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Manche Dinge kann man nun mal eben nicht ändern…

Oftmals kommen wir alle mal in Situationen, die wir einfach nicht akzeptieren wollen.
Kleinigkeiten… Wie eine rote Ampel, wenn wir es eilig haben, ein Zimmernachbar im Hotel der nach unserer Einschätzung viel zu laut fernsieht, jemand im Theater der uns die ganze Sicht nimmt,… diese Liste könnte ich jetzt noch lange weiterführen.

Ebenso wie eine Liste rund um das Verhalten anderer Personen. Mit denen wir vielleicht im engeren Sinn, in der Familie, oder im Job, immer wieder zu tun haben und uns regelmäßig über deren Verhaltensweisen ärgern. Nämlich deshalb, weil sie so gar nicht unserem Charakter und unserer eigenen Herangehens- und Verhaltensweise entsprechen.

All das sind Dinge die uns das Leben richtig schwer machen können. Besonders dann, wenn wir beginnen uns in diese Dinge reinzusteigern. Und nur noch darauf warten, dass jemand etwas sagt, oder tut, von dem wir schon wissen, dass es uns wieder ärgern wird.
Oder wir eine ganze Theateraufführung, die eigentlich wunderschön wäre, lang nur darauf warten wann sich der Störenfried vor uns das nächste Mal bewegt und wir uns dadurch zusehends von Minute zu Minute noch mehr gestört fühlen.

In Wirklichkeit ist das natürlich auch völlig legitim sich über das alles zu ärgern. Aber… es bringt im Endeffekt nichts. Außer, dass Sie eine schöne Theateraufführung verpassen und sich am Sonntagabend schon über die Kollegin ärgern, weil Sie da schon davon überzeugt sind, dass sie Ihnen am Montag wieder auf die Nerven gehen wird.
Genauso wie Sie beim Einchecken in ein Hotel schon die Fehler suchen können, mit denen Sie ohnehin fix rechnen.

Das Blöde daran ist nur, dass all‘ diese Dinge dann auch tatsächlich eintreten werden. Sie werden im Hotel etwas hören, selbst wenn es nur am Gang ist, die Ampel wird ganz sicher nicht rot, auch wenn Sie unbedingt auf ein wichtiges Mail antworten wollen, oder es eilig haben,  und die Kollegin wird mit absoluter Sicherheit etwas tun, was Sie unglaublich stört.

Und was soll das bitte alles bringen? Sie haben recht… NICHTS! Es bringt Ihnen überhaupt gar nichts…

Deshalb versuchen Sie doch mal alle Störfaktoren so zu akzeptieren wie Sie sind. Und sie einfach auszublenden. Denn alles, was wir nicht selbst ändern können, müssen wir doch irgendwie auch nur akzeptieren und ausblenden, oder?

Jetzt stellt sich nur noch die Frage ob wir uns diesen Prozess bewusst schwer machen wollen, oder doch lieber lernen die Dinge so zu akzeptieren wie sie nun mal eben sind und unser eigenes Leben dadurch aber viel unkomplizierter und leichter zu machen.

Also ich plädiere ja definitiv für Variante zwei. Denn ändern kann ich es eh nicht und darüber ärgern mag ich mich auch nicht…
Ergo habe ich gelernt manche Dinge zu akzeptieren und mir dadurch mein eigenes Leben wieder viel lebenswerter zu machen.

Auf die eigene Intuition hören…

In Wirklichkeit weiß unser Bauchgefühl doch eigentlich immer was gut für uns ist, oder? Bei mir wäre das jedenfalls tatsächlich so, wenn ich nicht dem Wort „eigentlich“ hier so viel Macht geben würde und immer wieder darauf reinfalle meinem Kopf mehr zu glauben als meinem Bauch.

Was ein grober Fehler ist. Jedes Mal wieder… es gibt in Wahrheit nämlich keinen zweiten so unglaublich treffsicheren Ratgeber wie unsere eigene Intuition.

Die verrät uns alles über uns und unsere individuellen Bedürfnisse. Dafür müssen wir ihr aber zuhören. Und das ist eine Eigenschaft die wir alle immer mehr verlernen.

Nicht nur, was uns selbst betrifft, sondern auch unsere Umgebung. 

Mal ehrlich… hören Sie noch richtig konzentriert zu, wenn jemand mit Ihnen spricht, oder schauen Sie dazwischen auch immer wieder – mehr oder weniger unauffällig – auf Ihr Handy und lassen sich von Mails und verpassten Anrufen dann soweit ablenken, dass Sie gar nicht mehr wissen, um was es im Gespräch eigentlich gerade geht….

Zuhören ist eine Frage der Wertschätzung. Anderen gegenüber genauso wie uns selbst gegenüber.

Wenn wir wieder beginnen zu lernen auf unsere Intuation zu hören werden wir zukünftig ganz automatisch den richtigen Weg einschlagen, die richtigen Entscheidungen treffen und gut sein zu uns und unserem Körper.

Unsere Intuition verrät uns nämlich auch, wann und wie viel wir schlafen sollten, welche Form von Bewegung sich unser Körper in welchem Ausmaß wünscht und sogar welches essen uns gut tut und welches nicht.

Dafür braucht es keine Ratgeber, oder gar Listen voller Verbote was wir alles nicht mehr tun sollten, weil es uns angeblich nicht gut tut. Klar… manche Dinge wie Fast Food kombiniert mit einer großen Portion Mayo und einem Energydrink sollten wir nicht als neues gesundes Lieblingsmenü deklarieren. Das sagt uns aber ohnehin auch unser Hausverstand und zugleich auch unsere Intuition. Denn, auch wenn Sie jetzt vielleicht behaupten, dass ihr Körper unbedingt jeden Tag in der Früh einen Energydrink braucht um überhaupt erst einmal aufzuwachen, stimmt das so ganz bestimmt nicht.

Das ist ein Glaubenssatz der sich irgendwann in Ihren Gedanken eingenistet hat. Gepaart mit der Tatsache, dass Sie sich am Vortag wahrscheinlich nicht so ernährt und bewegt haben, wie es Ihnen Ihre tatsächliche Intuition, hätten Sie ihr zugehört :o) , gesagt hätte.

Wenn man beim Aufwachen nämlich erst einmal einen Energydrink braucht ist der Körper vom Vortag noch so ausgelaugt, dass er noch gar nicht bereit ist für den neuen Tag. Wenn die Intuition resigniert und stattdessen den selbst anerlernten Glaubenssätzen Platz macht. Dann, und nur dann, kommen solche Gedanken jetzt erst einmal irgendwas chemisches als Energiequelle zu brauchen. 

Oder auch Denkweisen wie… jedes Mal wenn ich mich ärgere brauche ich uuuuunbedingt ein großes Stück Schokolade… wer sagt das? Die arme Schokolade ganz bestimmt nicht. Die will nämlich nicht mit Ärger in Verbindung gebracht werden, sondern mit Genuss. Wenn Sie sich ärgern tut Ihnen ein Spaziergang an der frischen Luft viel besser. Ein Stück Schokolade sollte etwas Schönes sein. Ein Ritual, das Sie in vollen Zügen genießen. Und kein automatisiertes Ventil, wenn es Ihnen nicht gut geht. Dann sollten Sie lieber ein paar Cashewnüsse essen. Die tun Ihrem Körper und Ihren Nerven in so einer Situation nämlich definitiv viel besser. Fragen Sie beim nächsten Ärger doch einfach mal Ihr Bauchgefühl was es jetzt lieber möchte. Nicht Ihre Glaubenssätze! Nein… wirklich Ihre eigene Intuition…

Und dann genießen Sie den Spaziergang an der frischen Luft mit einem Sackerl Cashewnüsse und gewinnen Sie ganz in Ruhe Abstand zu all den Dingen die Sie gerade noch geärgert haben.

Wenn Sie lernen so zu agieren, werden Sie ganz schnell merken, dass Sie weder den Energydrink, noch die Schokolade als Seelentröster brauchen. Dann lernen Sie nämlich von ganz alleine auf sich selbst aufzupassen. Und es wird Ihnen gemeinsam unglaublich gut gehen.
Ihrer Intuition und Ihnen :o) .

Ich hab‘ meinen inneren Kritiker jetzt einfach fristlos gekündigt

… und das fühlt sich großartig an. Dieser ungebetene Mitbewohner war nämlich echt mühsam. Und hat sich permanent in alles eingemischt. Einfach so. Obwohl ich ihn nie – so überhaupt gar NIE – um seine Meinung gebeten habe. Er war ständig da. In der Früh ist er täglich schon etwas vor mir aufgewacht um mich dann unsanft, etwas später, auch zu wecken. Jeden Tag gleich mit irgendeinem Vorwurf.

Ständig hatte er die Frechheit mir Gedanken zuzuflüstern, die kein Mensch hören will. Ich zumindest mit Sicherheit nicht. Jedes Mal wenn ich begonnen habe stolz auf eine erledigte Arbeit zu sein hat er mir gesagt, was aus seiner Sicht alles noch nicht passt. Oder wenn ich beim Sport war und mir überlegt habe, dass ich für heute schon weit genug gelaufen bin, sagte mir mein innerer Kritiker, dass wir ja wohl noch nicht aufhören wollen uns zu bewegen. Auch beim Essen war er omnipräsent und hat mir ständig Dinge ins Ohr geflüstert wie „Iss das lieber nicht. Das wird dir nur wieder zu viel. Oder du nimmst zu.“ Alles völlig überflüssige Bemerkungen. Ich bin ja wohl echt alt genug selbst zu wissen was ich tue. Und auch was ich esse. Und auch was nicht.

Deshalb habe ich diesen mühsamen Zeitgenossen jetzt endgültig gekündigt. Fristlos. Ich hab‘ ihm einfach seine Koffer vor die Türe gestellt. Ohne jede Vorwarnung. Sonst hätte er sicher rechtzeitig ein Hintertürchen gesucht um sich unauffällig wieder einzunisten.

Das spielt es aber nicht mehr! Meine Türe ist zu. Für immer. Dieser schräge Vogel hat es sich jetzt lange genug bei mir gemütlich gemacht. Und es mir nie gedankt. Nicht einmal.

Wenn auch Sie beginnen wollen Ihr Leben wieder zu genießen, sollten Sie das auch machen. Es ist unglaublich befreiend und schöööön diesen mühsamen Mitbewohner vor die Türe zu setzen.

Ich hab` es mir jetzt in der Zwischenzeit in meinem eigenen „zu Hause“ wieder richtig gemütlich gemacht. Hin und wieder schaue ich noch beim Fenster raus und sehe ihn draußen schmollen. Das stört mich aber überhaupt nicht. Dafür ist mein Leben ohne meinen inneren Kritiker viiiieeeel zu schön. Plötzlich macht mir auch alles wieder mehr Freude. Meine Arbeit, mein Essen, mein ganzes Leben. Weil ich diese mühsame Stimme was alles noch besser, oder auch prinzipiell anders, ginge nämlich mundtot gemacht habe. Endlich. Und für immer. Jetzt ist die Welt wieder richtig schön rosarot und unbeschwert. Adieu mein Freund. Mach’s gut. Ich werde dich sicher nicht vermissen.

Ich kann noch so viel mehr…

… stehe mir aber leider viel zu oft selbst im Weg, weil ich neue Dinge dann einfach doch nicht ausprobiere. Nur aus Vorsicht und Angst heraus.

Wir bleiben alle viel zu häufig in unseren alten Verhaltensmustern hängen, weil wir uns hier schon sehr sicher und geborgen fühlen. Und wissen, alles richtig zu machen.

Aber ist das wirklich ein Grund die eigene Neugierde und das Verlangen nach Abwechslung aufzugeben? Nur aus der Angst heraus nicht zu wissen, wie sich das Neue anfühlen und entwickeln wird?

Nein… das ist definitiv kein Grund! Das Leben ist doch viel zu kurz für permanente Routine.

Trauen Sie sich selbst wieder mehr zu! Was wollten denn zum Beispiel Sie, ganz persönlich, schon immer gerne mal machen?

Wir alle haben so unendlich viele Potenziale tief in uns verankert. Und wir könn(t)en damit alles erreichen, was wir uns wünschen. Aber nur, wenn wir es auch selbst proaktiv anpacken. Von alleine werden die Dinge nämlich (leider) bestimmt nicht passieren. Das kann ich Ihnen aus eigenen Erfahrungen heraus garantieren.

Was jedoch sehr wohl von alleine passiert ist. Nichts… Es bleibt alles beim Alten. Und Sie verpassen Ihre neuen Chancen ganz einfach. Jeden Tag… Und das nur, weil Sie sich vielleicht von eigenen Gedanken wie „Das schaff‘ ich ja sowieso nicht“, oder, „Ich würd‘ schon gerne, aber…“ abhalten lassen.

Aber… mal ehrlich… das ist schon echt blöd, oder?
Denn in Wirklichkeit wissen Sie selbst ja ganz genau was Sie können. Sie müssen es sich nur noch zutrauen. Und umsetzen.

Diesbezüglich habe ich jetzt noch eine wirklich gute, um nicht zu sagen, fantastische, Nachricht für Sie. Nachdem der Wunsch aus Ihrem eigenen tiefsten Inneren kommt wird es auch ganz bestimmt mit der Umsetzung klappen. Ihr Unterbewusstsein weiß nämlich schon, dass Sie es können. Sonst würde es solche Gedanken und Ideen erst gar nicht in Ihr Bewusstsein schicken.

Seien Sie also mutig und werden Sie sich selbst dessen bewusst, dass Sie noch soooo viel mehr können. Also machen Sie es auch! Und zwar gleich! Nicht erst irgendwann….

Neues aus der gesunden Genussküche

Quinoa Salat mit Stangensellerie, Kichererbsen und Chili-Garnelen

Nachdem der Frühling schon die ersten zarten Schneeglöckchen zum Vorschein bringt hatte ich heute richtig große Lust auf einen Salat, der die gute Laune hebt und wunderbar nach Urlaub schmeckt.

Dafür habe ich eine große Handvoll tiefgekühlte Garnelen in einer Pfanne mit Olivenöl erhitzt.
In der Pfanne habe ich zuerst noch ein paar Zwiebelstückchen, Chili und Ingwer (beides grob gehackt) erhitzt.
Dann die Garnelen dazu und mit etwas Gemüsebrühe und einem Teelöffel Honig langsam vor sich hingeköchelt.

In der Zwischenzeit habe ich den Stangensellerie klein geschnitten und abgewaschen. Ebenso hab‘ ich die Kichererbsen (in diesem Fall vorgegarte von Spar Vital) abgespült und beides in eine große Schüssel geben.
Zusätzlich habe ich noch eine Dose Quinoa untergehoben
(auch hier habe ich mich für ein Produkt von Spar Vital entschieden – bereits genussfertig :o) ).

Alle Zutaten (in der Schüssel) habe ich dann schon einmal etwas mariniert. Mit Oliven- und Zitronenöl, Salz, Pfeffer und auch noch ein bisschen Gemüsebrühe.

Zum Schluss habe ich dann noch die Garnelen beigemengt. Mit dem Rest des Suds der beim Kochen entstanden ist und durch Ingwer, Honig und Chili eine richtig schön feine Konsistenz bekommen hat.

Alles schön durchgemischt. Etwas frischen Koriander und ein paar Erdnüsse obendrauf. Fertig. Und sooo lecker – und zudem auch praktisch. Da ich so morgen auch gleich schon ein Mittagessen zum Mitnehmen in die Praxis habe.

Meine Zahnschiene und ich… oder… Wie geht eigentlich loslassen… ?

Das mit dem Loslassen ist so eine Sache. Meistens leider eine etwas unangenehme. Zumindest für mich.
Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die alles immer mit einem durchaus ausgeprägten Maß an Ehrgeiz machen. Ja… sogar die Sache mit dem Loslassen versuche ich dann fast ein bisschen verbissen und ehrgeizig. Untermauert durch einen inneren Dialog der in etwa so aussehen kann:

„Jetzt hör‘ doch endlich mal auf zu denken und lass einfach mal los. Das kann doch echt nicht so schwer sein. Ich muss nur irgendetwas visualisieren und ein- und ausatmen. Einatmen… Mist… da war noch was.. ich hab‘ vergessen, das Mail von vorhin zu beantworten. Ausatmen… Irgendwie klappt das nicht… Wie tun da anderen… Warum kann ich das nicht? Was war da jetzt mit dem Mail… Ich geh‘ lieber wieder Arbeiten. Das mit dem Loslassen wird ohnehin überbewertet. Das passt einfach nicht zu mir…“

Sie sehen… Eine Expertin für’s Loslassen bin ich nicht. Noch nicht!

Ich werde das jetzt nämlich üben. Wenn auch, zugegebenermaßen, nicht ganz freiwillig… Die Sache ist nämlich leider wirklich ernst. Meine Schwäche beim Loslassen verfolgt mich mittlerweile nämlich anscheinend bereits bis tief in die Nacht. Das muss man sich ja erst einmal vorstellen. Mir selbst wäre das ja gar nicht aufgefallen. Weil ich, zum Glück, immer sehr gut schlafen kann. So dachte ich, als Psychologin, bis dato auch völlig stressfrei – wenn das in der Nacht so gut klappt, kann es ja tagsüber eigentlich auch gar nicht so hoffnungslos sein.

Bis mich mein lieber Herr Zahnarzt darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich in der Nacht anscheinend mit den Zähnen knirsche. Und das, wie sollte es anders sein, selbstverständlich auch durchaus ehrgeizig. Ich bekam also eine Zahnschiene. Schauderbar….

Es gibt dann schon so Momente im Leben wo man weiß, dass man langsam aber sicher erwachsen wird. Nämlich, wenn man am Abend plötzlich mindestens fünf Minuten länger braucht als früher. Da macht man dann – ich zumindest – solche Dinge wie: eine Augencreme auftragen und einklopfen, zwei bis drei Turnübungen für den Rücken, den Körper eincremen, auf das linke Knie Tigerbalsam auftragen. Und…, seit neuestem, eine Zahnschiene in den Mund schieben.

Das mit der Zahnschiene hätte ich jetzt ein paar Tage lang auch wirklich probiert. Ehrenwort. Obwohl ich sie nicht mag. Nein, überhaupt gar nicht! mag trifft es besser. Ich empfinde dieses Ding als absolut unbequem und als Strafe meines Zahnarztes meiner Person gegenüber. Obwohl ich meinen Zahnarzt sonst echt gerne mag. Aber eben nur sonst…

Nun hat sich die Sache mit der Schiene aber, sozusagen über Nacht, von ganz alleine auch schon wieder erledigt. Ich habe sie nämlich durchgebissen. Nicht absichtlich… Das hätte ich mich gar nicht getraut… Meine armen Zähne. Aber… mein Unterbewusstsein hat das völlig lösungsorientiert für mich übernommen.

Immerhin habe ich ja auch Zeit meines Lebens gelernt, dass man sich im Leben durchbeißen muss. Und ja… ich habe diesen Familiengrundsatz sichtlich ganz tief in meinem innersten verankert. Vielen Dank, liebe Mama, lieber Papa….

Die Quintessenz dieses zahnärztlichen Feldversuchs an meiner Person ist für mich jetzt jedenfalls einmal definitiv keine neue Zahnschiene mehr anfertigen zu lassen.

Und…. Und das ist das Wichtigste überhaupt… fortan jeden Tag gaaaaaanz brav – aber vielleicht schon auch ein bisschen ehrgeizig…. – versuchen sukzessive immer mehr loszulassen. Und den Ehrgeiz nicht mehr soooo sehr in den Vordergrund zu stellen. Das wird schon klappen. Heute habe ich meinen Tag jedenfalls gleich schon mal mit einer Atemübung begonnen. Das war dann so entspannend, dass ich fast vergessen hätte danach aufzustehen.

Na also…, wenn ich will, klappt das ja anscheinend eh schon ganz gut… 1:0 für mich…., mein liebes „Loslass-Programm“…

Für welche positiven Eigenschaften sind Sie besonders dankbar?

Wenn ich Sie jetzt ganz spontan frage, was Ihre positiven Eigenschaften sind?

Was antworten Sie? Welche positiven Eigenschaften fallen Ihnen selbst ganz spontan ein?

Und jetzt machen wir den Test…. Ich stelle Ihnen dieselbe Frage. Diesmal jedoch bezogen auf Ihre negativen Eigenschaften. Auf alle Dinge, von denen Sie selbst glauben, dass Sie nicht gut darin sind.

Mal ehrlich… Auf welche der beiden Fragen hatten Sie spontan mehr Antworten parat?

Wenn es Ihnen geht wie mir und vielen anderen Personen, dann leider auf Frage zwei.

Vor lauter Ehrgeiz und durch die enorme Getriebenheit von außen verlernen wir leider viel zu oft auf unsere Stärken zu schauen. Wir nehmen sie einfach hin. Als ob sie ganz selbstverständlich und nichts besonderes wären.

Dafür fokussieren wir aber um so mehr unsere Schwächen. Und definieren uns sogar oft darüber was wir alles nicht so gut können.

Fruchtbar! Damit machen wir uns doch nur selbst das Leben schwer. 

Deshalb stelle ich Ihnen die Frage nun noch einmal . 

  • Was sind Ihre positiven Eigenschaften und Stärken? 
  • Was mögen Sie an sich selbst und wovon wissen Sie, dass es auch andere Menschen mögen und an Ihnen schätzen?

Für die ganz schweren Fälle unter Ihnen, denen noch immer nichts einfällt… Fragen Sie Ihre Familie und Ihre Freunde. Welche positiven Eigenschaften die anderen an Ihnen schätzen und ganz besonders mögen.

Wie andere uns beschreiben gibt uns oft eine völlig neue Sichtweise auf unsere eigene Persönlichkeit. Weil wir häufig viel zu bescheiden sind uns selbst Komplimente zu machen. So sind die meisten von uns erzogen. Nicht überheblich sein zu dürfen.

Auf sich selbst stolz zu sein und zu wissen, was man gut kann, was andere an einem schätzen, hat aber überhaupt nichts mit Überheblichkeit zu tun. Sondern mit Selbstwertschätzung.

Solange wir uns nur darüber definieren was wir nicht so gut können ist das eine permanente Selbstdiskriminierung. Dadurch machen wir uns klein – und immer noch kleiner.

Anstatt mit gehobenem Kopf durch die Welt zu gehen und auch andere durch unsere Potenziale zu unterstützen gehen wir dann gebückt. Fast unscheinbar.

Machen Sie sich groß! Rücken Sie alles das was Ihnen Spaß macht und all‘ Ihre positiven Eigenschaften in den Vordergrund und erstrahlen Sie. 

Das Leben kann so schön sein, wenn wir lernen die positiven Seiten zu sehen. Und da ist es doch naheliegend gleich bei sich selbst anzufangen, oder?

Also… nehmen Sie sich die Zeit und beantworten jetzt nochmals ganz in Ruhe Frage eins. 

Für welche Ihrer positiven Eigenschaften sind Sie besonders dankbar?

Den eigenen Vorwurfskoffer für immer abstellen

Irgendwann im Leben kommen wir alle an einen Punkt an dem unsbewusst wird, was wir uns früher, in unserer Kindheit, alles anders gewünscht hätten. Was uns vielleicht sogar bis heute daran hindert so zu sein, wie wir es wirklich sind und sein wollen.

Weil wir von den Eindrücken und den Enttäuschungen, dass tiefverankerte Bedürfnisse von uns selbst, von unseren Eltern früher nicht ausreichend erkannt und gestillt wurden. Ein Umsatnd der uns bis heute prägt. Und zwar leider negativ prägt.

Wir leiten davon dann oft sogar für den Rest unseres Lebens Glaubenssätze ab. Jenachdem welche Erfahrungen wir als Kinder gemacht haben, haben wir vielleicht nie gelernt richtig zu Vertrauen, Nähe zuzulassen, oder auch Nähe zu geben, mutig zu sein, an uns selsbt zu glauben und darauf zu vertrauen nicht scheitern zu können.

Und dann passiert es oft, dass wir uns nicht nur in unseren negativen Glaubenssätzen verlieren, sondern auch darin, anderen Vorwürfe zu machen. Was früher nicht alles hätte besser sein können. Wie leicht und wunderbar unser Leben heute doch sein könnte, wenn damals, beispielsweise im Kindergarten, das Leben anders gewesen wäre.

Ja…, das kann schon sein. Aber… wir sind nicht mehr im Kindergarten. Also sollten wir uns auch nicht mehr so verhalten. Sätze wie „Er war’s…“, oder „Sie ist immer so gemein zu mir…“, bringen uns als Erwachsene nicht mehr voran. Als Kinder auch nicht. Aber da machen sie immerhin noch mehr Sinn. Zumindest für uns selbst ist es zu diesem Zeitpunkt wichtig und beschützt uns auf emotionaler Ebene zugleich auch vor Verletzungen von außen.

Heute aber, wo wir alle schon groß sind, sollten wir lernen uns anders zu beschützen. Und den Vorwurfskoffer von früher jetzt für immer auspacken und alle Inhalte für alle Ewigkeit wegschmeißen.

Dinge, die uns klein machen und behindern wir selbst zu sein, sollten wir definitiv nicht mehr ständig als Handgepäck mit uns herumschleppen.

Für’s Auspacken und Entsorgen sollten Sie sich nun aber noch einmal richtig viel Zeit nehmen. Und jeden Vorwurf, und daraus entstandenen Glaubenssatz, nochmals ganz genau beleuchten. 

  • Welche Vorwürfe anderen gegenüber begleiten Sie denn schon seit ganz langem?
  • Was hätten Sie sich in diesem Zusammenhang, damals gewünscht? Als Kind.
  • Und welche Glaubenssätze haben Sie davon abgeleitet und leben bis heute noch danach?

Vielleicht Sätze wie: „Das kannst du sowieso nicht, das musst du erst gar nicht probieren.“ Oder „Mach dich nicht lächerlich mit deinen Idee. So etwas braucht doch niemand“. Etc. 

Diese Liste ist leider unerschöpflich…

Aber das muss sie in Zukunft nicht mehr sein. Sie haben nämlich die Möglichkeit sich selbst sozusagen neu zu programmieren. Indem Sie Ihr Glück jetzt einfach selbst in Hand nehmen!

Dafür starten Sie bitte damit alle Glaubenssätze und Vorwürfe, die Sie aus dem Koffer herausgeholt haben, umzuformulieren.

Wenn Sie bis dato also davon überzeugt waren Dinge erst gar nicht ausprobieren zu müssen wandeln Sie diesen Satz ins Positive um.

„Ich schaffe alles, was ich mir vornehme. Ich bin stark und wertvoll und niemand wird mich von meinen Zielen abbringen.“

Machen Sie sich Ihre eigene Liste. Mit zwei Spalten.

Links schreiben Sie bitte all‘ Ihre negativen Glaubenssätze und Vorwürfe auf und rechts formulieren Sie alle um in eine neue, positive, Denkweise.

Die linke Spalte reißen Sie dann bitte ab und schmeißen Sie weg. 

Und die rechte Spalte lesen Sie sich ab sofort, für die nächsten vier Wochen, täglich beim Aufstehen und beim Schlafengehen durch. Jeden Tag!

Sie werden sehen wie schnell Ihr Kopf diese positive Einstellung übernehmen wird und wie großartig sich die Dinge plötzlich entwickeln werden. Und ganz besonders auch Sie selbst! Unsere Glaubenssätze beeinflussen nämlich auch unsere gesamte Persönlichkeit. Und zwar gnadenlos. Negativ wie positiv.

Also…. Denken Sie fortan nur noch positiv und schmeißen Sie Ihren Koffer der Vorwürfe und falschen Glaubenssätze für immer über Bord.