Glücklicher Leben

Entscheidungen treffen…

Geht es Ihnen auch so, dass Sie Entscheidungen immer ein bisschen aus dem Gleichgewicht bringen? Große Entscheidungen… Bei kleinen bin ich persönlich immer extrem schnell, manchmal vielleicht sogar zu schnell.

Bei großen Entscheidungen hingegen bin ich furchtbar. Ich beginne mir unzählige „Pro und Contra Listen“ zu schreiben, in meinem Kopf startet ein unaufhörliches Karussell und ich komme überhaupt nicht mehr los von „Was wäre wenn“ und „Ja, aber….“-Überlegungen.

Wobei es sich, wenn ich heute Entscheidungen treffe, oder treffen muss, natürlich nicht mehr um die ersten Entscheidungen meines Lebens handelt. Ganz im Gegenteil. Und ich darf rückblickend glücklich feststellen auch noch nie eine Entscheidung bereut zu haben. Aber der Weg dorthin war oftmals wirklich mühsam.

Wenn ich zurück schaue, weiß ich dann auf der anderen Seite aber eigentlich gar nicht, warum ich mir diesen Prozess jedes Mal wieder antue. Anstatt einfach auf mein Bauchgefühl zu hören. Was ich nämlich definitiv auch gelernt habe, zumindest in der Theorie, ist, dass es in meinem Leben überhaupt keinen Sinn macht „Pro und Contra Listen“ zu schreiben. Genauso wenig Sinn machen „Was wäre wenn Überlegungen“. Das einzige, was wirklich Sinn macht und mich auch noch nie enttäuscht hat, ist mein ganz eigenes innerstes Bauchgefühl. Das weiß alles. Manchmal sogar viel mehr als ich. Leider habe ich daneben aber einen sehr starken Kopf der jedes Mal wieder hartnäckig versucht die emotionale Ebene durch die rationale zu übertrumpfen.

In meinem Kopf leben nämlich all meine Glaubenssätze. Die sich darin enorm wohl fühlen und es mir und meinem Bauchgefühl oft echt schwer machen. Trotzdem habe ich für mich nun entschieden ihnen den Kampf anzusagen. Man muss sich ja auch nur mal überlegen aus welchen beiden Wörtern sich das Wort „Glaubenssatz“ zusammensetzt. Aus „Glaube“ und „Satz“… Hat aber nicht jeder von uns schon im Kindergarten gelernt, dass „Glauben nichts wissen heißt“?
Aus dieser Perspektive betrachtet weiß mein Kopf also gar nichts. Ätsch! Mein Bauch dafür alles. Der ist nämlich viel gescheiter als mein Kopf. Dem geht’s ja auch viel besser. Der bekommt von mir leckeres Essen, regelmäßig eine schöne Wärmeflache und wird gehegt und gepflegt. Weil ich ja auch weiß, dass hier mein eigenes Kinder-Ich drinnen wohnt. Im Kopf wohnt mein eigenes Eltern-Ich, das mich ständig mit irgendwelchen Befürchtungen und Ratschlägen verfolgt.

Deshalb werde ich, eine aktuelle Entscheidung betreffend, meinen Bauch heute Abend ganz besonders verwöhnen. Ihm was gutes Kochen, ein Glas Wein genießen und mit einer Wärmefalsche alles tun, dass er mir heute Nacht die richtige Entscheidung zuflüstert und ich morgen Früh beim Aufstehen weiß was zu tun ist.
Das sollten Sie bei Ihrer nächsten größeren Entscheidung auch mal probieren…