Glücklicher Leben

Ich hab‘ die Welt, die ich sehe, selbst erfunden

Kennen Sie das auch, manche Dinge schon im Vorfeld einzuschätzen und zu werten.
Sie schreiben beispielsweise ein Mail an jemanden und wissen beim Schreiben schon, dass Sie ohnehin wieder keine Antwort bekommen werden.
Trotzdem schreiben Sie das Mail, weil es für Sie persönlich einfach wichtig ist.

Ich beobachte das bei mir selbst auch immer häufiger. In den letzten Jahren habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es viel mehr unzuverlässige Menschen gibt als früher.
Man wird teilweise von Personen richtig negiert.

Das hat mich nun vor zwei Möglichkeiten gestellt. Entweder verbittere ich immer mehr, weil ich es, ob meines enorm ausgeprägten Gerechtigkeitssinns, nicht akzeptieren kann und will, dass sich Menschen mir gegenüber so wenig wertschätzend verhalten und sich einfach „Tod stellen“.
Oder fortan selbst einfach auch mit einer gewissen Ignoranz zu agieren.

Gut… ich weiß, dass sich manche Dinge nun mal eben einfach nicht so entwickeln, wie wir uns das wünschen. Deshalb aber aufgeben? Oder sich selbst zum Negativen verändern? Nein, ganz bestimmt nicht! Das ist mit Sicherheit keine Lösung!

Unangenehme Erfahrungen bringen uns oft dazu Dinge immer negativer zu sehen. Das ist eine Art Selbtschutzmechanismus unserer Seele. Dieser Schutzmechanismus ist jedoch leider auch ganz eng verbunden mit Verbitterung. So finden Sätze wie „Das muss ich erst gar nicht probieren, das wird ja sowie wieder nichts“ Platz in unseren Köpfen.

Was aber unendlich schade ist. Da wir so letztendlich auf viele Möglichkeiten verzichten und uns im Laufe der Zeit zudem auch immer mehr einigeln und zumachen.
Und warum? Nur weil wir die eine, oder andere, negative Erfahrung machen mussten.

Ja… das ist unangenehm. Gehört aber leider dazu. Im Endeffekt könnte wahrscheinlich auch niemand von uns radfahren, wenn wir nicht als Kinder gelernt hätten immer wieder aufzusteigen. Notfalls auch mit blutigen Knien.

Ich finde jedenfalls, dass wir uns alle nicht unterkriegen lassen sollten. Niemals! Egal wie steinig ein Weg auch manchmal sein mag. Und mit wievielen Hürden wir zu kämpfen haben. Wenn es der richtige Weg ist, wird es irgendwann klappen. Und wenn nicht, wird uns unser Weg bis zu dieser Erkenntnis beim nächsten Abbiegen auf einen neuen Weg garantiert viele Weisheiten mitgeben. Denn im Endeffekt trägt jeder Stolperstein auch wieder zu unserer eigenen Persönlichkeitsentwicklung bei.

Deshalb sollten wir es, wie ich finde, alle so machen wie Pippi Langstrumpf es uns schon in unserer Kindheit vorgelebt hat: „Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“.
Und bevor wir beginnen, ob unserer schlechten Erfahrungen, immer negativer zu denken, sollten wir wieder lernen loszulassen und dankbar zu sein, die Welt trotz allem immer so sehen zu können, wie wir das selbst wollen.