Glücklicher Leben

Ganz gelassen loslassen

Ein Beitrag speziell für „hautinfo.at

Kennen Sie das auch…? Sie liegen morgens ganz entspannt im Bett und plötzlich klingelt der Wecker und Sie können sich selbst dabei beobachten, wie sich Unruhe in Ihnen breit macht. Sekundiös schießen alle möglichen Gedanken in Ihren Kopf. Was muss ich heute alles tun, welche Termine stehen an, kann sich das überhaupt alles ausgehen, etc…?

Vielleicht waren Sie fünf Minuten vorher gedanklich, in Ihren Träumen, sogar noch in einer ganz anderen Welt. Tiefenentspannt irgendwo vollkommen anders.
Ihre Atmung war flacher, Sie lächelten und Ihre kleine Welt war in allerbester Ordnung.
Und plötzlich kommt dieses penetrante klingeln und reißt Sie aus dieser wunderbaren Traumwelt heraus – ohne jede Vorwarnung.

Und das jeden Tag… Zumindest fünfmal die Woche… Unangenehm!

Manche Dinge im Leben müssen wir aber leider hinnehmen. Egal, wie sehr Sie uns stören. Und wie gerne wir beispielsweise auch jeden Tag noch im Bett liegen bleiben würden.
Was aber, auf Dauer gesehen, dann bestimmt eh bald einmal sehr fad wäre.

Was aber in jedem Fall leider feststeht ist, dass wir unsere Tage im Normalfall gleich einmal mit Stress beginnen. Wir sind auf unseren Wecker konditioniert und reagieren sofort auf das (meist ausgesprochen unangenehme) Geräusch.

Dagegen kann man aber etwas tun! Ich persönlich habe mich zum Beispiel vor einigen Monaten entschieden meine Tage fortan gelassener zu beginnen. Früher habe ich geschlagene eineinhalb Stunden gebraucht um aufzustehen. Mit zehnminütig wiederkehrenden Signalen meines Weckers. Dann habe ich mich entschieden zukünftig nach nur 20 Minuten aufzustehen und die mehr als eine Stunde Zeitgewinn noch ganz gemütlich tief weiterzuschlafen und zu entspannen.
Und mich von netter Musik wecken zu lassen – einer meiner Favoriten ist „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“. Da macht Aufwachen gleich viel mehr Spaß!
Außerdem stehe ich seitdem fünf Minuten früher auf und habe dementsprechend weniger Stress fertig zu werden. Und… das wichtigste… Ich habe begonnen, jeden Tag nach dem Aufstehen, Gymnastik zu machen. Dabei schließe ich dann sozusagen Frieden mit meinem Körper – insbesondere mit meiner Lendenwirbelsäule und meinem Nacken die mir sonst beide, im Zuge einer Doppelkonferenz, mehrmals täglich mitteilen, dass ich keine 30 mehr bin…
Und so klappt das mit dem Aufstehen und dem Start in den Tag schon mal viel besser.

Das wirkt sich dann auch positiv auf den gesamten weiteren Verlauf des Tages aus. Wenn dieser nämlich schon stressig beginnt, geben wir ihm selbst meist nicht mehr die Chance besser zu werden, womit wir uns aber selbst überhaupt keinen Gefallen tun.

Stress ist für uns alle nämlich ausgesprochen schädlich! Wir sind angespannt, unser Immunsystem baut ab und wir schauen schlecht aus.
Insbesondere unsere Haut reagiert sofort auf Stress. Sie ist wie unsere innere Uhr. Deshalb sollten wir wirklich lernen wieder gelassener zu werden. Nur für uns selbst. Aus ganz egoistischen Motiven heraus. Wobei Ihre Umgebung bestimmt auch viel mehr Freude an Ihnen haben wird, wenn Sie entspannter sind.

Stress ist zudem leider ein absoluter Teufelskreis. Wenn unsere Haut zum Beispiel negativ auf Stress reagiert, stresst das in weiterer Folge unsere Psyche und wir kommen aus diesem Teufelskreis nicht mehr raus.
Es gibt also nur eine Lösung: Wir brauchen eine Strategie gelassener zu werden. Jeder von uns seine ganz eigene Strategie. Die einen bevorzugen Yoga, die anderen einen Spaziergang und die nächsten einen Anti-Stress-Anker.

Aus meiner Perspektive als Psychologin sind alle Varianten, die Sie im Endeffekt dann wirklich entspannen, sinnvoll und zielführend. Wichtig ist jedoch, dass Sie diese auch in Ihren Alltag einbauen können. Stress lauert nämlich überall und dann brauchen wir eine Notfallstrategie, die wir sofort anwenden können. Wie zum Beispiel einen Anti-Stress-Anker.

Dafür speichern Sie bitte ein Bild, eine Szene, die Ihnen sehr gefällt geistig ab und verbinden dies/s mit einer Stelle an Ihrem Körper, die Sie in jeder Situation „angreifen“ können.
Sie speichern das Bild sozusagen fix in Ihrem Gehirn ab. Verbunden mit all den positiven Emotionen die es bei Ihnen auslöst. Dafür suchen Sie sich einen Druckpunkt (bspw. bei den Fingern) und verankern das Bild durch tiefes Einatmen und zeitgleichem Drücken dieser Stelle ab.
 
Der Trick ist, dass Sie das Bild innerlich so verankern, dass Sie dieses dann jedes Mal wenn Sie diesen Punkt drücken, abrufen. Mit all‘ den positiven Emotionen. Das wirkt wahre Wunder!
Mein Anker ist zum Beispiel ein Bild vom Meer, mit Sonnenaufgang, Möwen und ganz, ganz vielen Sonnenstrahlen die sich im Meer spiegeln. Schöööön!

Wir sind tagtäglich mit so vielen Herausforderungen konfrontiert, dass es wirklich enorm wichtig ist für uns selbst Wege zu finden, wie wir gelassener werden können und dadurch auch unserer Psyche und unserer Haut die Möglichkeit geben zu entspannen.

Probieren Sie’s doch auch mal aus. Ich darf mit Hilfe meines Ankers ganz regelmäßig für ein paar Sekunden ans Meer fahren – und das tut mir, meiner Haut, meiner ganzen Ausstrahlung und auch meiner Umgebung richtig gut. Danach habe ich nämlich auch wieder die Energie für andere da zu sein.

Viele wunderschöne und gelassene Kurzreisen wünscht Ihnen

Ihre

Dr. Sabine Schneider