Monate: September 2017

Meine eigene kleine Trostbox

Als Kinder, wenn wir traurig waren, wurden wir von unseren Eltern getröstet. Wir wurden in den Arm genommen, unsere Eltern haben uns versichert, dass alles nicht so schlimm sei und ganz bestimmt wieder in Ordnung käme. Wenn wir ein aufgeschlagenes Knie hatten, wurde dieses liebevoll desinfiziert und mit einem sanften darauf pusten und einem Pflaster wieder heile gemacht. Und es hat geholfen. Egal wie weh es zuerst getan hat, wenn dann jemand für uns da war, war der Schmerz gleich gar nicht mehr so schlimm. Bei Kindern kann man auch wunderschön beobachten, dass sie sich, sobald sie sich wehgetan haben, sofort umschauen wo eine Bezugsperson ist und weinend mit erhobenen Händen auf diese zulaufen. Sie zeigen unmissverständlich, sich zu wünschen in den Arm genommen zu werden und Aufmerksamkeit zu bekommen. Was machen wir aber als Erwachsene? Was machen wir, wenn uns jemand weh tut, oder wir uns verletzen? Wo laufen wir hin? Leider ist es doch oftmals so, dass wir gelernt haben als Erwachsene stark zu sein und für uns selbst zu sorgen, Wobei es …

Kann man neben den eigenen Eltern erwachsen werden?

Ich denke… nein, kann man nicht… Zumindest nicht neben meinen. Wobei ich diese Feststellung fairerweise reduzieren muss auf meinen Vater. Neben meiner Mutter hat das ganz prima geklappt. Vielleicht liegt das auch daran, dass Sie, selbstverständlicher weise, von Beginn an näher dran war und die Geburt direkt miterlebt hat. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass meine Mama wirklich verstanden hat, dass ich mittlerweile schon 42 Jahre alt bin und somit erwachsen. Ganz anders mein Vater. Der befindet sich noch im Entscheidungsprozess ob ich noch drei, oder gar schon vier Jahre alt bin und behandelt mich dementsprechend. Gut… er macht das auch bei meiner Mutter. Er weiß und kann einfach alles. Ganz egal, worum es sich handelt. Am letzten Wochenende waren wir beispielsweise gemeinsam im Auto unterwegs – in meinem Auto. Also bin ich gefahren (ich hab nämlich sogar schon einen eigenen Führerschein…). Wie immer, wenn ich wohin fahre wo ich noch nicht war, mit meinem Navigationssystem. Eine durchaus praktische und äußerst zeitsparende Erfindung, wenn man nicht jemanden im Auto sitzen hat der von der …

Die Zeit

So vieles in uns, und alles hat seine Zeit: Geben und Nehmen, Bleiben und Fortgehen, Zögern und Handeln, Schweigen und Reden, Festhalten und Loslassen, Eilen und Ruhen, Glauben und Wissen, Wachsen und Vergehen. Glück bedeutet, alles das leben zu lassen, ein jedes zu seiner Zeit… Jochen Mariss