Glücklicher Leben

Das „Uschi-Prinzip“

Kennen Sie das Buch mit dem Titel „Das Uschi-Prinzip“? Eine unglaublich spannende Lektüre in Bezug auf „Prinzessin sein“ dürfen.

Ich persönlich weiß jetzt zum Beispiel, seitdem ich das Buch gelesen habe, warum Männer mir nur so selten die Türe aufhalten, geschweige denn mir meine schweren Einkaufstüten tragen. Ich strahle einfach zu wenig Prinzessinnen-Verhalten aus.
Ich zeige den Männern der Welt sichtlich sie nicht zu brauchen, weil ich es eh gewohnt bin, alles selber zu machen.

Großer Fehler!

Ich habe mich nun also entschieden, in manchen Situationen etwas hilfsbedürftiger zu agieren. Wobei mir das ehrlicherweise extrem schwer fällt, weil ich weiß, dass ich alleine viel schneller wäre.
Alleine bis Männer mir die Türe aufhalten wäre ich, hätte ich diese selbst geöffnet, schon wieder viel weiter vorne.

Als Psychologin weiß ich in meinem tiefsten Inneren aber natürlich auch, wie wichtig diese kleinen Erfolgserlebnisse für Männer sind und wie gut sie uns Frauen in Wirklichkeit ja auch tun.

Deshalb habe ich mir eine Liste geschrieben, in welchen Situationen ich fortan versuchen werde, wie ein ganz braves Mädchen zu warten, von einem männlichen Helden gerettet zu werden.

Dazu zählen Situationen in Cafés und Restaurants – nämlich darauf zu warten, dass mir jemand die Türe aufhält. Am Gepäckband am Flughafen zu warten bis mir ein Prinz hilft den schweren Koffer vom Band zu heben. Ich bei Verabredungen darauf warte, dass mir der Mann die Türe des Wagens aufhält, usw..

Wobei ich mich erst mitten in einem durchaus herausfordernden Lernprozess befinde… Aber… Man(n) lernt ja nie aus. Und ein bisschen Hilfe ist ja auch durchaus charmant. Wenn man nicht zu lange darauf warten muss…

In diesem Sinne bedanke ich mich ganz herzlich bei der Autorin des Buches und verspreche hoch und heilig zu versuchen auch ein bisschen mehr „Uschi“ zu werden.