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Lass dich fallen

Diesen Satz habe ich heute in der Früh gelesen. Beim Blick aus dem Fenster in ein richtig grausliges Winterwetter. Mit dichtem Schneeregen und einer Atmosphäre die mir nur sagen wollte:“ Bleib‘ heute Vormittag jetzt doch einfach mal ganz gemütlich zu Hause und kuschle dich ein. Lass‘ deinen Gedanken freien Lauf und lass‘ dich selbst fallen. Mach‘ einfach mal gar nichts, außer du selbst zu sein.“

Leider ist das „Gar nichts Tun“ gekoppelt mit dem Vorsatz „nur“ ich selbst zu sein keine meiner wirklich gut ausgeprägten Kernkompetenzen. Mein Gehirn ist darauf konditioniert zu denken. Immer. Außer beim Schlafen.
Das mit dem „Fallen lassen“ klappt auch maximal für ein paar Sekunden, dann kommen sofort wieder erste Gedanken zu Themen die mich von jeder weiteren unkomplizierten Entspannung zumindest kurzfristig abhalten und völlig aus dem ursprünglich geplanten Entspannungskonzept bringen.

Das ist furchtbar! Wobei es eigentlich überhaupt nicht schwer wäre sich immer wieder einmal „fallen“ zu lassen. Emotional. Was dafür aber enorm wichtig ist, sind die Rahmenbedingungen.
Das habe ich jetzt gelernt und das war nun zugleich auch mein Vorhaben für dieses Wochenende.

Es reicht nämlich nicht sich einfach nur hinzusetzen mit der positiven Einstellung mal nichts zu tun und, noch viel schwieriger, nichts zu denken. Das ist, zumindest für mein Gehirn, wie eine Einladung noch mehr zu denken.

Deshalb  mache ich es mir jetzt, sobald  ich emotional bereit bin einmal wirklich loszulassen, richtig bequem. Ich suche mir einen schönen Platz in meiner Wohnung. Ohne Laptop, ohne Fachbücher und ohne irgendetwas was mich sonst auch nur irgendwie ablenken könnte. Und – das ist das wichtigste – ich lege mir eine wunderschöne Musik auf. So bringe ich meine Gedanken dazu der Musik zu folgen und nicht heimlich Richtung Arbeit abzubiegen.

Ich habe das gerade schon einmal ausprobiert. Und es hat geklappt! Juhuuu! Für eine ganze halbe Stunde. Nur ich mit mir. Es war das erste Mal seit langem, dass ich mich jetzt wirklich fallen lassen konnte und dabei alle Gedanken rund um Arbeit & Co. beiseite ließ. Toll! Ich bin völlig beeindruckt und entspannt zugleich.

Das sollten Sie an diesem verregneten Wochenende jetzt unbedingt auch mal ausprobieren. Suchen Sie sich einen schönen Platz in Ihrer Wohnung. Mit einer wunderschönen entspannenden Musik (z.B. von Stanton Lanier – insbesondere „Quiet Place“ finde ich unglaublich schön) und seien Sie für sich selbst da. „Nur“ für sich. Das ist Ihr eigenes vorweihnachtliches Geschenk an Ihren Körper und Ihre Seele. Genießen Sie Ihre Zeit mit sich. Es wird Ihnen unendlich gut tun und Ihnen viel Kraft schenken. Glauben Sie mir.

Neues aus der gesunden Genussküche

Müsli für einen glücklichen Start in einen anstrengenden Tag

Es gibt so Tage da weiß man am Vorabend beim Schlafen gehen schon, dass der nächste Tag furchtbar anstrengend wird. Und spätestens beim Aufwachen sind diese Gedanken wieder da… der einzige Wunsch ist, dass dieser Tag möglichst schnell vorbeigeht.

Besonders an diesen Tagen braucht man viel Energie und gleich in der Früh unbedingt auch schon etwas für die Seele. Um das Zeitmanagement morgens aber nicht überzustrapazieren bereite ich mein „Power-Seelennahrungsmüsli“ dann immer schon abends vor und muss es in der Früh nur noch auf den Herd stellen.

Dafür schnappe ich mir einen Topf (der dann auch noch Platz im Kühlschrank hat) und nehme ca. 120ml Hafermilch, 4 Esslöffel grobe Haferflocken, einen Teelöffel Honig, eine klein geschnittene Banane, sowie zwei klein geschnittene getrocknete Feigen – weil ich die Geschmackskombination aus getrockneten Feigen und Banane einfach liebe und sofort gut aufgelegt bin :o) .
Abschließend gebe ich noch Zimt dazu und einen Teelöffel gemahlenen Flohsamen (damit mir die negativen Dinge des Tages gar nicht erst auf den Magen, oder Darm schlagen können).
Kurz durchrühren, Deckel drauf und ab in den Kühlschrank.

So müssen Sie den Topf am nächsten Tag nur noch auf den Herd stellen und können sich parallel zum Erwärmen des Müslis gleich auch noch eine schöne Tasse Tee, oder Café machen.

Sie werden anschließend mit so viel Power und Glückseligkeit in den Tag gehen, dass Sie diesen ganz mühelos meistern werden. Viel Erfolg dabei! Sie schaffen das!

Du hast ja graue Haare…

Mit diesem sehr „charmanten“ Kompliment hat mich mein lieber Vater gestern bei einem gemeinsamen Café in der Stadt beglückt. Untermauert durch einen so strengen Blick als ob ich mit mindestens drei „Nicht genügend“ auf einmal im Zeugnis nach Hause gekommen wäre.

Die Tatsache, dass seine Tochter nun anscheinend auch in einem Alter ist graue Haare bekommen zu können scheint ihn völlig irritiert zu haben. 

Gut… zugegebenermaßen, als ich diesen optischen und zugleich unwiderruflichen Alterungsprozess das erste Mal im Spiegel wahrgenommen habe, war mir selbst auch klar, dass ich keine zwanzig mehr bin. Da ich das aber vorher schon wusste, hielt sich mein persönliches Entsetzen dann aber doch sehr in Grenzen.

Wobei ich mit dieser Reaktion in meinem beruflichen Umfeld als Frau oft relativ alleine bin. Obwohl ich mir schon auch regelmäßig beim Friseur eine Tönung machen lasse. Aber nicht bei jedem grauen Haar völlig hysterisch zum Friseur renne.

Ich hasse all diese Schönheitsideale aber ohnehin. Es ist für mich absolut unerklärlich warum ich Kolleginnen habe die beim Lesen der Vogue plötzlich ganz traurig und deprimiert werden wenn sie ein Foto von einem Model (das streng genommen sogar ihre Enkeltochter sein könnte) sehen das mit einer durchsichtigen Bluse, ohne Büstenhalter, und irgendeiner Hose die erst in der Mitte des Po‘s beginnt vor der Kamera posen und dabei gekünstelt lächeln. „So was kann ich nicht „mehr“ tragen“ höre ich dann.

Tja… früher auch nicht… Böse, aber dafür wirklich wahr…

Das Einzige was mich bei diesen Fotos deprimieren würde wäre der Büstenhalter. Denn… was sollte der bitte halten, hätte sie einen an?

Dieses ganze Kasperltheater rund um Idealmaße & Co. wird wird doch völlig überbewertet.

Ich persönlich habe neben meinen grauen Haaren, wenn ich lache, auch noch eine schiefe Nase. Ja… und auch meine Oberschenkel und meine Oberweite sind mit mir gemeinsam schon 44 Jahre alt geworden. Aber immerhin bekommt mein Büstenhalter kein Boreout-Syndrom.

Ich habe für mich jedenfalls schon lange entschieden so zu bleiben wie ich bin. Und ich finde das sollten wir alle tun. Die Zeit kann nämlich niemand von uns aufhalten. Da ist es doch viel besser das einfach zu akzeptieren anstatt ständig dagegen ankämpfen zu wollen. Finden Sie nicht auch :o) ….?

Wie fühle ich mich?

Eine Frage, die ich mir selbst ehrlicherweise viel zu selten, um nicht zu sagen gar nie, stelle.
Obwohl ich diese Frage, in meinen psychologischen Coachings, anderen sehr häufig stelle. Für meine Arbeit ist es nämlich unendlich wichtig zu wissen, wie sich mein Gegenüber fühlt.

Trotzdem denke ich selbst nicht darüber nach. Obwohl auch das von enormer Wichtigkeit wäre. Denn nur so kann jeder von uns auch erkennen was ihm persönlich gut tut. Was in diesem Moment, ob der eigenen Gefühle, gerade die individuellen Bedürfnisse sind.

Kennen Sie Ihre Bedürfnisse? Was würde Ihnen zum Beispiel jetzt, in diesem Moment gerade, persönlich gut tun? Und warum? 
Sehr häufig passen wir unsere eigenen Bedürfnisse nämlich auch denen unserer Umwelt an. In der Hoffnung, dass wir das, was wir für alle anderen tun, auch für uns selbst tun.

Das stimmt jedoch nicht immer. Eher im Gegenteil. Die Bedürfnisse der anderen sind nicht unsere eigenen.

Nehmen Sie sich doch vor, sich ab morgen in der Früh jeden Tag beim Aufwachen – noch im Bett liegend – die Frage zu stellen. „Wie fühle ich mich?“ . Und dann nehmen Sie sich ganz in Ruhe Zeit darüber nachzudenken. Auch darüber, was Ihnen in diesem Moment gerade gut tun würde. 
Spüren Sie in sich hinein.

Einer der größten Fehler den Sie dabei in der Früh dann machen können ist es beim Läuten des Weckers das Aufstehen noch ständig hinauszuzögern. Um immer wieder 10 Minuten. Bis es dann endgültig nicht mehr geht, Sie gestresst aus dem Bett hüpfen und wie ferngesteuert durch die Wohnung laufen bis Sie fertig sind. Oder, noch schlimmer, Sie im Bett schon die ersten Mails lesen und sogar beantworten.

Der Start in den Tag ist von so ungeheurer Wichtigkeit für unser eigenes Wohfühlen. Das sollten wir weder durch zehn Minuten längeres liegen bleiben und schon gar nicht durch E-Mails selbst kaputt machen.

Nehmen Sie sich ab morgen Früh jeden Tag ganz bewusst Zeit für Ihre eigene Wohlfühlfrage. 
Und stehen Sie so auf, dass Sie mindestens 20 Minuten für sich haben um Ihren eigenen Wohlfühlenbedürfnissen auch nachgehen zu können. 

Das können die verschiedensten Dinge sein. Ich liebe es zum Beispiel jeden Tag mit ein paar Yoga-Übungen in den Tag zu starten und dann im Bett eine schöne große Tasse heißen Tee zu trinken und mir zu überlegen warum ich mich auf diesen Tag freue. Ich denke NICHT darüber nach was an diesem Tag anstrengend sein könnte. Nein. Ich fokussiere ausschließlich das Positive. Dann klappen auch gleich alle Herausforderungen der nächsten acht bis zehn Stunden viel besser. 

Was wollen denn Sie morgen Früh für sich tun? Wie starten Sie ab morgen in den Tag? 
So, dass Sie sich wirklich wohl fühlen.

Seitdem mir egal ist, was andere über mich denken….


… geht es mir zum ersten Mal richtig gut. Nicht, dass es mir früher schlecht gegangen wäre, trotzdem hab‘ ich mir öfter Gedanken um Dinge gemacht die überhaupt nicht nötig gewesen wären.

So ist das aber in unserer Zeit. Irgendwie leben wir in einer permanenten Außenwirkung und -darstellung. Wer hat welchen Job, wer fährt welches Auto, wer ist erfolgreicher und wichtiger als der andere.

Dirket mitgespielt habe ich bei diesen Dingen nie. Nicht einmal als Kind. Was mich auch schon immer ein bisschen zum schwarzen Schaf der Familie gemacht hat. Ich mag diese Rolle aber. Sehr sogar. Mir gefällt ein schwarzes Fell nämlich viel besser als ein weißes. Ich darf dazwischen einfach mal um Dreck spielen, jede Menge Spaß haben und erscheine als Schaf dann trotzdem sofort wieder in voller Pracht. Da können die weißen nicht mithalten.

So war es mir auch immer egal wenn meine Cousinen früher bessere Schulnoten hatten und ich stattdessen wieder einmal im Disziplinarbogen stand. Jeder Eintrag war es nämlich definitiv wert. Da habe ich im Vorfeld immer irgendwas angestellt was mächtig lustig war. Dann muss man dafür aber eben auch die Konsequenzen tragen. Das ist so im Leben.

Trotz dieser durchaus entspannten Einstellung, die ich zum Glück bis heute habe, begann ich später, im Job und auch sonst, durchaus strebsam zu werden. Nie wegen der anderen. Aber irgendwas war dennoch nicht mehr so unkompliziert wie früher.

Vieles bekommen wir nämlich so von außen so aufoktroyiert, dass wir irgendwann selbst daran glauben. Wir passen dann unsere eigene Außenwirkung irgendwie darauf an auch dazuzugehören.

Damit möchte ich jetzt aber wieder aufhören. Und zwar sofort. Es ist ja im Endeffekt völlig egal was andere von einem denken. Ob ihnen mein Pullover gefällt, oder meine Art zu arbeiten. Für mich muss es passen und ich muss mich damit identifizieren können. 

Wobei das, zumindest in meinem Beruf, gar nicht immer so leicht ist. Weil ich nach jedem Coaching und nach jedem Seminar ein zum Glück sehr ehrliches Feedback von meinen Coachees bekomme. Das möchte ich auch unbedingt so beibehalten – dies ist die Basis meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung um in meinem Job immer besser zu werden.

Was ich aber nicht mehr möchte ist das ewige darüber nachdenken was andere über mich denken. Das hat nichts mit mir als Person und schon gar nichts mit meiner Leistung zu tun.

Deshalb finde ich sollten wir alle wieder lernen darauf zu achten was wir über uns SELBST denken. Aber nicht mehr darauf, was andere über uns denken. Dadurch machen wir uns nämlich selbst viel kleiner als wir sind. Und das haben weder Sie noch ich nötig. Unsere wahre Größe ist in uns. Wir tragen alles in uns, was wir brauchen um glücklich zu sein. Und wenn wir lernen wieder zu UNS zu stehen erkennen diese innere Größe auch alle anderen. Davon bin ich absolut überzeugt!

Mein Gedankenkarussell und ich…


Wir beide sind leider ein absolut eingespieltes Team. Kaum komme ich etwas zur Ruhe, sind meine Gedanken sofort der Meinung nun endlich Platz zu haben sich richtig schön breit zu machen.

Obwohl diese Burschen echt fad sind. Sie denken nämlich immer nur an dieselben Dinge. Ohne jede Abwechslung.

Und es ist ihnen auch völlig egal ob ich gerade gemütlich auf den Berg gehe, im Yoga im Baum stehe, oder am Strand liege. Plötzlich, relativ zeitgleich mit der Entspannung meiner Atmung, ploppen irgendwelche ungebetenen Gedanken auf. Unangenehm!

Und das Schlimmste daran ist, dass die sich dann auch nicht einfach so abschalten lassen…
Deshalb habe ich ihnen diesen Querulanten jetzt auch den Kampf angesagt.

Manche würden nun vielleicht bis zum Jahreswechsel warten und sich von heute an als guten Vorsatz nehmen ab Silvester etwas zu verändern.

Ich mache es lieber gleich. Die Sache mit Silvester dauert mir nämlich ad eins noch viel zu lange und ad zwei mag ich keine Vorsätze die ich erst in eineinhalb Monaten umsetzen kann. Das sind ja keine Vorsätze sondern Langzeitvorhaben. Soviel Zeit lasse ich meinem Gedankenkarussell jetzt sicher nicht mehr. Das wäre definitiv viel zu großzügig.

Wenn ich mir einmal überlege wieviel Energie mein Gehirn für diese unnützen Gedanken täglich verschwendet könnte ich bis Weihnachten damit noch ein ganzes Fernstudium abschließen.

Deshalb hab‘ ich mir jetzt, aus rein psychologischer Sicht, einmal überlegt was da in meinem Kopf eigentlich ständig passiert. Warum manche meiner Gedanken permanent und ungebeten ständig wiederkommen. Und sich parallel dazu auch sofort meine Körperhaltung verändert. Ich ziehe die Schultern nach oben und verspanne mich.
Weil es ja auch keine positiven Gedanken sind, sondern welche die mich innerlich stressen.

Das Ergebnis meiner Überlegungen war dann überraschend einfach. Die energieraubendsten Gedanken sind In meinem Fall die, die ich mir um meine eigene berufliche Zukunft mache. Weil ich hier gerade dabei bin ein paar neue Prioritäten zu setzen. Und in diesem Zusammenhang oftmals sehr (um nicht zu sagen viel zu) streng mit mir selbst umgehe. Und mit meinem eigenen Pflichtbewusstsein.

Und meine immerwiederkehrenden Gedanken spannenderweise genau diese sind, die meine tiefsten eigenen Wünsche reflektieren. Nämlich genau diese Wünsche und Sehnsüchte die ich aus Pflichbewusstsein immer wieder ausklammere und hinten anstelle. Und sobald mein Gehirn ein bisschen eine Pause bekommt ploppen genau diese Überlegungen wieder auf. Unaufhaltsam und gandenlos. Selbst wenn ich mitten in der Nacht aufwache. Sie sind da. Immer.

Eine Tatsache die natürlich nicht von ungefähr kommt. Mein Unterbewusstsein ist einfach permanent aktiv um mich in meinem Bewusstsein dann irgendwann (endlich) davon zu überzeugen was wirklich gut für mich ist. Und was auch nicht. Pflichtbewusstsein hin oder her…

Leider bin ich sehr hartnäckig – deshalb muss mein Gedankenkarussell noch hartnäckiger sein…

So habe ich mir jetzt vorgenommen am Wochenende nun erst einmal eine Liste mit all‘ den Dingen zu schreiben von denen ich weiß, dass sie mir unendlich gut tun würden. Ich mich nur noch nicht traue diese umzusetzen und mich deshalb immer wieder in den altbewährten sicheren Alltag stürze. 

Und dann möchte ich sukzessive beginnen meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr weiterhin vor lauter Perfektion und Pflichtbewusstsein zu negieren sondern mir selbst die Rahmenbedingungen zu erlauben um diese auch wirklich zu leben. Das kann doch auch nicht so schwer sein. Es sind ja immerhin MEINE Bedürfnisse.

Das könnten Sie doch jetzt doch eigentlich auch einmal versuchen, oder? Es ist nämlich ganz egal welche Gedanken Ihnen immer wieder kommen. Ob berufliche, oder private.
Diese Überlegungen haben ausnahmslos immer etwas mit Ihnen zu tun. Und Ihren ganz eigenen tiefverankerten Bedürfnissen. Deshalb sind sie in Ihrem Kopf auch so gnadenlos präsent.

Und wirklich richtig glücklich können wir alle erst dann werden, wenn wir wieder lernen auf unsere eigenen Bedürfnisse zu hören und diese auch tatsächlich zu leben.

Fühle dich geborgen

Diesen wunderschönen Satz hat meine Yogalehrerin heute bei einer Entspannungsübung mit einfließen lassen. „Fühle dich geborgen“. Klingt das nicht nach einem unendlich harmonischen Wohlfühlgefühl gepaart mit der Gewissheit, dass einem in diesem Moment, im Hier und Jetzt, überhaupt nichts passieren kann. Dass man sich einfach mal fallen lassen kann und so sein darf wie man wirklich ist.

Über diesen Satz denke ich nun schon den ganzen weiteren Vormittag nach. Wie oft haben wir in unserer stressigen Zeit denn überhaupt noch die Möglichkeit uns geborgen und sicher zu fühlen?

Ich hätte um ehrlich zu sein nicht einmal in diesem einen Moment, während der Yoga-Übung, darüber nachgedacht. Bis zu diesem Satz war sogar eher der Gegenteil der Fall. Ich war im Kopf gerade dabei ein Mail auszuformulieren, welches ich gleich nach der Stunde aufsetzen und verschicken wollte.

Die Sache mit der eigenen Geborgenheit, ist mir dann immer mehr aufgefallen, gehört leider so gar nicht zu meinen persönlichen Prioritäten. Wobei ich immer darauf schaue, dass es allen anderen gut geht. Das liegt mir wirklich im Herzen. Ich bin gerne für andere da. Sehr gerne sogar. Und kümmere mich auch um alle. Nur nicht um mich selbst…

Wenn ich mir dazwischen, an den Wochenenden, dann doch auch mal ein bisschen Zeit für mich nehme fällt mir dieser Umstand dann schon hin und wieder auf. Insbesondere wenn ich in einer Zeitschrift Beiträge zu Themen wie Achtsamkeit lese. Das bringt mich dann schon zum Nachdenken. Aber wieder nur im Bezug auf alle anderen. Ob ich denen gegenüber auch wirklich achtsam genug bin.

Über was ich eigentlich nie etwas lese ist „Selbstachtsamkeit“. Wobei das, bei näherer Betrachtung, ja doch die Basis sein müsste um anderen Gegenüber überhaupt erst einmal richtig Achtsam sein zu können. Sonst verlieren wir ja nicht nur an Glaubwürdigkeit sondern auch an Energie.

Mir geht es zumindest so. Wenn ich zu lange darauf vergesse etwas für mich zu tun merke ich, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt auch viel weniger Kraft habe etwas für andere zu tun. Und mir – ebenso wie den anderen gegenüber – ungeduldig werde. Und zugleich weniger achtsam. Nämlich aus dem ganz einfachen Grund, weil ich mache Gegebenheit durch meine eigene Überlastung dann gar nicht mehr wahrnehmen kann.

Deshalb möchte ich jetzt üben und auch täglich darauf achten regelmäßig für mich da zu sein. Und Rahmenbedingungen schaffen um mich ab heute mindestens einmal am Tag auch richtig schön geborgen zu fühlen. Selbst wenn es nur fünf Minuten sind die ich beispielsweise in der „Kindeshaltung“ aus dem Yoga verbringe (dabei setzt man sich langsam und behutsam zurück auf die eigenen Fersen und legt die Hände und den Oberkörper vorne am Boden ab – man rollt sich sozusagen ein und beschützt sich selbst – ein bisschen wie ein Igel). Mit einer schönen Musik im Hintergrund. Nach diesen fünf Minuten weiß ich, dass ich wieder so bei mir selbst angekommen sein werde, dass ich auch wieder die Kraft und Energie habe um für alle anderen da zu sein. Aber eben nur, wenn ich mir diese mindestens fünf Minuten jetzt auch wirklich jeden Tag nehme.

Total leckere wärmende Kürbis-Karotten-Suppe auf Soja Basis (vegan)

Nach einem sooo kalten Herbstspaziergang wie ich ihn heute gemacht habe schmeckt eine wärmende, liebevoll zubereitete, Suppe danach nochmals so gut.

Nachdem ich völlig durchgefroren war, trotz warmer Kleidung, wollte ich mich auch von innen heraus wieder richtig aufwärmen. Dementsprechend scharf habe ich die Suppe zubereitet.

Dazu habe ich in einer großen Pfanne Olivenöl erwärmt und Zwiebel, sowie viel klein geschnittenes Chili darin erhitzt bevor ich gewürfelte Kürbis- und Karottenstücke untergemischt und alles zusammen richtig schön angeschwitzt habe. Nach ein paar Minuten habe ich dann alles mit Harissa (2/3) und Garam Masala (1/3) Pulver gestaubt und mit einer Gemüsebrühe (von Hildegard von Bingen) sowie einem Esslöffel Flohsamen (ebenfalls in Pulverform – um auch die Verdauung fein anzukurbeln) vermengt und das Ganze anschießend für 30 Minuten richtig schön gemütlich einkochen lassen.

Um die Suppe dann auch noch etwas cremiger zu machen in der Konsistenz habe ich noch 100ml (eine halbe Packung) „Soja Creme Cuisine“ (dm Bio, mit nur 100 kcal auf 100ml) beigemengt um dann alles mit dem Zauberstab zu pürieren und vor dem Essen noch mit etwas Salz und Pfeffer fein abzuschmecken.

Wer mag kann die Suppe auch noch mit ein paar Kürbiskernen, oder gesalzenen Erdnüssen aufpeppen.
Ich selbst liebe hier ganz besonders die Erdnüsse von SparVital (leicht geröstet und gesalzen mit 50% höherem Ölsäuregehalt – eignen sich auch ganz prima mal zum Naschen zwischendurch).

Mmmmmmhhhh, sehr lecker. Und von Kälte keine Spur mehr. Nach dieser Suppe waren meine Füße genauso wie mein Bauch richtig schön gewärmt :o) .