Coaching Box

Ich darf auch einmal „Nein“ sagen…

Mal ganz ehrlich… Wann haben Sie das letzte Mal wirklich „Nein“ gesagt, wenn Sie mit etwas nicht einverstanden waren?

 

Können Sie sich überhaupt noch daran erinnern 🙂 …?

Oder haben Sie sich doch zu etwas überreden lassen, oder sich vielleicht sogar selbst überredet, etwas zu tun, was Sie prinzipiell eigentlich* gar nicht tun wollten…

Wie schätzen Sie Ihr ganz persönliches „Ich kann auch „Nein“ sagen“-Potenzial denn persönlich ein?

Auf einer Skala von 1 – 10?

Und… was müssten Sie nun selbst tun, um auf dieser Skala weiter rauf zu kommen – in Richtung „10“…?

Beschreiben Sie doch bitte einmal die von Ihnen eingangs bereits kurz beschriebene „Wann habe ich zuletzt wirklich nein gesagt Situation“ etwas genauer. Was ist damals genau passiert/was hat der/die andere genau gesagt, um Sie doch zu überreden nicht nein zu sagen.

 

Wenn sich dieselbe Situation jetzt nochmals wiederholen würde… Und Ihr ganz persönliches Vorhaben das ist, diesmal wirklich NEIN zu sagen… Wie würde sich der Gesprächsverlauf dann konkret gestalten?

 

Welche Situation haben Sie denn in der nächsten Zeit vor sich, in der Sie wirklich einmal NEIN sagen wollen? Mit Kollegen, Ihren Freunden, Ihrer Familie…

 

Wie könnten Sie sich auf diese Position denn nun ganz gezielt vorbereiten, um im richtigen Moment dann auch tatsächlich die richtigen „Nein-sag-Argumente“ zu haben?

 

Was Sie bei dieser Vorbereitung bitte unbedingt noch beachten sollten ist, wie Sie zu Ihrem Gegenüber, zu dem Sie nein sagen wollen, stehen. Denn… je emotionaler die Beziehung zu dem-/derjenigen ist, umso besser müssen Sie sich im Vorfeld vorbereiten.

Dazu ein kurzes, sehr pragmatisches, Beispiel. Stellen Sie sich vor, Sie treffen Ihren früheren Chef auf der Straße und er/Sie möchte Ihnen in alter „Manier“ etwas anschaffen. Wird es Ihnen schwer fallen, Ihrem früheren Chef gegenüber „NEIN“ zu sagen? Wahrscheinlich nicht…, oder? Weil Sie ganz selbstbewusst und zugleich selbstbestimmt  auftreten können und das auch noch ausstrahlen.

Und genau darauf sollten Sie bitte auch in Situationen mit Menschen achten, die Ihnen – auf welcher Ebene auch immer, privat oder beruflich – etwas bedeuten. Ihr persönlicher „Ich sage NEIN-Prozess“ hängt in erster Linie von Ihrem eigenen Auftreten ab. Und erst in zweiter Linie von Ihrem vorhin definierten Argumentationsleitfaden.

Seien Sie Sie selbst! Strahlen Sie es aus, dass Sie zu sich und zu Ihrer eigenen Meinung stehen. Sie dürfen das! Sie sind eine selbstständige Persönlichkeit, die genau weiß, was Sie will und eben auch, was Sie nicht will!

Beginnen Sie Ihr persönliches „Ich bin stolz auf mich“-Tagebuch zu führen. Überlegen Sie sich jeden Abend was Ihnen heute besonders gut gelungen ist. Warum Sie stolz auf sich sind. Wann Sie wie zu Ihrer eigenen Meinung gestanden sind und auch einmal „NEIN“ gesagt haben.

Natürlich müssen Sie hier nicht für jeden Tag einen Eintrag „finden“. Wobei ich schon davon überzeugt bin, dass Sie jeden Tag etwas tun, worauf Sie am Abend stolz sein können. Das muss keinesfalls immer „Nein“-sagen sein…

Und… der ganz große Vorteil dieses „Ich bin stolz auf mich Tagebuches“ ist der: Jedes Mal bevor Sie herausfordernde Situationen/Gespräche vor sich haben, lesen Sie sich ein paar Seiten Ihres eigenen Tagesbuches durch. Sie werden sehen, wie bestärkt Sie in den Tag / in Ihre Vorhaben gehen werden.

 

* Ich verwende hier ganz bewusst das Wort „eigentlich“ weil… Eigentlich haben Sie es ja dann doch gemacht, oder…? Obwohl Sie es ja „eigentlich“ gar nicht machen wollten…