Glücklicher Leben

Alltagsrituale tun der Seele gut

Besonders in stressigen und herausfordernden Zeiten sind Alltagsrituale von besonderer Bedeutung.
Wir brauchen immer wiederkehrende Dinge und Ereignisse auf die wir uns verlassen können.

Diese wiederkehrenden Rituale kennen wir seit unserer Kindheit und sie geben uns seither emotionale Sicherheit.
Früher war es die tägliche Gute-Nacht-Geschichte, das gemeinsame Essen am Abend, das Kochen mit Mama am Sonntagmittag. Alles Ereignisse, von denen wir wussten, dass diese zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfinden und
 wir uns darauf verlassen können.
Auch, was die Personen betrifft, die wir damit in Verbindung bringen. Diese Personen waren im Zuge dieser Rituale für uns da und hatten Zeit für uns.

Deshalb sind Rituale auch für Erwachsene so enorm wichtig. Überhaupt jetzt, wo die Tage kürzer werden, der Winter langsam seinen Einzug hält, Allerheiligen vor der Türe steht und unser Kinder-Ich auf Hochtouren läuft.

Das ist die aller schönste Zeit für Rituale. Wir hetzen oft den ganzen Tag durch den Alltag, stehen in der Früh, wenn es noch finster ist auf und kommen erst am Abend wieder nach Hause – wo es schon wieder finster ist.
Wir brauchen also noch viel dringender als im Sommer, Dinge die unserer Seele gut tun. Wir brauchen jetzt Zeit für uns und unsere Bedürfnisse.

Unser Körper braucht Wärme und Fürsorge um sich wohl zu fühlen. Das kann eine warme Tasse Tee beim Heimkommen sein, ein warmes Essen, eine Wärmeflache, oder ein Schaumbad. Alles, was uns gut tut.

Nehmen Sie sich Zeit für sich, dekorieren Sie Ihre Wohnung gemütlich und richten Sie sich eine richtig schöne Kuschelhöhle mit Kerzenschein ein.

Rituale sind für jedes Alter wichtig. Auch, wenn wir uns als Erwachsene selbst darum kümmern  müssen, weil oftmals niemand da ist, der uns eine Gute-Nacht-Geschichte vorliest. Wer hindert uns aber daran, das selbst zu tun?

Ich liebe es beispielsweise um diese Jahreszeit abends noch eine vorweihnachtliche Kurzgeschichte zu lesen. Vor dem Einschlafen. Dabei kann man so richtig schön loslassen und das eigene Kinder-Ich fühlt sich unendlich wohl. Was gibt es schöneres?

Sie wundern sich jetzt vielleicht, warum ich um diese Jahreszeit schon Weihnachtsgeschichten lese. Das liegt ganz einfach daran, dass ich irgendwann verlernt habe, mich so richtig schön kindisch auf Weihnachten zu freuen. Ich habe ganz normal weitergearbeitet, als ob diese Jahreszeit gar nicht besonderes hätte. Was mir dann am 25. Dezember jedes Jahr wieder Leid tat, weil ich die Vorweihnachtszeit seit meiner Kindheit liebe.

Daher habe ich mich vor einigen Jahren entschieden, das fortan anders zu machen und zeitnah damit anzufangen – immerhin muss ich ja auch ein paar Jahre wieder aufholen.

Seitdem dekoriere ich meine Wohnung pünktlich zu Allerheiligen weihnachtlich, lasse mich von Michael Bublé & Co. berieseln und achte darauf, Rituale einzuhalten um mir so auch selbst innere Geborgenheit zu geben.

Das sollten Sie auch mal probieren. Sie werden diese Jahreszeit wieder mit ganz anderen Augen sehen und wieder richtig viel Freude daran haben. Sie werden sie nämlich wieder mit Kinder-Augen sehen…