Glücklicher Leben

Beruflicher Erfolg & Freundschaften

Ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen, sich für eine neue Position nur mit ganz vielen Bauchschmerzen zu bewerben. Nämlich deshalb, weil Sie Ihre Lieblings-Kollegin und zugleich beste Freundin nicht alleine zurück lassen wollen…

Einer Klientin von mir geht es aktuell so. Sie hätte die Möglichkeit sich für eine ganz tolle neue Aufgabe zu bewerben, traut sich aber nicht so richtig, weil sie Angst hat von ihrer besten Freundin dann Vorwürfe zu bekommen – weil die beiden im selben Unternehme arbeiten.

Sollen wir aber unserem eigenen Glück wirklich wegen anderen im Weg stehen? Das ist doch zwar auf der einen Seite ein toller Schachzug jemanden nicht im Stich lassen zu wollen – aber sollen wir deshalb auf einen großen Karrieresprung verzichten. „Nur“ um die beste Freundin nicht alleine zu lassen?

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass eine richtige Freundschaft so etwas aushalten muss. Mehr noch – der Freundschaft sogar richtig gut tun kann. Man bekommt dadurch nämlich wieder die Möglichkeit sich auch über andere Dinge zu unterhalten, als nur über die Firma, wenn man sich nach Feierabend gemütlich trifft.

Meiner Klientin habe ich jetzt geraten, sich in die Position ihrer besten Freundin zu versetzen und zu überlegen, was sie ihr raten würde. In derselben Situation. Wenn ihre beste Freundin sich entscheiden müsste, ob sie das Unternehmen wechseln soll und damit einen großen Karrieresprung machen kann, oder, ob sie ihrer Freundin zu liebe bleiben soll.

So ein Perspektivenwechsel wirkt nämlich immer wahre Wunder. Für andere haben wir doch immer die perfekte Lösung. Weil wir selbst nicht wirklich davon betroffen sind. Deshalb sind wir dadurch auch in der Lage vollkommen logisch und lösungsorientiert zu agieren. Und der allergrößte Vorteil daraus ist, dass wir nach diesem Perspektivenwechsel auch ganz automatisch unseren eigenen Argumentationsleitfaden haben, wie wir unsere eigene Entscheidung dann kommunizieren wollen. Wir sagen unseren Freunden ja in der Praxis auch immer Dinge wie „Also ich an deiner Stelle  würde ihr  sagen, dass…“
Und genau mit diesen Argumenten gehen Sie dann Ihren eigenen Weg.

Viel Erfolg dabei wünscht Ihnen

Ihre

Dr. Sabine Schneider