Glücklicher Leben

Den nächsten Schritt gehen…

Kennen Sie das auch? Man hat manche Dinge schon gaaaanz lange vor und schiebt sie aus irgendeinem Grund immer vor sich her.

Dinge, die vielleicht auch ein bisschen unangenehm, respektive emotional herausfordernd sind, weil sie die eigene Lebensqualität einschränken können. Also Entscheidungen wie, sich fortan gesünder zu ernähren und weniger Zucker zu essen, aufzuhören zu rauchen, sich mindestens dreimal pro Woche zu bewegen, etc.

Alles Dinge, von denen jeder von uns weiß, dass sie uns gut täten. Trotzdem schieben wir sie vor uns her. Oder auch das Lernen auf eine wichtige Prüfung. Ich habe beispielsweise eine Klientin in meiner Praxis die mit über 40 noch keinen Führerschein hat, weil sie diesen seit ihrem 18. Geburtstag vor sich her schiebt. Aus Angst bei der Prüfung durchzufallen. Ja… würde sie durchfallen wäre das bestimmt eine schmerzliche Erfahrung. Wenn sie es aber nie probiert, wird sie auch nie zu einem Führerschein kommen.
Das Durchfallen bei der Prüfung würde am Satus quo ja im Endeffekt nichts ändern. Sie hätte den Führerschein dann genauso wenig wie jetzt. Wenn sie die Prüfung aber besteht, ändert sich ihr ganzes Leben. Von der Autonomie bis hin zu einem enormen Schub für’s eigene Selbstbewusstsein.

Manchmal müssen wir uns Dingen einfach stellen. Auch, wenn sie unangenehm sind, unsere Lebensqualität zu Beginn etwas einschränken, oder wir Angst haben zu scheitern.

Wenn wir die Dinge, die wir uns vornehmen trotzdem nie umsetzen, können wir den nächsten Schritt aber auch nie erreichen.
Und das macht uns auf Dauer unglücklich, weil wir immer wieder Ideen im Kopf haben, die wir nicht umsetzen. Weil wir am eigenen Engagement scheitern.
Und wer scheitert schon gerne?

Was würden denn Sie persönlich gerne umsetzen? Und warum haben Sie das bis dato noch nicht gemacht? Schreiben Sie sich Ihre Argumente die dagegen sprechen bitte einmal zusammen. Was hält Sie konkret davon ab diesen Schritt zu gehen?

Und lesen Sie sich diese „Warum ich das noch nicht gemacht habe. Was mich bis heute davon abgehalten hat-Liste“ durch und überlegen Sie was Sie in diesem Zusammenhang nun Ihrer besten Freundin, Ihrem besten Freund, für ein Feedback gäben.

Würden Sie diese Argumente und Ausreden gelten lassen? Oder würden Sie Ihrer besten Freundin / Ihrem besten Freund positiv zureden?
Sollte es Variante zwei sein gibt es für Sie selbst jetzt aber auch keine Ausreden mehr! Dann müssen Sie sich ab sofort bitte auch selbst mit genau diesen Argumenten motivieren.

Würden Sie es jedoch auch anderen Personen abraten, weil sie bedenken hätten, dass dieser Schritt genau dieser Person nicht gut täte und Sie gute Argumente haben warum nicht, dann sollten auch Sie diesen Schritt nicht gehen. Aber auch nicht mehr darüber nachdenken, weil es dann einfach nicht die richtige Entscheidung wäre.

Die eigene, endgültige, Entscheidung liegt immer in uns selbst. Wenn Sie etwas wirklich tun wollen müssen Sie aber irgendwann auch den ersten Schritt gehen – sonst können Sie nie ans Ziel kommen… Denn jedes Vorhaben beginnt irgendwann mit dem ersten Schritt. Der Rest ergibt sich dann von alleine. Der zweite Schritt fällt schon viel leichter als der erste. Und irgendwann gehen Sie ohne darüber nachzudenken. Bis Sie am Ziel sind!