Glücklicher Leben

Die Kraft des Nichtstuns

Ist es nicht unendlich schön einmal gar nichts zu tun?

Am Wochenende in der Früh einfach länger im Bett liegen zu bleiben und nur aufzustehen um sich einen großen Café au lait zu holen? Und später am Nachmittag einen Film mit Peter Alexander und Gunther Philipp anzusehen und sich ganz gemütlich einzukuscheln.

Gerade jetzt im Winter sollten wir unseren Körper regelmäßig mit „Nichtstun“ verwöhnen. Nicht umsonst igeln sich die meisten Tiere im Wintermit genügend Vorräten ein und schonen ihre Ressourcen und ihre Energie.

Wir leben heute in einer Zeit in der es mittlerweile viermal so viele burnout- und depressionsbedingte Krankheitstage gibt wie noch Ende der 90er Jahre.
Und das oftmals genau deshalb, weil wir verlernt haben neben dem ganzen Stress und allen Anforderungen die täglich auf uns einprasseln auch auf uns selbst zuschauen.
Und auf unser eigenes „Kinder Ich“ zu achten.

Wissen Sie noch wie schön es früher war, sich nach den erledigten Hausaufgaben vor den Fernseher setzen zu dürfen, oder zum Spielen zu gehen. Einfach all‘ die schönen Dinge zu machen, die wir gerne machen. Ohne schon wieder an die nächsten Hausaufgaben und Verpflichtungen zu denken.

Genau diese Zeit müssen wir wieder lernen uns nun auch selbst zu erlauben. Und unser eigenes, oftmals viel zu ausgeprägtes, autoritäres Eltern-Ich zurückzunehmen.
Dieses autoritäre Eltern-Ich ist nämlich der Zustand, der dafür verantwortlich ist, dass wir vor lauter Pflichtbewusstsein häufig, bis schlimmstenfalls sogar ständig, auf unsere eigenen Erholungsphasen vergessen.

Ja… manches Mal sogar so weit gehen, dass wir unsere Freizeit dann auch wieder nutzen um unseren eigenen hohen Anforderungen gerecht zu werden und anstatt gemütlich ins Kino zum Joggen gehen.

Versuchen Sie doch wieder einmal auf Ihr inneres Kind zuhören fragen Sie sich selbst, was Sie wirklich gerne wieder einmal machen möchten. Zum Beispiel gleich morgen am Sonntag. Wenn Sie ganz ohne Pflichtbewusstsein entscheiden dürften, was Sie gleich nach dem Aufwachen in der Früh am liebsten täten. Was antwortet Ihnen da Ihre innere Stimme?

Machen Sie genau das dann auch. Wenn Sie Lust haben mit einer Tasse Café au lait im Bett zu frühstücken tun Sie’s. Wenn Sie eigene Kinder haben erlauben Sie denen doch einstweilen einmal schon am Vormittag fernsehen zu dürfen. Oder frühstücken Sie gemeinsam im Bett. Ganz egal, ob dann Brösel auf dem Leintuch sind…
Ein Leintuch kann man waschen – die positiven Erinnerungen bleiben für immer.