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Unsere unbewussten Glaubenssätze sind ein entscheidender Filter…

… für unsere eigene Wahrnehmung. Alle Einstellungen die wie im Laufe der Zeit uns selbst und anderen gegenüber eingenommen haben prägen unser Verhalten. In allem was wir tun.
Sie entscheiden sogar, wie wir zu uns selbst stehen. Wie wir uns als Person sehen und wahrnehmen. Finden wir uns schön, oder eher unscheinbar? Fühlen wir uns wohl in unserer Haut, oder glauben wir unbedingt etwas ändern zu müssen um so dann von außen mehr, oder sogar anders gesehen zu werden?

Diese Einstellungen übertragen wir auf alles und jeden. So beginnen wir immer mehr nach unseren  eigenen Kriterien zu bewerten und vor allen Dingen zu werten.

Dieses „werten“ passiert dann auch oft, unsere eigenen Glaubenssätze betreffend, ganz massiv gegen uns selbst. Entsprechen wir überhaupt unserem eigenen Ideal? Und wie sieht das aus? Woran wird diese Idealvorstellung  von jedem einzelnen festgemacht und gemessen?

Hier kommt nun ganz stark unser eigenes Elter-Ich ins Spiel. Wie gehen wir mit uns selbst um? Welche Erfahrungen haben wir als Kinder gemacht und bis heute tief in uns verankert?

All die Einstellungen, die sich bis heute eingeprägt haben, entscheiden dann oftmals über unser ganzes Leben. Über die Art und Weise wie wir uns persönlich behandeln. Selbstwertschätzend und liebevoll, oder autoritär und streng? Dürfen fünfe auch mal grade sein, oder muss immer alles perfekt und durchstrukturiert sein?

Wie streng wir mit uns umgehen entscheiden unsere Glaubenssätze. Haben wir gelernt aus dem fürsorglichen Eltern-Ich heraus auch für uns selbst zu sorgen werden wir in der Lage sein auf uns zu schauen, uns nicht zu überanstrengen und gut sowie achtsam für uns persönlich zu sorgen.
Haben wir das jedoch nicht gelernt gewinnt hier dann unser sogenanntes dysfunktionales Eltern-Ich. Und wir sind sehr streng zu uns und wollen immer perfekt sein. Dafür reglementieren wir uns selbst ganz massiv  um diesem Ideal zu entsprechen. Zudem erwarten wir das natürlich auch von allen anderen. Personen, die sehr autoritär mit sich selbst umgehen machen das auch mit ihrer Umwelt so. Was auf Dauer für alle beteiligten sehr herausfordernd und auch ausgesprochen mühsam wird.

Warum aber machen wir uns das Leben selbst oft so schwer? Alas Psychologin beschäftige ich mich mit dieser Frage beruflich so gut wie täglich und bin der Meinung, dass es fast niemandem bewusst ist, dass er / sie möglicherweise aus dem dysfunktionalen Eltern-Ich heraus agiert und sich dadurch das eigene Leben ungeheuer schwer macht. Es sind diese ganz tief verankerten eingespielten Verhaltensweisen die sich jeder von uns auf die eine oder andere Art selbst anerzogen hat. Und danach handeln wir dann. Tag für Tag.

Um sich dieser Verhaltensweisen nun aber überhaupt erst einmal bewusst werden zu können sollten wir lernen aufmerksamer zu werden und uns selbst zu beobachten. Denken Sie einmal ganz genau darüber nach was Ihre eigenen Ideale sind. Was ist für Sie „perfekt“? Und was davon dürfte möglicherweise auch ein bisschen weniger perfekt sein und würde Ihnen persönlich sofort mehr Freiraum bieten?
Nehmen Sie sich in den nächsten sieben Tagen vor alle Dinge, die Ihnen an sich selbst auffallen und von denen Sie den Eindruck haben, dass Sie hier schon sehr streng zu sich und zu anderen sind aufzuschreiben. Machen Sie sich eine Liste davon. Und nach diesen sieben Tagen beginnen Sie genau diese Liste sukzessive zu kürzen. Streichen Sie alle Punkte die Sie selber stören. Alles was Ihnen das Leben schwer macht und Sie in Ihren Entscheidungen und persönlichen Freiräumen einschränkt muss runter von der Liste. Streichen Sie all das dick aus und hängen die Liste dann an den Badezimmerspiegel, oder die Haustüre. Irgendwohin wo Sie ständig wieder vorbeigehen. So werden Sie so lange daran erinnert was Sie alles loslassen wollen, bis Sie die neuen Verhaltensweisen tief verankert und die alten einfach überschrieben haben. Das kann natürlich ein bisschen dauern.
Fangen Sie also gleich heute damit an. Umso schneller sind Sie am Ziel… Und dieses Ziel lohnt sich echt es zu erreichen. Sie werden sehen wieviel Spaß es Ihnen machen wird und wie unendlich befreiend es ist all‘ diese Dinge loszulassen.

Folge deinem Traum…

Das war heute das Thema eines Interviews im Radio. Ein Mann erzählte, dass er früher, während seiner Schulzeit, von seinen Lehrern und seiner Umgebung permanent verunsichert wurde, weil er immer nur absolut schlechte Noten hatte.
Heute ist er ein berühmter Wissenschaftler mit abgeschlossenem Doktorat und einer Professur.
Weil er nämlich, trotz aller negativen Außeneinflüsse, niemals aufgehört hat an seinen eigenen Traum zu glauben. Schön!

Ich hab‘ nach dem Interview dann noch lange nachgedacht und musste innerlich schmunzeln, da mich meine Lehrer auch nie ernst genommen haben und meine „entferntere“ Familie (wie Onkel und Tanten) schon befürchtete einen Hilfsfond für mich einrichten zu müssen, weil aus dem Kind, bei diesen schulischen Leistungen, ja nichts werden kann. „Wo soll das noch hinführen, die müssen wir sicher ein Leben lang durchfüttern….“

So weit kam es dann zum Glück aber nicht! Wer weiß auch, was mir die dann so zum Essen gegeben hätten? Zumindest Figurprobleme hätte ich mit Sicherheit nie bekommen…
Trotz des damals noch relativ glimpflichen Ausgangs der schulischen Gesamtsituation lebe ich meinen wirklichen Traum noch immer nicht richtig aus. Ich nähere mich zwischenzeitlich aber an. In großen Schritten. Die Verunsicherungen von außen, die wir in unserer Kindheit teilweise erfahren mussten,  machen uns, unsere Träume betreffend, das Leben nämlich auch als Erwachsene  oft mächtig schwer. Weil wir dadurch schon in der Kindheit beginnen Glaubenssätze zu entwickeln. Die wir ab dann permanent im Kopf haben und uns dadurch auch selber stetig klein machen.

Kennen Sie das vielleicht auch, dass Sie sich etwas Bestimmtes vornehmen und vor lauter Selbstzweifel, ob Sie sich das nun schon wirklich trauen sollten, oder ob Sie das auch tatsächlich schaffen werden, es dann lieber doch nicht tun? Weil wir im Zuge unseres inneren Dialoges tief verankert haben an uns selbst zu zweifeln.

Bildlich gesprochen haben Sie hier zwei aktive Mitgestalter in Ihrem Leben – wovon jeder der beiden auf je einer Ihrer Schultern sitzt. Um es noch besser und greifbarer beschreiben zu können möchte ich es Ihnen gerne basierend auf dem Beispiel einer Kollegin veranschaulichen. Stefanie Stahl beschreibt diese beiden „Mitgestalter“ sehr schön als unser Sonnen- und Schattenkind.

Sagen wir also mal das Sonnenkind sitzt auf unserer rechten Schulter. Dieses ist für alle positiven Erfahrungen und Erinnerungen in unserem Leben zuständig und würde unseren neuen Vorhaben völlig gestärkt und selbstbewusst entgegensehen und uns mit Gedanken wie „Klar, schaff‘ ich das. Ich hab‘ immerhin auch schon ganz andere Dinge hinbekommen“ von innen heraus motivieren.
Wenn da nur nicht das Schattenkind wäre. Prominent sitzend auf der linken Schulter. Dieses suggeriert uns dann alles Negative was es sich aus den vielen letzten Jahren gemerkt hat mit Sätzen wie „Lass das lieber, da machst du dich nur wieder lächerlich. Das schaffst du ja sowieso nicht. Das ist wieder viel Aufwand für nichts“…

Sie sehen, das Schattenkind ist massiv störend. Und unangenehm! Deshalb muss es weg! Und zwar ein für alle mal. Solange Ihr Leben nämlich sozusagen von der linken Schulter aus gesteuert und manipuliert wird, wird das mit Ihren Träumen nie richtig klappen können. Weil das Schattenkind uns immer davon abhalten wird uns selbst Dinge zuzutrauen und einfach auszuprobieren. Es zwingt uns in unserer abgesicherten rationalen Welt zu bleiben um ja nicht verletzt werden zu können. Das ist ja früher auch schon viel zu oft passiert, also sollen wir, aus Sicht unserer Schattenkindes, jetzt doch bitte vernünftig sein und endlich aufhören mit dem ganzen anderen Blödsinn wo ohnehin niemand weiß was dabei rauskommen wird.

Doch! Ich weiß es! Was seeeehr Schönes wird dabei raus kommen! Weil es nämlich Ihr und mein ganz eigener Traum ist um den es hier geht. Und auch, wenn es am Weg dorthin vielleicht einmal weh tun kann und Stolpersteine uns das Leben schwer machen. Völlig egal! Unser Sonnenkind hat genügend Energie, dass wir mit Sicherheit die Kraft haben werden alle Hürden beseitigen.
Wir müssen nur zuerst alle Wolken, die das Schattenkind immer wieder in unser Leben bringt, beiseiteschieben und das Sonnenkind wieder zum Strahlen bringen. Dann klappt’s auch mit den Träumen.
Das verspreche ich Ihnen. Und mir selbst auch!

Meine Familie macht mich krank….

Diesen Satz höre ich in meinen Coachings immer wieder. Und ehrlichweise kann ich darauf nicht einmal sagen „Wirklich…, so etwas könnte ich von meiner Familie niemals behaupten…“.

Warum aber ist das so? Warum verhalten wir uns, in unserem eigenen System, oft so rücksichtslos?
Ich bin immer wieder mit Menschen und auch mit deren Geschichten konfrontiert aus denen heraus klar zu erkennen ist, dass es in der Familie absolut an gegenseitigem Respekt fehlt.
Personen, die sich in ihrer eigenen Familie so benehmen, als ob es dort völlig egal wäre. Als ob es doch tatsächlich die Aufgabe all der anderen wäre es genau nur dieser einen Person recht zu machen.

Auch, wenn sich diese eine Person ständig im Ton vergreift, weit über’s Ziel hinaus schießt und durch eine permanente Einmischerei und Bevormunderei allen anderen das Leben richtig schwer macht.

Mich selbst möchte ich auch bei diesen Beispielen nicht ganz ausnehmen. Auch ich bin zu Hause oft viel ungeduldiger, als ich es im meinem Job jemals sein könnte. Und das obwohl mir meine Familie, besser gesagt meine Eltern, heilig sind.

Nun stellt sich die Frage warum wir genau die Menschen, die uns am meisten am Herzen liegen, oftmals so garstig behandeln. Gehen wir davon aus innerfamiliär immer geliebt zu werden, egal ob wir Rücksicht nehmen, oder nicht? Glauben wir, durch den Stress täglichen im Alltag, im eigenen zu Hause tun zu können was wir wollen?

Dem ist aber ganz sicher nicht so. Liebe ist nämlich nicht unendlich. Liebe braucht auch Gegenliebe um wachsen zu können wie eine schöne Pflanze. Wenn die anderen, die eigene Familie, das eigene System,  meiner Liebespflanze –  um bei dieser Symbolsprache zu bleiben – nun jedoch ständig die Blüten ausreißt und auch immer auf das Gießen vergisst ist meine Liebespflanze irgendwann welk und im schlimmsten Fall völlig eingegangen. Manche Pflanzen kann man dann auch nicht mehr retten. Die sind sie verwelkt und kaputt. Für immer.

Genauso sehe ich das mit den Verletzungen im eigenen System. Selbstverständlich kann nicht jeder von uns immer nur gut aufgelegt sein. Und es darf auch ohne weiteres einmal richtig krachen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. Das ist sogar wichtig. Aber… jeder von uns muss auch immer wieder darüber nachdenken wo die emotionale Schmerzgrenze ist. Ab wann tut es dem, der, anderen Seite emotional so weh, dass es wirklich krank macht. Und Liebe zu Gereiztheit wird.
Dieser Übergang ist völlig individuell. Man darf hier bitte auch niemals von sich auf andere schließen. Jeder Mensch hat seine ganz eigene emotionale Schmerzgrenze. Die Aufgabe der anderen ist es zu  lernen diese zu erkennen und zu respektieren.

Eine verblühte Liebespflanze beginnt nämlich irgendwann sich zu wehren. Und was dann am Ende noch bleibt sind nur noch die vertrockneten Stacheln. Die aber weiterhin noch stechen und verletzen können!
Soweit darf es in keiner Familie kommen! Da müssen wir alle rechtzeitig darauf schauen zu erkennen wo die individuellen Grenzen sind. Inwieweit man das eigene System für den eigenen Frust und die eigene Unzufriedenheit missbrauchen darf. Sonst stehen diejenigen von uns, die diese Grenze nicht erkannt haben, am Schluss nämlich ganz alleine da. Was enorm schade und unendlich traurig wäre. In Wirklichkeit gibt es nämlich nichts Schöneres als ein intaktes liebevolles Familienleben.

Ein liebevolles System ist auch immer in der Lage zu verzeihen. Aber nur solange es auch von außen durch Wertschätzung und Liebe am eigenen Leben erhalten wird.

Machen was sich richtig anfühlt

Handeln Sie immer nach Ihrem Bauchgefühl? Ich nicht… Leider! Ich bin ein enorm kopfgesteuerter Mensch. Schon mit einem sehr guten Bauchgefühl, aber extrem strukturiert und rational, wenn es um meine Arbeit geht.

Da sind sämtliche To do und Must do Listen in meinem Kopf und ich gehe teilweise wie ferngesteuert durch den Tag um allen Verpflichtungen zeitgerecht nachzukommen.

Zumindest war das so bis vor ganz kurzer Zeit. Was dann passiert ist, kann ich selbst gar nicht sagen. Es passiert auf jeden Fall aus dem Bauch heraus. Und fühlt sich unglaublich gut an. Ich entschleunige. Das hab‘ ich mir aber weder vorgenommen, noch aufgeschrieben. Das war einfach so. Irgendwas in mir hat die Sache mit meinem eigene Antreiber,mich ständig selbst zu stressen, weil alles immer sofort sein muss, reguliert.

Plötzlich lasse ich mir für Dinge mehr Zeit. Was nicht heißt, dass ich unzuverlässig geworden bin. Ich erledige meine Arbeit gleich Pflichtbewusst wie früher. Nur nicht mehr in der selben Sekunde, sondern im Laufe des Tages.

Seit dieser, in meinem Fall muss ich schon sagen „Wesensveränderung“, entwickeln sich die Dinge nun auch ganz anders. Besser. Ich lasse mir so nämlich auch mehr Zeit zum Nachdenken, was bedeutet, dass ich oftmals ganz neue Lösungsansätze verfolge. Weil diese Ideen einfach ihre Zeit brauchen um mir einzufallen. Und ich bin weniger impulsiv als früher. Weil ich lerne manche Dinge einfach so zu nehmen wie sie sind. Und nicht immer alles persönlich zu nehmen. Ich hab‘ manchmal sogar Zugverspätungen persönlich genommen, weil sie meinen ganzen Ablauf gekippt haben.
Mittlerweile nehme ich mir in solchen Situationen die Zeit mir einen Café zu holen und eine schöne Zeitung und nicht mehr verbissen auf die Uhr schauend am Bahnsteig zu stehen.

Und… und das ist die allerwichtigste und schönste Entwicklung. Ich fühle wieder, was MIR gut tut und was nicht. Je ehrgeiziger wir nämlich an einer Sache dran sind um so weniger spüren wir uns selbst und unsere innere Stimme verlernt irgendwann uns zu sagen, was richtig ist für uns.
Und das ist ein unglaublich schönes Gefühl! Zu spüren was richtig für einen ist und es dann auch zu tun.

Darf ich dich küssen?

Das ist für mich persönlich die blödeste Frage die einem ein Mann stellen kann. Und das mit Sicherheit auch im sinnlosesten Moment.

Stellen Sie sich vor, Sie verbringen einen wunderschönen gemeinsamen Abend. Alles ist perfekt. Auch das Kribbeln im Bauch wird immer mehr und immer vielversrechender.
Sie werden nach dem Essen noch nach Hause begleitet und dann kommt dieser eine Moment. Der eigentlich magisch sein sollte.

Und damit meine ich jetzt definitiv nicht die plumpe Frage, ob er noch auf einen Café mit raufkommen will – solche Dinge brauchen ihre Zeit. Die sollte man nie überstürzen. Männer sind Jäger. Wenn sich das Objekt der Begierde freiwillig hinlegt und erlegen lässt stirbt der Jagdinstinkt und es wird für beide Seiten langweilig. Außerdem können Männer, solange sie im Jagdmodus sind, so wunderbar kreativ sein. Das sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen. Auch, wenn es sich dabei wirklich um ihre große Liebe handelt, dieser Kreativitäts-Modus kommt bei den Burschen, nach dem ersten Erlegen der Beute, nie mehr in dieser Form zurück. Das liegt wahrscheinlich an den Hormonen. Die sind, solange sie jagen müssen, einfach am einfallsreichsten. Anscheinend ist bei Männern die tatsächliche Kreativität verknüpft mit dem Testosteron-Haushalt. Aber das wissen wir ja ohnehin alle, auch die Männer selbst, dass ihr Gehirn in direkter Verbindung steht zu ihrem Testosteronwert.

 Nun aber zurück zu dem einen, magischen, Moment vor der Haustüre. Der Moment vor dem ersten Kuss. Bitte…., wie um alles in der Welt kommen einige Männer auf die Idee diesen mit einer so unmännlichen und auch völlig unnötigen Frage kaputt zu machen? Mit dieser Frage verpufft jede Romantik in Sekunden. Was sage ich… in Hundertstelsekunden. Männer! Es gibt Momente da stellt man KEINE Fragen. Da spricht man nicht einmal. Da handelt man. Selbstbewusst, männlich, als Jäger. Oder habt ihr schon mal Jäger gesehen, die mit ihrer Beute, vor dem Erlegen (ich weiß, dieses Wort ist hier völlig unromantisch und uns Frauen gegenüber auch alles andere als wertschätzend genutzt, soll den männlichen Lesern jedoch die Komplexität der Situation aufzeigen und vor allen Dingen klar machen), einen Sitzkreis gründen um Grundsatzdiskussionen zu führen?

Würde mir ein Mann in solch einer Situation, wobei es bei mir schon schwierig wird, dass ich überhaupt zum Essen mitgehe, ich bin diesbezüglich etwas (sehr) speziell und auch durchaus etwas geschädigt bin. Aber… würde es zu diesem einen Moment kommen und es würde anstatt zum romantischen ersten Kuss zu einer heiteren Fragestunde führen wäre meine Antwort ganz klar „Nein“!

Also, Männer. Für diejenigen unter euch die bis dato dachten, dass Frauen so eine Frage erwarten. Meiner Meinung nach lautet die Antwort „Auf keinen Fall“! Ich kann hier aber natürlich nur für mich alleine sprechen. Und es hängt selbstverständlich auch immer von der Situation ab. Das soll jetzt mit Sicherheit keine Einladung sein, fortan wie wild alle Frauen zu küssen die nicht bei drei am nächsten Baum sind. Ganz im Gegenteil. Es geht ausschließlich um den EINEN einzigen, ganz besonderen, Moment. Den es in jeder Beziehung nur einmal gibt. Der erste Kuss. Macht den nicht durch Fragen kaputt sondern seid tapfer und männlich. Dieser Moment soll ja beiden auch ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Und später noch mit Herzklopfen den Enkelkindern erzählt werden. Da wäre doch das Risiko viel zu groß durch Fragen und reden die wunderschöne Romantik zu zerstören. Außerdem spürt man(n) ja hoffentlich ohnehin ob man(n) nun küssen darf, oder eben auch nicht….

Manchmal vergesse ich fast glücklich zu sein

Je älter ich werde umso öfter passiert es mir so hartnäckig an Dingen dran zu sein, dass ich dabei fast vergesse glücklich zu sein. Ich… wo ich doch schon immer eine unheilbare Optimistin war, mir auf der Uni den Schwerpunkt „Positive Psychologie“ ausgesucht habe und für alle anderen immer sofort weiß was ihnen gut tut und was nicht.

Ich… das kann doch eigentlich gar nicht sein. Oder doch? Irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, dass mein selbstauferlegter Leistungsdruck gekoppelt mit meinen Lebensjahren stetig ansteigt. Obwohl ich beim besten Willen nicht sagen kann warum.

Meine Freunde fangen mittlerweile an ihre Arbeit zu reduzieren um wieder mehr Zeit für sich selbst zu haben. Großartig! Wahrscheinlich haben die aber auch alle einfach mehr Hobbys und weniger Glaubenssätze aus der Kindheit, dass man Leistung bringen muss um Anerkennung zu bekommen. Von nichts kommt ja bekanntermaßen auch nichts. Wobei ich das insofern dementieren möchte, dass dann zumindest schon mal ein Burnout um die Ecke schauen kann. Oder auch ein Magengeschwür. Die Stressgastritis klopft zumindest bei mir schon manchmal an.

Es ist aber gar nicht so, dass ich keine Hobbys hätte. Ganz im Gegenteil. Ich wüsste mir ständig was zu tun. Wenn ich es mir nur selbst erlauben würde. Nehme ich mir beispielsweise Zeit ein Buch zu lesen habe ich nach kürzester Zeit das Verlangen zwischendurch auch mal schnell in ein Fachbuch zu schauen, weil nur rumliegen und lesen ist ja auch fad. Obwohl…. eigentlich nicht… Aber irgendeine innere Stimme in mir will mich ständig davon abhalten mal nichts zu tun. Zumindest nichts was mit Arbeit zu tun hat. Wobei ich meine Arbeit liebe. Aber eben nicht alle Bereiche daraus. So geht es uns aber wahrscheinlich allen.

Vielleicht wäre es der perfekte Lösungsansatz mal genau hier anzufangen. Was sind eigentlich die Arbeiten die keinen so richtigen Spaß machen? Über die man am Abend davor schon nachdenkt, weil sie uns Energie nehmen. Prinzipiell müsste man einige davon ja auch abgeben können. Zumindest wäre es einen Versuch wert. Oder manche Aufträge, von denen man weiß, dass sie einem selbst nicht gut tun, gar nicht mehr annehmen. Das wird zukünftig mein eigener, bis dato größter, Lernprozess. Dinge auch einmal abzulehnen und mehr auf mich selbst zu schauen.

Unser eigenes Hamsterrad kann nämlich auch zum Schwungrad werden. Nämlich dann, wenn wir unsere Energien richtig einsetzen. Das ist wie beim Radfahren. Wenn wir im richtigen Moment fest strampeln können wir dann eine ganze Weile dahingleiten. Ohne jede weitere Anstrengung.

Ausschlaggebend ist hier der Fokus auf unser eigenes Leben. Nur noch Dinge zu machen, die Spaß machen, wird jedoch wahrscheinlich schwierig. Aber auch langweilig. Es ist ja doch immer wieder schön, wenn man die Aufgaben, die man nicht so gerne mag, dann erfolgreich hinter sich gebracht hat. Und wenn es Aufgaben gibt bei denen man sich, sobald sie abgeschlossen sind, schon davor fürchtet, dass sie ganz bald wieder kommen muss man diese loswerden. Nach jedem akuten Abbremsen brauchen wir nämlich viel mehr Kraftaufwand um wieder anzutreten, als wenn wir einfach kontinuierlich weitertreten und dazwischen mal so viel Gas geben um es dann auch zu genießen. Jedoch immer ohne akut bremsen zu müssen.

Und wenn wir jetzt noch lernen beim Gleiten auch mal den Lenker loszulassen und in uns selbst reinspüren, dann klappt’s auch wieder mit dem glücklich sein. Unser Glück braucht nämlich Platz und Zeit um sich zu zeigen. Sonst gerät es einfach in Vergessenheit.

Vom Festhalten und loslassen

Ich bin, was loslassen betrifft, furchtbar. Ganz ehrlich. Mich wundert fast, dass ich nicht heute noch meinen Brautstrauß getrocknet im Keller hängen habe. Und das, obwohl ich seit Jahren glücklich geschieden bin. Den Ehering wiederum konnte ich damals gnadenlos einschmelzen lassen im Glauben, dass sämtliche Kränkungen damit auch wegschmelzen. Das war allerdings ein Irrtum. Auch, wenn ich heute sehr froh bin Mann und Ring loszuhaben. Der Ring hat mir nie gefallen – über das Aussehen meines Exmannes möchte ich mich hier in der Öffentlichkeit aus Höflichkeit und im Sinne der alten Zeiten nicht äußern. Jedoch der Form halber festhalten, dass er auch seine Vorteile hatte. Sonst hätte ich ihn ja auch nie geheiratet.

Öfter bringt es die Zeit aber mit sich jemanden plötzlich mit anderen Augen zu sehen. Dann ist das mit dem Loslassen, zumindest für mich, zum Glück auch überhaupt kein Problem mehr.

Die Blumen, die ich mir damals glücklicherweise selbst ausgesucht hatte, wir hatten einen gänzlich unterschiedlichen Geschmack, hätte ich jedoch fast aufgehoben. Ich habe es nämlich, was ja an dieser Stelle fast selbsterklärend ist, auch nicht geschafft den Strauß als Braut zu werfen. Ich war wahrscheinlich zu wenig abergläubisch. So musste ich dann irgendwann das ganze Ehevorhaben mitsamt der Blumen über Bord werfen.

Auch sonst bin ich ein absolut traditioneller Typ. Ich halte an Dingen fest die kein Mensch mehr braucht. Aber die mich an etwas erinnern. Das blöde ist nur, dass es niemals Platz für etwas Neues geben kann, wenn wir das Alte nicht loslassen.

Deshalb habe ich es geschafft mir nun immerhin schon einmal eine neue Sitzgarnitur zu bestellen. Würden Sie mich persönlich kennen, würden Sie mich jetzt beglückwünschen. Ehrlich! An den Dekokissen, auch noch aus meiner Ehe – welche ich damals insofern mitgenommen habe, weil die auch ich ausgesucht habe (alles andere habe ich bei meinem Exmann gelassen – nicht nur aus Großzügigkeit, sondern aus reinem Egoismus, weil mir die Dinge eh allesamt nie gefallen haben) arbeite ich noch. Habe mir aber ganz fest vorgenommen diese auch heuer noch durch neue zu ersetzen.

Und wenn ich die Sache mit dem Loslassen dann noch ganz fleißig weiterübe schaffe ich es vielleicht sogar irgendwann auch noch die Lichtschalter meiner Großtante, von der ich die Wohnung übernehmen durfte, zu tauschen. Aber gut Ding braucht ja bekanntlich Weile. Und für diesen emotionalen Meilenschritt brauche ich bestimmt noch eine ganze Weile. Die ersten kleinen Schritte gehe ich aber immerhin schon. Und die fühlen sich richtig gut an.

Es grüßt Sie, heute noch vom alten Sofa

Ihre

Sabine Viktoria Schneider

Ich freue mich wenn es regnet…

Zugegeben… ich bin eine unheilbare Optimistin. Das macht das Leben für meine Umwelt vielleicht auch gar nicht immer ganz leicht. Mein eigenes aber schon. 

Wo andere irgendwelche Probleme und mögliche Herausforderungen sehen, blende ich vieles einfach aus und für wieder anderes (für alles was nicht einmal ich ausblenden kann) suche ich eine möglichst pragmatische Lösung.

Ich mag‘ es nämlich gerne unkompliziert. Weil’s einfach angenehmer ist. Das Leben ist ja ohnehin oft herausfordernd genug. Da muss man sich ja echt nicht selbst auch noch weitere Herausforderungen suchen die einem das Leben schwer machen.

Unsere Gedanken beeinflussen nämlich unser gesamtes Leben. Und leider nicht einmal „nur“ unseres, sondern auch das unserer Mitmenschen. Wenn jemand überall ständig Probleme sucht wird er / sie diese nämlich leider auch finden. Es heißt ja nicht umsonst „Wer suchet, der findet“. Ich persönlich weigere mich aber ganz entschieden etwas zu finden, was ich mit Sicherheit nicht finden will und schon gar nicht freiwillig suche.
Ganz im Gegenteil! Ich bin heilfroh, wenn ich von meinen eigenen Problemen nicht gefunden werde.

Auch wenn Sie sich jetzt vielleicht denken „Das klingt zwar plausibel, aber ich kann das nicht. Dafür bin ich viel zu sehr Realist“. Für all’ diejenigen habe ich eine absolut gute Nachricht.
Positives Denken kann man lernen! Außerdem hat Optimismus nichts mit mangelnder Realität zu tun. Sondern ausschließlich mit unserer eigenen Einstellung wie wir mit der unvermeidbaren Realität umgehen.

Nehmen wir einmal Karl Valentin als Beispiel. Eine ganz besonders schöne Einstellung von ihm war „Ich freue mich wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue regnet es auch. Ja… auch wenn wir kollektiv schlecht aufgelegt sind wenn es einmal einen ganzen Tag lang regnet. Es wird einfach weiterregnen.

Es ist wie immer eine Frage unserer eigenen Einstellung. Und ich finde, an genau dieser sollten wir unbedingt arbeiten. Für unsere eigene Lebensqualität. Denn warum sollten wir uns das Leben selbst schwerer machen als es ohnehin schon manchmal ist…

Neues aus der süßen gesunden Genussküche

Dunkle Schokolade mit Datteln, Orangenschalen, Ingwer und Mandeln

Gesund naschen…

Heute wollte ich (für mich ungewöhnlicher Weise) einmal etwas zum Naschen zubereiten. Süß, aber trotzdem zu meinem gesunden Ernährungskonzept passend. Und auch nicht allzu sehr süß im Geschmack, weil ich das nicht mag.

Dafür habe ich eine 100g Tafel Schokolade von Lindt (85% – hier haben 100g nämlich nicht einmal 12g Zucker) geschmolzen und währenddessen in meiner kleinen Moulinex ein paar getrocknete Datteln (8 Stück), frisch geriebene Bio-Orangenschale, ein ca. 3 cm großes Stück Ingwer und eine Handvoll Mandelsplitter zerkleinert.
Um diese Masse, gemeinsam mit etwas Honig, dann noch auf der Herdfläche (über dem Wasserbad) in die, in der Zwischenzeit schön geschmolzene, Schoki einzurühren.

Die gut vermischte Masse habe ich dann auf einem Backblech, ausgelegt mit Backpapier, ganz dünn ausgestrichen und für 1,5h zum Aushärten in den Kühlschrank gestellt.

Anschließend in kleine Stückchen gebrochen und in einem Rexglas, nach ein paar kleinen (seeehr leckeren) Kostproben, im Kühlschrank verstaut. So kann ich jetzt eine ganze Zeit lang, immer wenn ich Lust darauf habe, ein bisschen vor mich hin naschen.
Und ein zweites Rexglas, mit meiner neuesten Kreation, werde ich heute gleich auch noch verschenken :o) .