Monate: Februar 2018

Muss ich Leistung bringen, um liebenswert zu sein?

Eine Frage die ich in Coachings sehr häufig gestellt bekomme. Meist einhergehend mit unendlich vielen Bemühungen es anderen Menschen möglichst leicht zu machen, einen zu lieben. Nämlich indem man alles für sie tut. Ohne dabei auch nur ein bisschen auf sich selbst zu schauen, weil sich diese Personen, die so intensiv versuchen durch Leistung und Hilfsbereitschaft Liebe und Anerkennung von außen zu bekommen, extrem selbstaufoperfernd verhalten können. Das geht von der Arbeit bis ganz tief hinein ins Privatleben hinein. Wo sie ihrem Partner und ihrer Familie im Normalfall dann auch keinerlei Grenzen setzen, da sie Angst haben sonst mit Liebesentzug bestraft zu werden. Was alle anderen natürlich leider sehr schnell durchschauen und dann auch oft ausgesprochen manipulativen handeln und agieren können. Was jeder Mensch, auch wenn er noch so liebesbedürftig ist, in seinem tiefsten Inneren weiß und auch wahrnimmt. Es aber nicht zulassen möchte und deshalb weiterhin alles für die anderen macht. Ist es aber nicht so, dass wir zu allererst beginnen sollten uns selbst zu lieben und ganz besonders auch für uns selbst da …

Den nächsten Schritt gehen…

Kennen Sie das auch? Man hat manche Dinge schon gaaaanz lange vor und schiebt sie aus irgendeinem Grund immer vor sich her. Dinge, die vielleicht auch ein bisschen unangenehm, respektive emotional herausfordernd sind, weil sie die eigene Lebensqualität einschränken können. Also Entscheidungen wie, sich fortan gesünder zu ernähren und weniger Zucker zu essen, aufzuhören zu rauchen, sich mindestens dreimal pro Woche zu bewegen, etc. Alles Dinge, von denen jeder von uns weiß, dass sie uns gut täten. Trotzdem schieben wir sie vor uns her. Oder auch das Lernen auf eine wichtige Prüfung. Ich habe beispielsweise eine Klientin in meiner Praxis die mit über 40 noch keinen Führerschein hat, weil sie diesen seit ihrem 18. Geburtstag vor sich her schiebt. Aus Angst bei der Prüfung durchzufallen. Ja… würde sie durchfallen wäre das bestimmt eine schmerzliche Erfahrung. Wenn sie es aber nie probiert, wird sie auch nie zu einem Führerschein kommen. Das Durchfallen bei der Prüfung würde am Satus quo ja im Endeffekt nichts ändern. Sie hätte den Führerschein dann genauso wenig wie jetzt. Wenn sie die …

Ich muss Leistung bringen, um geliebt zu werden…

Ja… wer von uns kennt diesen Glaubenssatz nicht? Schon als Kinder erleben wir, wie viel Wertschätzung wir für Leistung und gute Noten bekommen. Und welche Ablehnungen wir erfahren, wenn wir einmal keine Leistung bringen. Oder gar Schwächen zeigen. Deshalb sind dann viele von uns auch als Erwachsene ganz erpicht darauf Leistung zu bringen, um Anerkennung, Wertschätzung und auch Liebe zu erfahren. Was ist aber mit einer der aller wichtigsten Formen von Liebe, nämlich der „Selbstliebe“ und damit verbunden unserem eigenen inneren Kind – das nicht nur Leistung bringen will, sondern auch Zeit möchte. Zeit in der man sich mit ihm beschäftigt, für es da ist und mit ihm spielt. Ganz ohne schlechtem Gewissen und ganz ohne Leistungsdruck. Einfach nur unbeschwert und glücklich. Wann haben denn Sie beispielsweise das letzte Mal mit Ihrem eigenen Kinder-Ich gespielt und sich eine Auszeit genommen? Damit meine ich jetzt gar keine Brettspiele. Sondern Zeit die man genießt indem man einen schönen Spaziergang macht, schwimmen geht, sich sorgenfrei auf einen großen Eisbecher setzt. Was auch immer Ihnen Spaß macht und was …

Ich leb‘ jetzt mein Leben!

Wie viele von uns können eigentlich wirklich behaupten, das eigene Leben zu führen? So, wie man es selbst möchte. Ganz ohne Außeneinflüsse, was man tun darf, oder soll. Ganz ohne anerzogene Glaubenssätze wie „Du musst es immer allen recht machen um geliebt und akzeptiert zu werden“. Sicher ist jeder von uns mit dem einen oder anderen (oder auch allen) solcher Glaubenssätzen groß geworden. Aber sind wir nicht alle irgendwann erwachsen und reif genug sie loszulassen? Was soll denn in Wirklichkeit auch passieren, wenn wir beginnen wir selbst zu sein? Ganz ohne darüber nachzudenken, ob uns andere dann noch lieben. Wenn sie es wirklich tun, tun sie es dann nämlich in Wahrheit noch immer. Die einzigen die uns tatsächlich unter Druck setzen den anderen zu gefallen, sind wir selbst. Einzig und alleine. Weil wir Diskussionen ausweichen und andere nicht verletzten wollen. Warum auch immer. Damit verletzen wir im Endeffekt aber uns selbst. Und das jeden Tag wieder! Deshalb finde ich, ist es jetzt an der Zeit, dass wir beginnen unser eigenes Leben zu führen! Was ja …

Ich will aber…

… genauso sein dürfen wie ich bin, ohne mich ständig anpassen zu müssen… Viele von uns sind mit dem Glaubenssatz „Ich muss Leistung bringen, um geliebt zu werden“ groß geworden. Ein Glaubenssatz, der dann später, im Erwachsenenalter, jedoch leider fatale Folgen haben kann. Wie es auch von sämtlichen Burnout-Statistiken widergespiegelt wird. Warum aber denken so viele von uns sich Liebe und Aufmerksamkeit immer erst verdienen zu müssen, indem sie tagtäglich wieder hartnäckig versuchen es allen anderen recht zu machen und sich an deren Wünschen zu orientieren und anzupassen. Nur um Anerkennung und „Liebe“ zu bekommen? Für mich als Psychologin ist diese Selbstaufgabe der eigenen Wünsche und Bedürfnisse ehrlich gesagt mehr als bedenklich. Und hat aus meiner Sicht auch nichts, rein gar nichts, mit wahrer Liebe zu tun. Wenn ich von jemanden nämlich nur geliebt werde, wenn ich ständig versuche seinen Ansprüchen und Erwartungen zu entsprechen, verlerne ich auf der einen Seite für mich selbst da zu sein und mutiere auf der anderen Seite zu einem netten, unkomplizierten Beiwagerl im Leben des anderen. Möchte ich nun …