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Gelassenheit üben

Kennen Sie auch Personen die immer ausgeglichen und entspannt sind? In jeder Situation und Lebenslage.
Ich selbst fühle mich daneben dann ehrlicherweise oft noch gestresster als ich es im diesem Moment ohnehin schon bin.

Wenn man diese Personen näher beobachtet hat man, finde ich, auch stets den Eindruck, dass diese Leute immer – und damit meine ich immer – völlig gelassen und mit beiden Beinen am Boden die größten Herausforderungen mit einem Lächeln auf den Lippen meistern. Und dabei zudem freundlich und hilfsbereit bleiben.

Ich bin auch freundlich und hilfsbereit – wenn es passt. Wenn ich unentspannt bin befürchte ich aber leider, dass mich meine Außenwelt nicht immer so erlebt.

Deshalb habe ich nun versucht mir eine Strategie zurecht zu legen um meine eigene Gelassenheit stetig zu üben.
Vielleicht haben Sie ja Lust mitzuüben. Ich stelle Ihnen meine Strategie in meinem heutigen Eintrag einfach mal vor… Dann können Sie sich noch immer entscheiden :o) .

• Regelmäßig 10 Minuten Zeit nur für mich da sein – und vielleicht für ein Stück Schokolade, oder in meinem Fall Nüsse (da ich Schokolade nicht besonders mag)
• Ich schalte mein Handy dazwischen immer wieder mal in den Flugmodus und bin einfach offline
• Ich ernähre mich gesund – und gehe ganz bewusst und entspannt einkaufen und freue mich darauf mir am Abend was feines zu kochen
• Ich verabrede mich wieder öfter mit lieben Freunden (und arbeite nicht ganz pflichtbewusst bis spätabends, bis alles fertig ist – läuft ja eh nicht weg)
• Ich erkunde immer wieder mal was neues – neue Spazierwege, neue Bücher, neue Rezepte, etc..
• Ich sage auch mal nein, wenn ich auf etwas keine Lust habe und mache es nicht nur den anderen zuliebe
• Ich versuche regelmäßig 7 bis 8 Stunden zu schlafen – wenn es in der Nacht mal nicht so gut klappt, erlaube ich mir auch tagsüber einen Powernap
• Ich bewege mich – ich gehe viel zu Fuß und powere mich auch regelmäßig richtig aus
• Ich bleib so wie ich bin und akzeptiere mich selbst. Mit all meinen Stärken und Schwächen. Das ist nämlich das wichtigste Prinzip für meine eigene innere Gelassenheit. Ich selbst sein!

Mir geht’s richtig gut…

…seit dem ich mir wieder mehr Zeit für mich selbst nehme und ich zudem konsequent dahingehende Prioritäten setze.

Wir leben heute in einer Welt, in der Zeit zu etwas ganz Besonderem geworden ist. Und trotzdem gehen wir leider oftmals nicht richtig mit unserer Zeit um. Weil unsere Welt auch wahnsinnig leistungsorientiert geworden ist. Dinge wie Job Titles, Karriere und Luxusgüter sind zu Statussymbolen geworden und eine ausgeglichene Work-Life-Balance fast schon etwas wie Schwäche, da wirklich erfolgreiche Menschen nun mal eben keine Zeit haben…

Die eigene Work-Life-Balance wird dann im Zuge eines Ayurveda Aufenthalts auf Sri Lanka, oder eines Yoga Retreats auf Indien aufgetankt und zurück ins „Gleichgewicht“ gebracht. Komprimiert auf einen zweiwöchigen Aufenthalt. Oftmals in Begleitung des Handys, um die wichtigsten Mails zwischendurch schon auch immer wieder einmal „checken“ zu können.

Ich gebe zu selbst auch viele Jahre lang genau so gewesen zu sein. Wenn einmal über einen Zeitraum von 30 Minuten kein Mail kam habe ich mir manchmal über Gmail selbst Mails geschickt um zu testen ob mit dem Server wirklich alles in Ordnung ist…
Dieses Verhalten habe ich mittlerweile erfolgreich abgelegt – gewisse Luxusgüter genieße ich noch immer… Sehr sogar.

Was sich aber definitiv verändert hat ist mein eigenes Verhalten zu Arbeit, Zeit und mir selbst.
Und zwar seitdem ich begonnen habe zu reiten. Sobald ich im Reitstall angekommen bin gibt es für mich kein Handy, keine Erreichbarkeit, kein gar nichts. Da bin ich einfach nur noch im hier und jetzt und genieße meine Zeit mit den Pferden.
Auch, wenn ich zugegebenermaßen als Anfängerin hier nicht immer in meiner Komfortzone bin. Ganz im Gegenteil. Es ist aber trotzdem unbeschreibich schön mit den Tieren arbeiten zu dürfen. Auch das Putzen der Pferde und das Wegräumen der Pferdeäpfel ist schön. Ehrlich. Das klingt für alle „Nichtreiter“ wahrscheinlich total eigenartig. Ist aber wirklich so. Und wenn ich von meinem Pferd, für welches ich an diesem Tag zuständig bin und reiten darf, dann auch noch Kuscheleinheiten bekomme bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt. Da bleibt überhaupt keine Zeit an irgendwelche unangenehmen Dinge zu denken.

Und später, zurück im Auto und auch wieder zurück im Alltag, freue ich mich richtig wenn wenige Mails (oder am besten gar keine) auf meinem Handy aufleuchten.
So können Hobbies das ganze Leben verändern. Auch, wenn es in meinem Fall aktuell nur 1-2mal in der Woche der Fall ist. Diese Zeit gibt mir unendlich viel Kraft für alle anderen Herausforderungen.

Neues aus der leichten Genussküche

Gurken-Reissalat mit Shrimps

Nachdem in der Früh die Vögel schon wieder zu zwitschern beginnen und die Tage langsam wieder länger werden hatte ich heute Lust auf einen Salat.

Dafür habe ich einen 2-Minuten-Naturreis (für die Mikrowelle) verwendet, Snackgurken klein geschnitten und (nach dem Auskühlen des Reises) beides in einer Schüssel vermengt. Für einen schönen mediterranen Geschmack habe ich dann noch einen grob geschnittenen Parmesan untergehoben – der sich durch die Restwärme vom Reis geschmacklich toll entfaltet hat.

Parallel dazu habe ich in einer Pfanne mit Olivenöl, Ingwer, frischem Chili und etwas Honig Shrimps angebraten und mit bisschen Gemüsebrühe abgelöscht und einige Minuten schön vor sich hinköcheln lassen.

Der, beim Braten entstandene, Saft diente dann zugleich auch als Salatmarinade.

Zuletzt habe ich die Shrimps noch mit Reis, den Gurken und dem Parmesan vermischt und alle Zutaten mit etwas Zitronenöl, Salz und Pfeffer verfeinert.

Den Salat habe ich dann bei einem schönen Glas Weißwein und italienischer Musik so richtig genossen und bin während dem Essen in Gedanken schon in Italien am Strand gesessen. Schöööön! In Vorfreude auf meinen, im Frühjahr geplanten, Jesolo-Kurzurlaub. Der beim Essen heute fast schon ein bisschen begonnen hat :o) .

Bei sich selbst anfangen und dann erst auf die Anderen schauen…

Geht es Ihnen auch so, dass Sie immer zuerst an die Anderen denken und schauen, dass es allen Menschen in Ihrer Umgebung gut geht, bevor Sie dann erst irgendwann später mal beginnen auch auf sich selbst zu schauen?

Zuerst wird darauf geachtet, dass jeder was zu essen bekommt, der Haushalt in Ordnung ist, im Büro alles läuft, die Kollegen nicht überlastet sind und wenn doch von Ihnen rundum versorgt und entlastet werden, der Kühlschrank voll ist – am besten zu Hause und im Büro, etc..

Und abends fallen Sie dann todmüde ins Bett und können sich selbst eigentlich gar nicht wirklich beantworten was Sie heute für sich selbst getan haben. Wie auch… meistens bleibt für einen selbst ja gar keine Zeit mehr…

Damit sollte jetzt Schluss sein! Wie sagte schon der schweizer Gesundheitsökonom Gerhard Kocher so schön „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“. Stimmt! Deshalb sollten Sie unbedingt beginnen auch wieder viel mehr auf sich selbst zu schauen.

Wenn ich Sie jetzt einlade einmal ganz gezielt zu reflektieren, wie Sie andere behandeln und wie sich selbst? Sehen Sie Unterschiede? Und wenn ja – …und davon gehe ich fast aus…- sehen Sie jetzt auch wie wenig Sie für sich und wie viel Sie für andere tun?

Das ist nun eine Frage der Selbstwertschätzung- ob Sie hier ab sofort etwas ändern wollen.

Ich selbst bemerke bei mir jedenfalls manches mal eine gewisse Unzufriedenheit, wenn ich merke wie viel ich für andere tue – wie wenig aber zurückkommt. Und dann passiert es, dass ich den Eindruck habe zu wenig, bis teilweise gar keine, Wertschätzung zu bekommen (meine eigene Familie ausgenommen). Und dann werde ich grantig.

Das nützt aber niemanden was. Weder mir selbst und auch den anderen nicht – die ja meistens gar nicht sehen, oder wahrnehmen können, warum ich überhaupt grantig bin. Würden sie es sehen, würden sie ja hoffentlich was ändern (ich bin und bleibe ein unheilbarer Optimist).

Deshalb… habe ich schon vor einiger Zeit begonnen regelmäßig was für mich zu tun. Für mich ganz alleine! Ich koche mir was schönes, trinke ein gutes Glas Wein dazu, höre entspannte Musik, lese gerne, mache wunderschöne weite Spaziergänge und habe zu reiten begonnen.
Und das mache ich alles alleine und ausschließlich für mich. Auch ohne Handy. Das würde dabei nämlich definitiv stören. Irgendjemand braucht ja ohnehin immer was. Aber ich brauche dazwischen Zeit für mich! Um dann auch wieder mit ganzem Herzen für alle anderen da sein zu können.

Das sollten Sie unbedingt auch mal ausprobieren :o) !

Beruf kommt von Berufung…

Können Sie sich noch daran erinnern wie alt Sie waren, als Sie sich für Ihren heutigen Beruf entschieden haben?
Bei mir war das damals die herausforderndste Zeit meines Lebens – und ich befürchte auch im Leben meiner Eltern.
Meine Mutter hat damals immer gesagt, dass sie mir niemals etwas schlimmes wünschen würde nur später einmal pubertierende Kinder wie mich. Was soll ich sagen… ich habe bis heute keine eigenen Kinder bekommen…

Im Endeffekt geht es uns aber doch allen so. Wir sollten in einer Lebensphase, in der wir uns selbst erst einmal finden müssen, auch noch eine der allerwichtigsten Lebensentscheidungen treffen. Nämlich was wir für die nächsten mindestens 40 Jahre beruflich machen wollen. Tag ein Tag aus. Mit welcher Arbeit wir unseren Lebensunterhalt verdienen wollen und auch, wie unser Lebensstandard aussehen wird.

Leider sind wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wirklich reif genug für all‘ diese Entscheidungen und lassen uns deshalb viel zu leicht beeinflussen. Von Freunden, Lehrern, der eigenen Familie. Und plötzlich, einige Jahre später, denkt man vielleicht darüber nach, ob man damals tatsächlich den richtigen Beruf erwählt hat.

Ja, haben Sie. Damals war es bestimmt die richtige Entscheidung. Und was Sie heute und jetzt daraus machen liegt an Ihnen. Meine Großmutter hat immer gesagt „Nichts ist für ewig“. Und damit hatte Sie recht. Nirgends steht, dass Sie ein und dasselbe ewig machen müssen.

Bevor Sie nun aber in Selbstmitleid vergehen, dass Sie aus Ihrer Sicht eigentlich das ganz Falsche machen und Sie sich nicht entfalten können denken Sie doch einmal dann gezielt nach, was Sie sonst gerne machen würden. Und wie Sie das ab sofort in Ihren Alltag integrieren können.
Schritt für Schritt.
Man muss das eigene Leben ja nicht gleich komplett auf den Kopf stellen und kündigen. Gehen Sie ganz gezielt und in aller Ruhe in die Selbtsrfelexion und überlegen was Sie heute anders machen würden. Mit all‘ Ihren Erfahrungen und fernab der Pubertät. Wo sehen Sie selbst Ihre Berufung?

Und diese Erkenntnisse lassen Sie ab sofort sukzessive in Ihr Leben einfließen.
Auf Ettappen. Jeden Tag ein bisschen mehr. Bis Sie sich trauen den nächsten großen Schritt zu gehen und die eigene Berufung wirklich zu leben. Mit allen Konsequenzen. Es ist ja immerhin Ihr Leben und wir leben bekanntlich alle nur einmal. Machen Sie was draus. Und aus Ihrer Berufung!

Zuviel Stress macht krank

Wer kennt das nicht? Wir nehmen uns Dinge zu Herzen und dieses beginnt plötzlich ein bisschen zu stechen und zu stolpern. Wie fressen Dinge in uns hinein und bekommen Bauchschmerzen. Oder etwas geht uns nicht mehr aus dem Kopf und wir bekommen Kopfweh.

Alles Anzeichen von zu viel Stress. Anzeichen, mit denen uns unser Körper sagen will „Gönne uns doch bitte endlich wieder einmal mehr Ruhe und eine Auszeit“.

Eine solche Ruhephase muss auch gar nicht immer gleich im großen Stil organisiert werden. Dafür müssen wir keine Urlaube buchen und uns ins nächste Flugzeug setzen.
Ganz im Gegenteil! Dann wäre die Erholungsphase ja wieder komprimiert auf einen gewissen Zeitrahmen – der uns im Normalfall auch wieder stresst, weil wir versuchen alles in einen einzigen Urlaub zu verpacken. Yoga, Spazierengehen, gesunde Ernährung, ausschlafen und Schlaf nachholen, Massagen, etc.. Und schon wieder haben wir Stress. Denn auch ein Freizeitstress ist Stress…

Deshalb wäre es um ein vielfaches effizienter im Alltag etwas mehr für sich selbst zu tun. Mit regelmäßigen kleinen Auszeiten. Ohne Sport! Nur und ganz ausschließlich für die Seele.
Ein schöner Spaziergang. Das Reinhören in die Natur. Das Beobachten der Bäume im Wind. Das Zwitschern der Vögel.

Und dann nehmen Sie sich Zeit. Zum tiefen und ganz bewussten Ein- und Ausatmen. Zum Beobachten und Spüren des eignen Körpers.

In dieser Zeit können Sie dann, nach den ersten bewussten Atemzügen, auch schon mal beginnen in aller Ruhe um sich herumzuschauen. Was Sie hier alles von der Natur wahrnehmen. Blumen, Äste, Moos, etc..
Und um diese Eindrücke dann auch mitnehmen zu können und wie einen Anker für Ihr Gedächtnis immer wieder vor Augen zu haben sammeln Sie ein paar Eindrücke für zu Hause. Pflücken Sie ein paar Blumen, oder nehmen Äste mit heim. Alles mögliche was Ihnen gefällt und was Sie in Ihrer Wohnung, oder in Ihrem Büro kreativ in eine Vase stellen können.
So haben Sie nicht nur positive Nachwirkungen Ihrer kleinen Auszeit sondern auch gleich eine wunderschöne, stets der Jahrezeit angepasste, Dekoration. Und diese wird jetzt dann im Frühling auch noch von Woche zu Woche schöner und bunter. Leben Sie mit den Jahreszeiten und lernen Sie sich in der Natur nur auf die Natur zu konzentrieren. Für sich selbst und ganz besonders für Ihre Gesundheit.

Neues aus der gesunden Genussküche

Stangensellerie-Salat mit Cottage Cheese

Manchmal muss es einfach schnell gehen. Dann ist die Gefahr,dass die gesunde Ernährung auf der Strecke bleibt, natürlich besonders groß.
Wenn man nach einem anstrengenden Tag noch einkaufen geht und fast nur mit geschlossenen Augen an der Brotabteilung vorbei kommt um nicht gleich voller Heißhunger in eine Breze zu beißen.

Um dieser „übermütigen“ Breze dann aber doch noch widerstehen zu können nehme ich persönlich mir im Eingangsbereich aus der Obstabteilung gleich einmal eine Banane mit. Die nimmt mir den ersten Heißhunger und tut meinem Körper um ein vielfaches besser als ein Laugengebäck.
Außerdem liefert mir die Banane neue Energie und tut zudem auch noch meinem Stoffwechsel gut.

Trotz des für’s erste dann gestillten Heißhungers sollte es zu Hause aber trotzdem nicht mehr allzu lange dauern, bis ich etwas zu Essen bekomme.

Deshalb mache ich mir an solchen Abenden einen Express-Salat. Die Zubereitung ist innerhalb von fünf Minuten abgeschlossen und ich kann mich hinsetzen und genießen.

Dafür schneide ich einen Bund Stangensellerie nach dem Abwaschen klein und vermische das Gemüse dann nur noch mit Olivenöl, groben Salz, Pfeffer und einer Portion Cottage Cheese.

Wenn ich mir die Zeit dann noch nehme koche ich, während ich ins Bad gehe um es mir danach ganz gemütlich zu machen, noch ein paar Kartofferl dazu. Da muss ich nicht dabei stehen bleiben und nicht umrühren – die kochen sich sozusagen fast von selbst. Somit habe ich auch gleich noch etwas Warmes.

Und den restlichen Salat nehme ich mir am nächsten Tag als Mittagessen mit. 

Ich hab‘ die Welt, die ich sehe, selbst erfunden

Kennen Sie das auch, manche Dinge schon im Vorfeld einzuschätzen und zu werten.
Sie schreiben beispielsweise ein Mail an jemanden und wissen beim Schreiben schon, dass Sie ohnehin wieder keine Antwort bekommen werden.
Trotzdem schreiben Sie das Mail, weil es für Sie persönlich einfach wichtig ist.

Ich beobachte das bei mir selbst auch immer häufiger. In den letzten Jahren habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es viel mehr unzuverlässige Menschen gibt als früher.
Man wird teilweise von Personen richtig negiert.

Das hat mich nun vor zwei Möglichkeiten gestellt. Entweder verbittere ich immer mehr, weil ich es, ob meines enorm ausgeprägten Gerechtigkeitssinns, nicht akzeptieren kann und will, dass sich Menschen mir gegenüber so wenig wertschätzend verhalten und sich einfach „Tod stellen“.
Oder fortan selbst einfach auch mit einer gewissen Ignoranz zu agieren.

Gut… ich weiß, dass sich manche Dinge nun mal eben einfach nicht so entwickeln, wie wir uns das wünschen. Deshalb aber aufgeben? Oder sich selbst zum Negativen verändern? Nein, ganz bestimmt nicht! Das ist mit Sicherheit keine Lösung!

Unangenehme Erfahrungen bringen uns oft dazu Dinge immer negativer zu sehen. Das ist eine Art Selbtschutzmechanismus unserer Seele. Dieser Schutzmechanismus ist jedoch leider auch ganz eng verbunden mit Verbitterung. So finden Sätze wie „Das muss ich erst gar nicht probieren, das wird ja sowie wieder nichts“ Platz in unseren Köpfen.

Was aber unendlich schade ist. Da wir so letztendlich auf viele Möglichkeiten verzichten und uns im Laufe der Zeit zudem auch immer mehr einigeln und zumachen.
Und warum? Nur weil wir die eine, oder andere, negative Erfahrung machen mussten.

Ja… das ist unangenehm. Gehört aber leider dazu. Im Endeffekt könnte wahrscheinlich auch niemand von uns radfahren, wenn wir nicht als Kinder gelernt hätten immer wieder aufzusteigen. Notfalls auch mit blutigen Knien.

Ich finde jedenfalls, dass wir uns alle nicht unterkriegen lassen sollten. Niemals! Egal wie steinig ein Weg auch manchmal sein mag. Und mit wievielen Hürden wir zu kämpfen haben. Wenn es der richtige Weg ist, wird es irgendwann klappen. Und wenn nicht, wird uns unser Weg bis zu dieser Erkenntnis beim nächsten Abbiegen auf einen neuen Weg garantiert viele Weisheiten mitgeben. Denn im Endeffekt trägt jeder Stolperstein auch wieder zu unserer eigenen Persönlichkeitsentwicklung bei.

Deshalb sollten wir es, wie ich finde, alle so machen wie Pippi Langstrumpf es uns schon in unserer Kindheit vorgelebt hat: „Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“.
Und bevor wir beginnen, ob unserer schlechten Erfahrungen, immer negativer zu denken, sollten wir wieder lernen loszulassen und dankbar zu sein, die Welt trotz allem immer so sehen zu können, wie wir das selbst wollen.

Die Kraft des Nichtstuns

Ist es nicht unendlich schön einmal gar nichts zu tun?

Am Wochenende in der Früh einfach länger im Bett liegen zu bleiben und nur aufzustehen um sich einen großen Café au lait zu holen? Und später am Nachmittag einen Film mit Peter Alexander und Gunther Philipp anzusehen und sich ganz gemütlich einzukuscheln.

Gerade jetzt im Winter sollten wir unseren Körper regelmäßig mit „Nichtstun“ verwöhnen. Nicht umsonst igeln sich die meisten Tiere im Wintermit genügend Vorräten ein und schonen ihre Ressourcen und ihre Energie.

Wir leben heute in einer Zeit in der es mittlerweile viermal so viele burnout- und depressionsbedingte Krankheitstage gibt wie noch Ende der 90er Jahre.
Und das oftmals genau deshalb, weil wir verlernt haben neben dem ganzen Stress und allen Anforderungen die täglich auf uns einprasseln auch auf uns selbst zuschauen.
Und auf unser eigenes „Kinder Ich“ zu achten.

Wissen Sie noch wie schön es früher war, sich nach den erledigten Hausaufgaben vor den Fernseher setzen zu dürfen, oder zum Spielen zu gehen. Einfach all‘ die schönen Dinge zu machen, die wir gerne machen. Ohne schon wieder an die nächsten Hausaufgaben und Verpflichtungen zu denken.

Genau diese Zeit müssen wir wieder lernen uns nun auch selbst zu erlauben. Und unser eigenes, oftmals viel zu ausgeprägtes, autoritäres Eltern-Ich zurückzunehmen.
Dieses autoritäre Eltern-Ich ist nämlich der Zustand, der dafür verantwortlich ist, dass wir vor lauter Pflichtbewusstsein häufig, bis schlimmstenfalls sogar ständig, auf unsere eigenen Erholungsphasen vergessen.

Ja… manches Mal sogar so weit gehen, dass wir unsere Freizeit dann auch wieder nutzen um unseren eigenen hohen Anforderungen gerecht zu werden und anstatt gemütlich ins Kino zum Joggen gehen.

Versuchen Sie doch wieder einmal auf Ihr inneres Kind zuhören fragen Sie sich selbst, was Sie wirklich gerne wieder einmal machen möchten. Zum Beispiel gleich morgen am Sonntag. Wenn Sie ganz ohne Pflichtbewusstsein entscheiden dürften, was Sie gleich nach dem Aufwachen in der Früh am liebsten täten. Was antwortet Ihnen da Ihre innere Stimme?

Machen Sie genau das dann auch. Wenn Sie Lust haben mit einer Tasse Café au lait im Bett zu frühstücken tun Sie’s. Wenn Sie eigene Kinder haben erlauben Sie denen doch einstweilen einmal schon am Vormittag fernsehen zu dürfen. Oder frühstücken Sie gemeinsam im Bett. Ganz egal, ob dann Brösel auf dem Leintuch sind…
Ein Leintuch kann man waschen – die positiven Erinnerungen bleiben für immer.