Glücklicher Leben

Also ich würde das ja anders machen…

Kennen Sie das auch? Von außen ständig irgendwelche „gut gemeinten“ Tipps und Ratschläge zu bekommen. Was man nicht wie noch besser, oder auch einfach nur anders machen könnte?

Ich hasse das!

Mit 43 Jahren bin ich nämlich davon überzeugt selbst zu wissen, was man wie macht – und wie auch nicht. Sollte ich also nicht aktiv nachfragen reicht meine Lebenserfahrung durchaus aus die Dinge alleine zu bewerkstelligen.
Und sollte meine Lebenserfahrung einmal nicht ausreichen – wir lernen ja bekanntlich alle ein Leben lang immer wieder dazu – traue ich mir selbst auch durchaus zu aktiv nachzufragen und um Hilfe zu bitten.

Irgendwelche Inputs von sämtlichen „Gscheidhaferln“ aus meiner direkten und indirekten Umgebung machen mir persönlich mein Leben also definitiv nicht leichter. Ganz im Gegenteil!

Das Schlimme ist, dass diese Besserwisserei in unserer Zeit aber immer mehr zunimmt. Furchtbar! Oftmals habe ich sogar den Eindruck, dass genau die Menschen, die selbst weder wahnsinnig lösungsorientiert noch überdurchschnittlich erfolgreich sind, eine absolute Schwäche dafür haben anderen Personen zu erklären wie sie ihr Leben noch besser… leben könnten.

Ich plädiere ja ab sofort für eine „Anti-Gscheidhaferl-Kampagne“.
Was im ersten Schritt erst einmal voraussetzt den Anderen ihr eigenes Verhalten zu spiegeln. Mühsam, aber nötig! Die ganz „Gescheiten“ bemerken nämlich meistens gar nicht, dass ihre guten Tipps beim Anderen keine lebenslange Dankbarkeit auslösen, sondern maximal einen Augenaufschlag gepaart mit dem Gemütszustand des Genervt seins.

Deshalb bedanke ich mich jetzt immer ganz freundlich für alle guten (ungefragten) Tipps und gebe dann mindestens so gute Tipps zurück – selbstverständlich auch ungefragt :o) .
Das Schöne daran ist, dass alle „Gscheidhaferln“ immer so schlau sind, dass sie jeden Tipp von außen natürlich sofort abschmettern.
Ja… was soll ich dazu jetzt noch weiter ausführen… Ich denke es ist selbsterklärend,  dass durch diese Art des Konterns auch dem größten Schlauberger irgendwann die Freude an der eigenen Besserwisserei vergeht.
Nämlich in dem man ihm / ihr durch eigene Tipps für deren Leben ganz einfach die Show stiehlt – und ihnen damit gleich auf die Nerven geht, wie sie uns.

Hilft immer. Und befreit ungemein :o) !