365 glückliche Tage

Ich darf so sein wie ich bin

Wer bestimmt eigentlich wie wir zu sein haben? Ob groß und schlank, klein und dick, fleißig, oder „faul“, erfolgreich, oder nicht erfolgreich?

Wer definiert denn eigentlich auch was zum Beispiel erfolgreich ist und was nicht? Wir werden alle tagtäglich von Außeneinflüssen manipuliert, wie wir zu sein haben. Oder wann haben Sie zum Beispiel das letzte Mal eine Frauenzeitschrift gekauft, in der nicht schon auf der Titelseite von einer spektakulären neuen Diät geschwärmt wurde (an dieser Stelle entschuldige ich mich bei allen männlichen Lesern – bei Ihren Zeitschrift kenne ich mich leider zu wenig aus, ob Sie auch immer abnehmen müssen).

Und noch viel wichtiger, warum lassen wir Frauen uns ständig von außen beeinflussen und verunsichern? Auch, wenn ich nicht weiß was in den Journalen für Männer steht, weiß ich, dass sich diese davon definitiv nicht so verunsichern lassen, wie wir Frauen. Irgendwie fällt mir immer mehr auf, dass wir Frauen verlernen so zu sein, wie wir wirklich sind.

Damit sollten wir jetzt endlich aufhören!

Was zeichnet Sie persönlich denn aus? Warum sind Sie selbst stolz auf sich? Beides Fragen, die wir uns viel zu selten stellen! Wenn ich in meinen Coachings Frauen frage, was ihnen in den letzten 12 Monaten besonders gut gelungen ist, bekomme ich meistens im Vorfeld erst einmal aufgezählt, was ihnen alles nicht gelungen ist. „Eigentlich wollte ich mich trennen, hab‘ mich dann aber doch nicht getraut“, „eigentlich wollte ich mir einen neuen Job suchen, wollte dann aber doch kein Risiko eingehen“, „eigentlich wollte ich abnehmen, bin dann im Sommer aber einfach nicht baden gegangen, weil ich es wieder einmal nicht geschafft habe.“ Ich könnte Ihnen hier spontan mindestens 100 weitere Beispiele aufzählen… Auf was ich aber konkret hinaus möchte, ist auch an diesen Aussagen schon festzumachen. Wir sind nicht mehr wir selbst! Wir haben es vor lauter Rücksichtnahme auf andere verlernt!

Warum traue ich mich nicht meinen Partner zu verlassen? Anscheinend ist die Beziehung nicht mehr sehr prickelnd, wenn ich darüber nachdenke zu gehen. Warum suche ich mir keinen neuen Job, obwohl ich mich in meinem alten nicht mehr wohlfühle? Und um alles in der Welt, warum gehe ich nicht mehr baden, nur weil ich von mir selbst denke, etwas zu fest zu sein?

Lassen Sie los von Ihren eigenen Glaubenssätzen und Blockaden!

Nehmen Sie sich am kommenden Wochenende einmal ganz in Ruhe Zeit sich mit einer großen Tasse Tee, oder Café hinzusetzen und aufzuschreiben, wie Sie Ihr ganz eigenes Leben führen würden, wenn Sie wüssten nicht scheitern zu können?

Was würden Sie beispielsweise an Ihrem ersten neu gewonnenen Single-Wochenende unternehmen? Was würden Sie als erstes tun, wenn Sie eine Jobzusage von einer anderen Firma hätten? Und wo genau denken Sie wäre der Unterschied, wenn Sie mit 5 kg weniger im Strandbad liegen (wahre Schönheit kommt übrigens von innen – wenn sie mit 5kg weniger im Strandbad liegen und frustriert sind, ob der Tatsache nichts mehr essen zu dürfen, wird sich das wahrscheinlich weniger positiv auf Ihre Ausstrahlung auswirken – nur mal so als kleiner, liebevoll gemeinter, Hinweis).

Nehmen Sie sich also einen großen Zettel (oder mehrere kleine) mit in ihr Lieblingscafé und gestalten Sie Ihre eigene Zukunft. Visualisieren Sie, wie Sie sich selbst wünschen, dass ihr Leben auf den Tag genau 12 Monate später aussehen wird – wenn Sie dann endlich wirklich so sein dürfen, wie Sie sind.

Zeichnen Sie am Ende Ihrer Überlegungen ein Bild, in dem Sie Ihre Zukunft für sich selbst skizzieren. Dafür müssen Sie auch nicht zeichnen können. Zeichnen Sie einfach ein Symbol, das Sie immer wieder daran erinnert, was Sie sich an diesem Wochenende für sich und Ihre eigene unabhängige Zukunft wünschen. Bei mir selbst war es damals ein Zitronenfalter (wobei ich zugebe, dass das jemand Außenstehender wahrscheinlich nicht auf den ersten Blick erkannt hätte – das war aber auch nicht die Aufgabenstellung. Ich selbst wusste ganz genau, was ich damit meine und habe meine damals definierten Ziele mithilfe meines kleinen gelben Freundes auch alle erreicht).

Hängen Sie dieses Bild dann in die Innenseite Ihres eigenen Kleiderschrankes, geben Sie es in Ihre Geldtasche, wohin auch immer. Wichtig ist, dass Sie das Symbol die nächsten Monate nie aus den Augen verlieren, sondern es Sie regelmäßig an Ihre eigenen Ziele und Vorhaben erinnert. Dann werden Sie diese auch umsetzen. Und zwar genauso wie es zu Ihnen passt. Denn… Sie dürfen jetzt endlich so sein, wie Sie sind!

Abschließend noch eine kleine Aufmunterung für alle die denken, dass Ihr Gewicht mit Ihrem eigenen Glück zu tun hat:

„Und als ich das letzte Mal auf der Waage stand wurde mir endlich klar: Wer ein Herz aus Gold hat und Nerven aus Stahl, der kann gar nicht wenig wiegen.“

In diesem Sinne, bleiben Sie bitte so wie Sie sind! Es wäre schade um jedes Gramm Liebe und Geduld!