Glücklicher Leben

Das Kind in uns…

Erst kürzlich erschien wieder einmal ein neues Buch, welches sich mit unserem inneren Kind beschäftigt und wurde innerhalb von kürzester Zeit zum Besteller. Was ich persönlich ausgesprochen gut verstehen  kann, weil es wirklich gut geschrieben ist.

Warum aber kaufen wir uns eigentlich alle so gerne Bücher über unser eigenes inneres Kind. Es lebt ja schon seitdem wir denken können in uns und irgendwie haben wir es ja auch zudem gemacht was es heute ist.

Aber eben nur irgendwie. Einen ganz großen Anteil an unserem inneren Kind haben nämlich auch alle Personen um uns herum. Insbesondre die, mit denen wir als Kinder zu tun hatten. Aber auch unsere Freunde und ganz besonders natürlich auch unsere Partner.

All unsere Glaubenssätze beruhen nämlich auf unserem Kinder-Ich. Ob wir uns selbst mögen, so wie wir sind. Ob wir uns selbst gefallen, so wie wir sind. Ob wir der Meinung sind gut genug zu sein, oder uns von außen sehr leicht beeinflussen lassen und unsere eigene Meinung nie richtig verteidigen, um es den Anderen immer recht zu machen und für diese möglichst unkompliziert zu sein. Um von allen Menschen akzeptiert und ganz besonders auch um geliebt zu werden.

Die Kollegin von mir, die das oben erwähnte Buch geschrieben hat, spricht in diesem Zusammenhang von Sonnen- & Schattenkindern. Ein wunderschöner Vergleich wie ich finde, insbesondere natürlich wenn wir unsere inneren Sonnenkinder betrachten. Unsere innere Stimme, die zu uns selber Dinge sagt wie „Das habe ich gut gemacht“, „Ich bin stolz auf mich“, „Ich kann mich gut durchsetzen und werde auch von (allen) anderen akzeptiert“.

Leider kennt jeder von uns aber auch die Stimme unserer Schattenkindes, das Dinge sagt wie „Ich genüge nicht, ich bin nie gut genug“, „Ich bin eine Last für andere“, „Ich mache nie was richtig“, „Kein Wunder, dass mich die anderen nie ganz akzeptieren“.

Und genau dieses Schattenkind macht uns unser Leben tagtäglich schwer, weil diese Stimme omnipräsent ist. Sobald wir ins der Früh aufwachen und uns überlegen, was wir an diesem Tag alles vorhaben und tun müssen, spricht diese Stimme schon mit.

Die gute Nachricht ist nun aber, dass wir diese Stimme auch selbst beeinflussen können. Nämlich jedes Mal wenn Sie selbst hören und wahrnehmen, dass jetzt ihr Schattenkind zu Ihnen spricht. Versuchen Sie sukzessive dieses durch Ihr Sonnenkind zu ersetzen.

Nehmen Sie sich dafür bitte einmal die Zeit sich eine Liste zu schreiben. Mit all Ihren Glaubenssätzen. Von beiden Stimmen suggeriert. Vom Sonnen- und vom Schattenkind.
Tun Sie diese Liste in Ihre Geldtasche und schreiben Sie sich jeden einzelnen Glaubenssatz auf. Jeden einzelnen – jedes Mal wenn Sie merken, dass Sie gerade über sich selbst urteilen, oder viel besser, zu sich selbst stehen und sich wohl fühlen. Was denken Sie in diesen jeweiligen Momenten.

Für die „Schattenkind-Seite“ überlegen Sie sich davon abgeleitet dann im nächsten Schritt bitte eigene Gegenargumente. Warum stimmt es mit Sicherheit nicht, dass Sie eine Last für andere sind. Ganz im Gegenteil! Warum mögen Sie alle anderen? Was schätzen die anderen an Ihnen? Und warum ist es etwas Besonderes mit Ihnen befreundet sein zu dürfen?
Oder auch für den Glaubenssatz „Ich mache nie was richtig“ – überlegen Sie sich bitte was Ihnen in den letzten 5 Jahren alles toll gelungen ist. Und schreiben Sie alle Punkte auf Ihre Liste.

Ihre „Sonnenkind-Liste“, mit allen erweiterten neuen positiven Argumenten,  hängen Sie dann bitte an einen Ort, an dem Sie ständig wieder vorbeikommen. An die Haus- oder Bürotüre, wohin Sie wollen. Wichtig ist dabei nur, dass Sie Ihre eigenen Argumente immer wieder lesen und diese so richtig tief in sich verinnerlichen und sich auch selbst immer wieder vorsagen.

Dann wird auch in Ihrem Leben schon ganz bald wieder viel öfter die Sonnen scheinen und der Schatten überhaupt keinen Platz mehr haben. Und das allerschönste… Sie werden lernen sich selbst genauso zu mögen, wie Sie sind!