Monate: Oktober 2019

Ich bin bereit Liebe in mein Leben zu lassen

Mit dieser Affirmation beginne ich seit einiger Zeit jeden Morgen beim Aufstehen meinen Tag. Damit meine ich aber gar nicht die Liebe zu jemanden bestimmten zuzulassen – zumindest nicht auf eine direkte Person bezogen. Sondern das unendlich schöne und harmonische Gefühl der Liebe an sich. Zu mir, zu anderen, zur ganzen Welt. Ohne mich, wie früher, oftmals schon über Kleinigkeiten zu ärgern. Nämlich über alles, was nicht so funktioniert wie ich mir das vorstelle. Und damit bin ich ehrlicherweise durchaus oft konfrontiert. Dass ich an Außeneinflüssen scheitere, oder mich zumindest unendlich darüber ärgern kann wie kompliziert manche Menschen sind. Und, wenn ich dann zu viel darüber nachdenke, auch wie wenig wertschätzend sie sich dadurch mir gegenüber verhalten. Wobei ich zugeben muss, bei näherer Betrachtung noch immer festgestellt zu haben, dass es niemand auch nur ansatzwese jemals getan hat um mir bewusst etwas „zu Fleiß“, oder etwas Böses, zu tun.Trotzdem haben mich manche Verhaltensweisen und Entscheidungen von anderen Menschen immer wieder dazu gebracht mich zu ärgern und im wahrsten Sinne des Wortes zuzumachen. Wie eine Auster. …

Unsere unbewussten Glaubenssätze sind ein entscheidender Filter…

… für unsere eigene Wahrnehmung. Alle Einstellungen die wie im Laufe der Zeit uns selbst und anderen gegenüber eingenommen haben prägen unser Verhalten. In allem was wir tun. Sie entscheiden sogar, wie wir zu uns selbst stehen. Wie wir uns als Person sehen und wahrnehmen. Finden wir uns schön, oder eher unscheinbar? Fühlen wir uns wohl in unserer Haut, oder glauben wir unbedingt etwas ändern zu müssen um so dann von außen mehr, oder sogar anders gesehen zu werden? Diese Einstellungen übertragen wir auf alles und jeden. So beginnen wir immer mehr nach unseren  eigenen Kriterien zu bewerten und vor allen Dingen zu werten. Dieses „werten“ passiert dann auch oft, unsere eigenen Glaubenssätze betreffend, ganz massiv gegen uns selbst. Entsprechen wir überhaupt unserem eigenen Ideal? Und wie sieht das aus? Woran wird diese Idealvorstellung  von jedem einzelnen festgemacht und gemessen? Hier kommt nun ganz stark unser eigenes Elter-Ich ins Spiel. Wie gehen wir mit uns selbst um? Welche Erfahrungen haben wir als Kinder gemacht und bis heute tief in uns verankert? All die Einstellungen, die …

Folge deinem Traum…

Das war heute das Thema eines Interviews im Radio. Ein Mann erzählte, dass er früher, während seiner Schulzeit, von seinen Lehrern und seiner Umgebung permanent verunsichert wurde, weil er immer nur absolut schlechte Noten hatte.Heute ist er ein berühmter Wissenschaftler mit abgeschlossenem Doktorat und einer Professur. Weil er nämlich, trotz aller negativen Außeneinflüsse, niemals aufgehört hat an seinen eigenen Traum zu glauben. Schön! Ich hab‘ nach dem Interview dann noch lange nachgedacht und musste innerlich schmunzeln, da mich meine Lehrer auch nie ernst genommen haben und meine „entferntere“ Familie (wie Onkel und Tanten) schon befürchtete einen Hilfsfond für mich einrichten zu müssen, weil aus dem Kind, bei diesen schulischen Leistungen, ja nichts werden kann. „Wo soll das noch hinführen, die müssen wir sicher ein Leben lang durchfüttern….“ So weit kam es dann zum Glück aber nicht! Wer weiß auch, was mir die dann so zum Essen gegeben hätten? Zumindest Figurprobleme hätte ich mit Sicherheit nie bekommen… Trotz des damals noch relativ glimpflichen Ausgangs der schulischen Gesamtsituation lebe ich meinen wirklichen Traum noch immer nicht richtig …

Meine Familie macht mich krank….

Diesen Satz höre ich in meinen Coachings immer wieder. Und ehrlichweise kann ich darauf nicht einmal sagen „Wirklich…, so etwas könnte ich von meiner Familie niemals behaupten…“. Warum aber ist das so? Warum verhalten wir uns, in unserem eigenen System, oft so rücksichtslos? Ich bin immer wieder mit Menschen und auch mit deren Geschichten konfrontiert aus denen heraus klar zu erkennen ist, dass es in der Familie absolut an gegenseitigem Respekt fehlt. Personen, die sich in ihrer eigenen Familie so benehmen, als ob es dort völlig egal wäre. Als ob es doch tatsächlich die Aufgabe all der anderen wäre es genau nur dieser einen Person recht zu machen. Auch, wenn sich diese eine Person ständig im Ton vergreift, weit über’s Ziel hinaus schießt und durch eine permanente Einmischerei und Bevormunderei allen anderen das Leben richtig schwer macht. Mich selbst möchte ich auch bei diesen Beispielen nicht ganz ausnehmen. Auch ich bin zu Hause oft viel ungeduldiger, als ich es im meinem Job jemals sein könnte. Und das obwohl mir meine Familie, besser gesagt meine Eltern, …

Machen was sich richtig anfühlt

Handeln Sie immer nach Ihrem Bauchgefühl? Ich nicht… Leider! Ich bin ein enorm kopfgesteuerter Mensch. Schon mit einem sehr guten Bauchgefühl, aber extrem strukturiert und rational, wenn es um meine Arbeit geht. Da sind sämtliche To do und Must do Listen in meinem Kopf und ich gehe teilweise wie ferngesteuert durch den Tag um allen Verpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Zumindest war das so bis vor ganz kurzer Zeit. Was dann passiert ist, kann ich selbst gar nicht sagen. Es passiert auf jeden Fall aus dem Bauch heraus. Und fühlt sich unglaublich gut an. Ich entschleunige. Das hab‘ ich mir aber weder vorgenommen, noch aufgeschrieben. Das war einfach so. Irgendwas in mir hat die Sache mit meinem eigene Antreiber,mich ständig selbst zu stressen, weil alles immer sofort sein muss, reguliert. Plötzlich lasse ich mir für Dinge mehr Zeit. Was nicht heißt, dass ich unzuverlässig geworden bin. Ich erledige meine Arbeit gleich Pflichtbewusst wie früher. Nur nicht mehr in der selben Sekunde, sondern im Laufe des Tages. Seit dieser, in meinem Fall muss ich schon sagen „Wesensveränderung“, entwickeln …

Darf ich dich küssen?

Das ist für mich persönlich die blödeste Frage die einem ein Mann stellen kann. Und das mit Sicherheit auch im sinnlosesten Moment. Stellen Sie sich vor, Sie verbringen einen wunderschönen gemeinsamen Abend. Alles ist perfekt. Auch das Kribbeln im Bauch wird immer mehr und immer vielversrechender.Sie werden nach dem Essen noch nach Hause begleitet und dann kommt dieser eine Moment. Der eigentlich magisch sein sollte. Und damit meine ich jetzt definitiv nicht die plumpe Frage, ob er noch auf einen Café mit raufkommen will – solche Dinge brauchen ihre Zeit. Die sollte man nie überstürzen. Männer sind Jäger. Wenn sich das Objekt der Begierde freiwillig hinlegt und erlegen lässt stirbt der Jagdinstinkt und es wird für beide Seiten langweilig. Außerdem können Männer, solange sie im Jagdmodus sind, so wunderbar kreativ sein. Das sollten Sie sich keinesfalls entgehen lassen. Auch, wenn es sich dabei wirklich um ihre große Liebe handelt, dieser Kreativitäts-Modus kommt bei den Burschen, nach dem ersten Erlegen der Beute, nie mehr in dieser Form zurück. Das liegt wahrscheinlich an den Hormonen. Die sind, …

Manchmal vergesse ich fast glücklich zu sein

Je älter ich werde umso öfter passiert es mir so hartnäckig an Dingen dran zu sein, dass ich dabei fast vergesse glücklich zu sein. Ich… wo ich doch schon immer eine unheilbare Optimistin war, mir auf der Uni den Schwerpunkt „Positive Psychologie“ ausgesucht habe und für alle anderen immer sofort weiß was ihnen gut tut und was nicht. Ich… das kann doch eigentlich gar nicht sein. Oder doch? Irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, dass mein selbstauferlegter Leistungsdruck gekoppelt mit meinen Lebensjahren stetig ansteigt. Obwohl ich beim besten Willen nicht sagen kann warum. Meine Freunde fangen mittlerweile an ihre Arbeit zu reduzieren um wieder mehr Zeit für sich selbst zu haben. Großartig! Wahrscheinlich haben die aber auch alle einfach mehr Hobbys und weniger Glaubenssätze aus der Kindheit, dass man Leistung bringen muss um Anerkennung zu bekommen. Von nichts kommt ja bekanntermaßen auch nichts. Wobei ich das insofern dementieren möchte, dass dann zumindest schon mal ein Burnout um die Ecke schauen kann. Oder auch ein Magengeschwür. Die Stressgastritis klopft zumindest bei mir schon manchmal an. Es …

Vom Festhalten und loslassen

Ich bin, was loslassen betrifft, furchtbar. Ganz ehrlich. Mich wundert fast, dass ich nicht heute noch meinen Brautstrauß getrocknet im Keller hängen habe. Und das, obwohl ich seit Jahren glücklich geschieden bin. Den Ehering wiederum konnte ich damals gnadenlos einschmelzen lassen im Glauben, dass sämtliche Kränkungen damit auch wegschmelzen. Das war allerdings ein Irrtum. Auch, wenn ich heute sehr froh bin Mann und Ring loszuhaben. Der Ring hat mir nie gefallen – über das Aussehen meines Exmannes möchte ich mich hier in der Öffentlichkeit aus Höflichkeit und im Sinne der alten Zeiten nicht äußern. Jedoch der Form halber festhalten, dass er auch seine Vorteile hatte. Sonst hätte ich ihn ja auch nie geheiratet. Öfter bringt es die Zeit aber mit sich jemanden plötzlich mit anderen Augen zu sehen. Dann ist das mit dem Loslassen, zumindest für mich, zum Glück auch überhaupt kein Problem mehr. Die Blumen, die ich mir damals glücklicherweise selbst ausgesucht hatte, wir hatten einen gänzlich unterschiedlichen Geschmack, hätte ich jedoch fast aufgehoben. Ich habe es nämlich, was ja an dieser Stelle fast …