deshalb habe ich jetzt mal für mich beschlossen, zu versuchen mich wieder mehr zu lieben. Und mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Es wird ja eh nicht mehr anders. Auch nicht, wenn ich mich und mein eigenes Verhalten leidenschaftlich gerne analysiere – ein Psychologinnen-Schicksal.

Es ist aber leider auch so, dass man, je mehr Fehler einem in Bezug auf die eigene Person bewusst werden, umso mehr verlernt sich selbst zu lieben. Was, wenn es aber gerade auch niemand anderes tut? Dann ist es doch wirklich höchste Zeit das selbst in die Hand zu nehmen!

Vor ein paar Tagen habe ich erst mit einem sehr lieben Kollegen darüber gesprochen, dass ich eigentlich die geborene Tante wäre.
Insofern „eigentlich“ da ich leider keine Nichten und Neffen habe, jedoch wirklich das Potenzial zum Tante sein. Weil ich einfach richtig
 gerne für andere da bin und Kinder liebe.

Wohin jetzt aber mit meiner geballten Tanten-Energie? So ganz ohne Nichten und Neffen?
Da wäre es doch ein guter Ansatz mal was für mich zu tun. Das kann man bestimmt lernen…

Meinen Klienten und Patienten gebe ich immer Hausaufgaben mit auf den Weg. Heute gebe ich mal mir selbst, und wenn Sie Lust haben auch Ihnen, folgende Aufgabenstellung mit:

Ich überlege mir, was ich mir von einer liebevollen Tante in diesen Tagen wünschen würde. Einen schönen Spaziergang, bei dem ich Kastanien sammle, danach eine liebevoll zubereitete warme Suppe zu Hause und später eine große Tasse (an der man sich richtig schön festhalten kann) heiße Schokolade mit viel Schlag. Und zum Einschlafen dann noch eine schöne Geschichte mit einer kuscheligen Wärmeflache zum Festhalten.

Da ich persönlich neben der Tatsache keine Nichten und Neffen zu haben auch keine liebevolle Tante habe, die sich um mich kümmert, muss ich das jetzt selbst in die Hand nehmen.

Ich nehme mir also meinen iPod mit schöner Musik, mache einen tollen Spaziergang, sammle Dekoartikel für meine Wohnung, bekoche mich anschließend gemütlich und lese später ein schönes Buch mit einer Wärmeflasche am Bauch.

Es macht ja keinen Sinn zu warten bis jemand anderer etwas für einen tut, wenn einfach niemand da ist. Anstatt traurig zu sein und zu warten, sollten wir doch die Zeit nutzen und für uns selbst da zu sein. Und das ist jetzt im November enorm wichtig. Mit dieser Strategie lassen Sie nämlich erst gar keine November-Depressionen aufkommen. Depressionen können wir nämlich nur bekommen, wenn es uns nicht gut geht. Also sollten wir alle unbedingt dafür sorgen, dass es uns gut geht. Finden Sie nicht auch 🙂 ?