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Lass dich fallen

Diesen Satz habe ich heute in der Früh gelesen. Beim Blick aus dem Fenster in ein richtig grausliges Winterwetter. Mit dichtem Schneeregen und einer Atmosphäre die mir nur sagen wollte:“ Bleib‘ heute Vormittag jetzt doch einfach mal ganz gemütlich zu Hause und kuschle dich ein. Lass‘ deinen Gedanken freien Lauf und lass‘ dich selbst fallen. Mach‘ einfach mal gar nichts, außer du selbst zu sein.“ Leider ist das „Gar nichts Tun“ gekoppelt mit dem Vorsatz „nur“ ich selbst zu sein keine meiner wirklich gut ausgeprägten Kernkompetenzen. Mein Gehirn ist darauf konditioniert zu denken. Immer. Außer beim Schlafen. Das mit dem „Fallen lassen“ klappt auch maximal für ein paar Sekunden, dann kommen sofort wieder erste Gedanken zu Themen die mich von jeder weiteren unkomplizierten Entspannung zumindest kurzfristig abhalten und völlig aus dem ursprünglich geplanten Entspannungskonzept bringen. Das ist furchtbar! Wobei es eigentlich überhaupt nicht schwer wäre sich immer wieder einmal „fallen“ zu lassen. Emotional. Was dafür aber enorm wichtig ist, sind die Rahmenbedingungen.Das habe ich jetzt gelernt und das war nun zugleich auch mein Vorhaben für …

Du hast ja graue Haare…

Mit diesem sehr „charmanten“ Kompliment hat mich mein lieber Vater gestern bei einem gemeinsamen Café in der Stadt beglückt. Untermauert durch einen so strengen Blick als ob ich mit mindestens drei „Nicht genügend“ auf einmal im Zeugnis nach Hause gekommen wäre. Die Tatsache, dass seine Tochter nun anscheinend auch in einem Alter ist graue Haare bekommen zu können scheint ihn völlig irritiert zu haben.  Gut… zugegebenermaßen, als ich diesen optischen und zugleich unwiderruflichen Alterungsprozess das erste Mal im Spiegel wahrgenommen habe, war mir selbst auch klar, dass ich keine zwanzig mehr bin. Da ich das aber vorher schon wusste, hielt sich mein persönliches Entsetzen dann aber doch sehr in Grenzen. Wobei ich mit dieser Reaktion in meinem beruflichen Umfeld als Frau oft relativ alleine bin. Obwohl ich mir schon auch regelmäßig beim Friseur eine Tönung machen lasse. Aber nicht bei jedem grauen Haar völlig hysterisch zum Friseur renne. Ich hasse all diese Schönheitsideale aber ohnehin. Es ist für mich absolut unerklärlich warum ich Kolleginnen habe die beim Lesen der Vogue plötzlich ganz traurig und deprimiert …

Wie fühle ich mich?

Eine Frage, die ich mir selbst ehrlicherweise viel zu selten, um nicht zu sagen gar nie, stelle.Obwohl ich diese Frage, in meinen psychologischen Coachings, anderen sehr häufig stelle. Für meine Arbeit ist es nämlich unendlich wichtig zu wissen, wie sich mein Gegenüber fühlt. Trotzdem denke ich selbst nicht darüber nach. Obwohl auch das von enormer Wichtigkeit wäre. Denn nur so kann jeder von uns auch erkennen was ihm persönlich gut tut. Was in diesem Moment, ob der eigenen Gefühle, gerade die individuellen Bedürfnisse sind. Kennen Sie Ihre Bedürfnisse? Was würde Ihnen zum Beispiel jetzt, in diesem Moment gerade, persönlich gut tun? Und warum? Sehr häufig passen wir unsere eigenen Bedürfnisse nämlich auch denen unserer Umwelt an. In der Hoffnung, dass wir das, was wir für alle anderen tun, auch für uns selbst tun. Das stimmt jedoch nicht immer. Eher im Gegenteil. Die Bedürfnisse der anderen sind nicht unsere eigenen. Nehmen Sie sich doch vor, sich ab morgen in der Früh jeden Tag beim Aufwachen – noch im Bett liegend – die Frage zu stellen. „Wie fühle …

Seitdem mir egal ist, was andere über mich denken….

… geht es mir zum ersten Mal richtig gut. Nicht, dass es mir früher schlecht gegangen wäre, trotzdem hab‘ ich mir öfter Gedanken um Dinge gemacht die überhaupt nicht nötig gewesen wären. So ist das aber in unserer Zeit. Irgendwie leben wir in einer permanenten Außenwirkung und -darstellung. Wer hat welchen Job, wer fährt welches Auto, wer ist erfolgreicher und wichtiger als der andere. Dirket mitgespielt habe ich bei diesen Dingen nie. Nicht einmal als Kind. Was mich auch schon immer ein bisschen zum schwarzen Schaf der Familie gemacht hat. Ich mag diese Rolle aber. Sehr sogar. Mir gefällt ein schwarzes Fell nämlich viel besser als ein weißes. Ich darf dazwischen einfach mal um Dreck spielen, jede Menge Spaß haben und erscheine als Schaf dann trotzdem sofort wieder in voller Pracht. Da können die weißen nicht mithalten. So war es mir auch immer egal wenn meine Cousinen früher bessere Schulnoten hatten und ich stattdessen wieder einmal im Disziplinarbogen stand. Jeder Eintrag war es nämlich definitiv wert. Da habe ich im Vorfeld immer irgendwas angestellt was …

Mein Gedankenkarussell und ich…

Wir beide sind leider ein absolut eingespieltes Team. Kaum komme ich etwas zur Ruhe, sind meine Gedanken sofort der Meinung nun endlich Platz zu haben sich richtig schön breit zu machen. Obwohl diese Burschen echt fad sind. Sie denken nämlich immer nur an dieselben Dinge. Ohne jede Abwechslung. Und es ist ihnen auch völlig egal ob ich gerade gemütlich auf den Berg gehe, im Yoga im Baum stehe, oder am Strand liege. Plötzlich, relativ zeitgleich mit der Entspannung meiner Atmung, ploppen irgendwelche ungebetenen Gedanken auf. Unangenehm! Und das Schlimmste daran ist, dass die sich dann auch nicht einfach so abschalten lassen…Deshalb habe ich ihnen diesen Querulanten jetzt auch den Kampf angesagt. Manche würden nun vielleicht bis zum Jahreswechsel warten und sich von heute an als guten Vorsatz nehmen ab Silvester etwas zu verändern. Ich mache es lieber gleich. Die Sache mit Silvester dauert mir nämlich ad eins noch viel zu lange und ad zwei mag ich keine Vorsätze die ich erst in eineinhalb Monaten umsetzen kann. Das sind ja keine Vorsätze sondern Langzeitvorhaben. Soviel Zeit …

Fühle dich geborgen

Diesen wunderschönen Satz hat meine Yogalehrerin heute bei einer Entspannungsübung mit einfließen lassen. „Fühle dich geborgen“. Klingt das nicht nach einem unendlich harmonischen Wohlfühlgefühl gepaart mit der Gewissheit, dass einem in diesem Moment, im Hier und Jetzt, überhaupt nichts passieren kann. Dass man sich einfach mal fallen lassen kann und so sein darf wie man wirklich ist. Über diesen Satz denke ich nun schon den ganzen weiteren Vormittag nach. Wie oft haben wir in unserer stressigen Zeit denn überhaupt noch die Möglichkeit uns geborgen und sicher zu fühlen? Ich hätte um ehrlich zu sein nicht einmal in diesem einen Moment, während der Yoga-Übung, darüber nachgedacht. Bis zu diesem Satz war sogar eher der Gegenteil der Fall. Ich war im Kopf gerade dabei ein Mail auszuformulieren, welches ich gleich nach der Stunde aufsetzen und verschicken wollte. Die Sache mit der eigenen Geborgenheit, ist mir dann immer mehr aufgefallen, gehört leider so gar nicht zu meinen persönlichen Prioritäten. Wobei ich immer darauf schaue, dass es allen anderen gut geht. Das liegt mir wirklich im Herzen. Ich bin …

Einfach sein…

…loslassen, ankommen, durchatmen. Irgendwie machen wir das alle viel zu selten, oder? Einfach sein und die Dinge geschehen lassen, wie sie nun mal eben sind. Ohne alles ständig perfekt machen zu wollen. Und auch ohne zu werten. Das fällt mir persönlich oft am allerschwersten. Finden Sie nicht auch, dass die Welt um uns herum zusehends rücksichtsloser wird? Man wird in der Fußgängerzone angerempelt, beim Autorfahren von Menschen die rechts vor links entweder nicht kennen, oder ganz einfach auch nicht verstanden haben, runtergeschnitten oder gar angepöbelt, weil irgendjemand denkt bei der Käsetheke vor einem dran zu sein. Obwohl Sie schon seit fünf Minuten warten und die andere Personen eben erst aus dem Gang mit den Süßigkeiten herauskam. Was man irgendwie auch sieht… Und genau das meine ich mit „nicht werten“. Ich ertappe mich dann nämlich selbst öfter dabei in solchen Situationen richtig böse zu werden. Ich habe in meinem Kopf dann Gedanken die gar nicht zu mir passen. Weil ich ein durchaus friedvoller Mensch bin. Und jeden der es beim Einkaufen eilig hat auch von Herzen …