Glücklicher Leben

Bin ich liebenswert?

Einer der wohl präsentesten Glaubenssätze in allen unseren Köpfen… Bin ich es wirklich wert geliebt zu werden? Und von meiner Außenwelt, privat ebenso wie beruflich, akzeptiert zu werden. So wie ich bin?

Ja! Ich bin liebenswert! Jeder einzelne von uns ist liebenswert! Mit all‘ unseren Schwächen. Weil wir eben sind, wer wir sind. Solange wir das Beste daraus machen und auch auf andere aufpassen, diese nicht zu verletzen, sind wir es sogar ganz definitiv.

Warum auch nicht? Die Zweifel daran liegen in Wirklichkeit schon in unserer frühen Kindheit. Damals wurden wir schon von außen kritisiert. Von einem anderen Kind im Kindergarten, dem unser Vorname nicht gefallen hat, oder der uns gesagt hat, dass wir nicht mitspielen dürfen. Oder wir von anderen suggeriert bekommen haben, dass wir noch nicht flüssig genug lesen und unsere Außenwelt beginnt uns mit anderen Kindern zu vergleichen. „Deine große (oder kleine Schwester) hat das in deinem Alter aber schon gekonnt…“
Alles Verletzungen für unsere kleine Seele. Verletzungen, die wir in unserem tiefsten inneren abgespeichert und verankert haben und die auch heute noch (immer im falschen Moment) wieder aufpoppen.

Zum Beispiel, wenn wir uns in der eigenen Partnerschaft zu wenig wertgeschätzt fühlen und uns nicht mehr sicher sind (oder auch noch nie wirklich ganz sicher waren) richtig geliebt und akzeptiert zu werden. Wenn wir in der Firma den Eindruck haben, dass niemand wirklich glücklich ist uns im Team zu haben, oder wir gar den Eindruck gewinnen müssen, gemobbt zu werden und wieder haargenau dieselben Gefühle der eigenen Unsicherheit auftreten wie damals im Kindergarten.

Und dann beginnen wir, unweigerlich direkt verknüpft mit genau diesen Gefühlen, uns auch wieder genauso zu verhalten wie damals als Kinder. Wir verteidigen uns und reagieren entweder trotzig, oder rebellisch. Genau wie damals. Die einen von uns sind alleine und weinend in der Ecke gesessen und haben ganz fest darauf gewartet, dass endlich jemand kommt, der sie in den Arm nimmt und tröstet. Und andere haben sich gewehrt und ebenfalls mit Verletzungen reagiert. Sei das verbal, oder auch durch „Selbstverteidigung“ indem sie dem anderen Kind, das es aus der eigenen Wahrnehmung heraus verletzt hat, in der Sandkiste mit dem Schauferl attackiert hat. Um dem anderen auch weh zu tun. Weil die Verletzungen, die man einstecken musste, ja auch wehgetan haben.

So reagiert auch jeder von uns im Erwachsenenalter auf seine ganz eigene Art und Weise, wenn er / sie den Eindruck gewinnen muss, nicht wertgeschätzt und damit verbunden auch nicht geliebt zu werden.

Leider machen wir uns über diese Außeneindrücke hinaus zusätzlich auch selbst das Leben oft noch so richtig schwer. Nämlich deshalb, weil viele von uns auch selbst ständig mit sich hadern, ob sie auch tatsächlich liebeswert sind.
Wir setzen uns in unserem inneren Dialog immer wieder mit unseren eigenen Selbstzweifeln auseinander. Was zu einem richtigen Teufelskreis werden kann. Überhaupt, wenn uns von außen niemand rausholt und wir, wie früher, ganz alleine in unserer Ecke sitzen und keiner kommt, der uns tröstet.

Deshalb werden wir das wohl, oder übel, selbst übernehmen müssen. Und für uns selbst da sein und uns trösten. Die gute Nachricht ist nämlich, dass wir heute schon alt genug sind für unser eigenes inneres Kind Fürsorge zu übernehmen und uns genau dieses Verhalten zu schenken, das wir uns damals alleine in der Ecke sitzend gewünscht haben.

So geben Sie Ihrem inneren Kind die Sicherheit und Geborgenheit die es braucht um glücklich zu sein. Und wenn Sie sich selbst akzeptieren und lieben, dann helfen Sie auch allen anderen das zu tun. Obwohl es viele Menschen ohnehin schon tun werden. Dann lernen SIE es aber auch endlich zuzulassen 🙂 .