Monate: Oktober 2017

Stolpersteine…

Letzten Sonntag war ich zu einer Taufe eingeladen. Ein Ereignis, das immer wieder wunderschön ist, wenn so ein entzückender kleiner Erdenbürger seinen ersten offiziellen Ehrentag im Kreis seiner Familie hat. Im Zuge der Feierlichkeiten hat der Pfarrer die Paten des kleinen Mannes dann gebeten immer für ihn da zu sein und für ihn auch die Stolpersteine aus dem Leben zu räumen, bzw. während schwieriger Zeiten ganz besonders für ihn da zu sein. In diesem Zusammenhang habe ich dann begonnen einmal ganz in Ruhe darüber nachzudenken, wann eigentlich, wenn wir das unsagbare Glück haben eine gesunde und sorgenfreie Kindheit erleben zu dürfen, die ersten richtigen Stolpersteine beginnen auf unserem Weg zu liegen und uns das Leben dadurch auch immer etwas schwerer zu machen. Es hat nicht lange gedauert, ist mir meine frühere Volksschullehrerin eingefallen. So ein Besen! Bis heute zieht sich in mir noch immer alles zusammen, wenn ich diese Person auch nur von der Ferne sehe. Das Experiment, was passiert wenn ich sie einmal wieder von der Nähe sehe, habe ich bis dato ganz bewusst …

Kann der Glaube Berge versetzen?

Gestern in der U-Bahn ist mir eine junge Dame aufgefallen, die vor einem riesengroßen Sackerl mit Nahrungergänzungsmitteln gesessen hat und ganz verträumt auf die Rechnung Ihres Großeinkaufes sah. Dabei hat man ihr richtig angesehen, dass ihr die Investition in so viele „Medikamente“ finanziell nicht leicht fiel, sie aber eine sichtlich hohe Erwartungshaltung in diese setzte. An dieser Stelle muss ich noch erwähnen, dass es sich um eine sehr hübsche junge Dame gehandelt hat, die aber „leider“, zumindest in ihrer Selbstwahrnehmung, nicht ganz den Idealen unserer Zeit entsprach. Damit meine ich, dass sie wahrscheinlich Konfektionsgröße 42 haben wird und nicht, wie wir immer eingetrichtert bekommen Größe 38 (maximal…). Aus irgendeinem Grund hat sich dieses junge Mädchen, das eine tolle Ausstrahlung hatte und wirklich hübsch war, einreden lassen, dass sie zu dick sei. Nun ist ihr Plan, wie es den Anschein hatte, dies zu ändern. Möglichst schnell, möglichst unkompliziert. Mit Medikamenten… Mit irgendwelchen fahnenscheinigen Produkten die den Appetit zügeln, die Haut straffen, einen jünger aussehen lassen und man zudem trotzdem etwas Essen darf (sogar viel essen darf), …

Unproduktive Gewohnheiten loslassen

Wer von uns kennt das nicht? Wir machen unser Leben lang irgendwelche Dinge ohne wirklich noch einmal darüber nachzudenken wie wir sie machen. Ganz egal, ob es sich um private, oder berufliche Gewohnheiten handelt – wir machen die Dinge immer gleich. Weil wir uns daran gewöhnt haben und uns nur zu oft auch selbst dazu konditionieren. Für mich ist hier das Beispiel vom kleinen Zirkuselefanten immer sehr passend. Ein Elefant, der schon in einen Zirkus hineingeboren wird, wird von Beginn an mit einer, im Boden verankerten Kette, festgebunden. Am Anfang wehrt er sich noch und versucht sich von der Kette lösen zu können. Irgendwann lernt er aber, dass es einfach nicht geht, weil er zu wenig Kraft hat. Zumindest zu diesem Zeitpunkt. Was der Elefant dann, wenn er groß und stark genug wäre, gar nicht mehr mitbekommt ist, dass er sich schon lange losreißen könnte – und das mit einem ganz geringen Kraftaufwand. Weil er aber irgendwann aufgegeben hat, versucht er es nicht mehr und wird sich nie darüber bewusst, dass er schon lange selbst …

Oh Happy Day

Ist dieser Herbst heuer nicht einfach unglaublich schön? Die bunten Blätter, die warmen Sonnenstrahlen, die gesamte Stimmung um uns herum und diese wunderbar reine Luft. Auch wenn die Tage nun schon etwas kürzer werden und das Aufstehen in der Früh dementsprechend schwerer fällt… sobald die ersten Sonnenstrahlen in den Tag leuchten dürfen wir aktuell doch alle unendlich schöne Glückgefühle erleben. Dafür sollten wir uns aber unbedingt auch Zeit nehmen! Die Tage jetzt sind nämlich ein Geschenk und kommen so schnell nicht wieder. Jeder von uns, der seine Vorhaben eine schöne Herbstwanderung zu machen, oder einen gemütlichen Café in der Herbstsonne zu trinken verschiebt – und das vielleicht nur aus Pflichtbewusstsein, weil er / sie vorher noch andere Dinge tun möchte, wie beispielsweise das heruntergefallene Laub zusammenkehren – wird das spätestens nächste Woche bereuen. Wenn, dann nämlich der graue Herbst Einzug hält, die schönen bunten Blätter endgültig am Boden liegen und die Sonne sich nur noch sehr ausgewählt zeigt und hinter den Wolken versteckt Kraft tankt für den nächsten Frühling. Wenn die Blätterpracht nämlich erst einmal …

Wie viel Verantwortung für andere tut uns gut?

In meiner Praxis habe ich immer wieder mit Patienten zu tun die so viel Verantwortung für andere übernehmen, dass fast keine Zeit mehr für sie selbst bleibt. Sie übernehmen Verantwortung für andere Menschen. Was auf der einen Seite wunderschön ist, auf der anderen Seite, wenn man nicht aufpasst, aber auch sehr selbstaufopfernd werden kann. Weil jeder von uns sehr gerne, wenn er gebraucht wird, oder zumindest den Eindruck hat von jemand anders gebraucht zu werden, vergisst die eigenen Grenzen zu ziehen. Wir dürfen trotz des „da seins“ für andere Personen aber noch immer auch „nein“ sagen und unsere eigenen Grenzen ziehen und unbedingt schützen. Wenn wir nämlich auf uns selbst vergessen haben wir irgendwann nicht mehr die Kraft für andere da zu sein. Aktuell muss sich eine meiner Klientinnen beispielsweise entscheiden, in wie weit es ihr möglich ist für ihren Vater, der alleine lebt aber noch alleine leben kann, die Verantwortung zu übernehmen. Sie beginnt sukzessive sich mehr Sorgen um ihn zu machen und möchte auf ihn „aufpassen“ und darauf achten, dass es ihm immer …

Tag der seelischen Gesundheit

Heute ist Tag der seelischen Gesundheit. Für mich als Psychologin auf der einen Seite eine wunderschöne Einführung, auf der anderen Seite stellt sich mir aber doch auch die Frage, warum wir heute zutage einen eigenen Tag brauchen, der uns an unsere eigene seelische Gesundheit erinnert. Und auch Firmen und Unternehmen daran erinnern soll, an die seelische Gesundheit der eigenen Mitarbeiter zu denken. Was ganz realistisch betrachtet ja doch sehr wenig ist, wenn wir davon ausgehen, dass das Jahr 365 Tage hat. Was machen wir denn an den anderen 364 Tagen, wenn wir nicht explizit daran erinnert werden, an unsere Seele zu denken…? Ich möchte meinen heutigen Beitrag gerne nutzen, um Sie einzuladen einmal wieder zu reflektieren, was Sie, ganz persönlich, eigentlich überhaupt so für sich und Ihre Seele tun. Und… Ihnen die aller wichtigste Frage stellen. Nämlich, ob Sie glücklich sind. Sind Sie glücklich? Und wenn ja, was sind die Dinge, die Sie besonders glücklich machen und wie oft nehmen Sie sich dafür auch wirklich Zeit? Und was sind auch die Dinge, die Sie weniger …

Nutzen Sie wirklich alle Ihre Potenziale?

Seien Sie mal ganz ehrlich… Nutzen Sie wirklich alle Ihre Potenziale, oder machen Sie Ihren Job einfach seit Jahren so, wie ihn andere nun mal eben für Sie definiert haben. In Wirklichkeit musste doch jeder von uns die Entscheidung, was er/sie den Rest des Lebens beruflich machen möchte, in einem Alter treffen, in dem wir gerade mit ganz anderen Dingen beschäftigt waren als damit lebensentscheidende Pläne zu schmieden. Zu diesem Zeitpunkt waren wir alle entweder gerade mitten in der Pubertät, oder vielleicht auch bereits in der Postadoleszenz (die Zeit zwischen 18 und max. 29 Jahren), trotzdem in einer Lebensphase in der wir mit Sicherheit zu jung waren, für solch enorme und nachhaltige Entscheidungen. Kannten Sie damals überhaupt schon alle Ihre Potenziale? Oder sind Ihnen einige davon erst im Zuge des Erwachsenwerdens selbst bewusst geworden. Und wenn ja, nutzen Sie diese, etwas später erkannten Potenziale, heute auch tatsächlich? Was können Sie denn aus Ihrer persönlichen Sicht besonders gut?       Was auch ein bisschen besser als andere?       In welchem Zusammenhang nutzen Sie …