Glücklicher Leben

Be yourself

So lautet aktuell eine der Überschriften einer internationalen Frauenzeitschrift.
„Be yourself“… klingt irgendwie einfach und durchaus authentisch, aber wer von uns ist eigentlich wirklich er / sie selbst. Vollkommen ohne Kompromisse.

Mich persönlich hat diese Überschrift ehrlicherweise zum Nachdenken gebracht, weil ich selbst schon auch sehr oft versuche den Anforderungen von außen zu entsprechen.

In mir hätte ich beispielsweise ein durchaus ausgeprägtes und zudem äußerst übermütiges inneres Kind, welches von seinem Naturell her bei weitem nicht so ehrgeizig und strebsam wäre wie mein erwachsenes inneres Ich.

Mein inneres Kind findet es zum Beispiel überhaupt nicht wichtig, jeden Tag in der Früh ganz brav gleich einmal für mindestens zehn Minuten Gymnastik zu machen, um etwas für die L3 zu tun und zugleich im besten Fall auch für die Figur. Außerdem wäre die kleine Sabine auch durchaus glücklich, wenn sie sich öfter mal so richtig schön ungesund ernähren dürfte. Mit Pizza, Chips & Co.. Was die große Sabine aber stets aus Vernunftgründen untersagt – bis auf ein paar Ausnahmen, da gewinnt dann schon die kleine Sabine 🙂 ….

Auch was alles rund um den Beruf betrifft, werden wir heute von außen beeinflusst wie wir zu sein haben. Beispielsweise was unsere Ausbildungen angeht, heute gehört ein Studienabschluss schon fast gleich zum guten Ton, wie in meiner Jugend die Tanzschule (ich bin Jahrgang 75, in Salzburg sind wir äußerst traditionell, da was das damals noch so), ebenso wie wir uns anzuziehen und „herzurichten“ haben, um etwas herzumachen.

Es gibt unzählige Spielregeln an die wir uns alle halten – tagtäglich. Der eine mehr, der andere weniger. Aber in irgendeiner Form halten wir uns doch alle dran. Nur… machen uns die auch glücklich? Führe ich mit einem Studienabschluss, Größe 38 und guten Karriereaussichten wirklich ein besseres Leben? Oder verstelle ich mich auch immer wieder ein „bisschen“, um allen Anforderungen für den Erfolg auch tatsächlich zu entsprechen?

Wann sind wir also wirklich noch „wir selbst“?

Ich finde ja, dass uns diese Überschrift „Be yourself“ durchaus zu denken geben sollte, um zu lernen manche Regeln einfach wieder einmal etwas loszulassen. Wir leben nämlich alle nur einmal. Da dürfen wir auf keinen Fall darauf vergessen, so zu sein, wie wir sind. Auch, wenn wir damit das eine oder andere Mal nicht dem Idealbild der Gesellschaft entsprechen. Das macht gar nichts. Die Gesellschaft entspricht ja auch nicht immer unserem Idealbild…