Monate: Juni 2017

Ein Leben für den Job…?

Aktuell bin ich mit einigen Situationen aus meinem beruflichen Umfeld konfrontiert, in denen Personen, die sich mit ihrem jeweiligen Job immer so richtig identifizieren konnten und in diesem auch dementsprechend motiviert agiert haben, trotzdem in Frage gestellt werden. Bis hin zu permanenter Erreichbarkeit (auch an den Wochenenden und auf Urlaub), waren all diese Personen stets für die Firma da und haben insgesamt enorm unternehmerisch gehandelt. Immer und ausschließlich im Sinne des Unternehmens. Da würde doch eigentlich jeder meinen, dass ein Betrieb durchaus froh und dankbar sein müsste solche Mitarbeiter zu haben. Ja…, aber eben nur eigentlich… Im Zuge irgendwelcher Umstrukturierungen, oder auch nur Verjüngungsmaßnahmen auf Vorstandsebene, verlieren auch solche Mitarbeiter plötzlich ihre Jobs. Einfach so, weil sie anscheinend nicht mehr ins System passen. Das tut am Anfang natürlich weh und fühlt sich zudem unendlich ungerecht an. Was es ja auch ist. Auf der anderen Seite bleibt einem aber trotzdem gar nichts anderes über, als das Beste daraus zu machen. Solange wir unsere Leistung bringen, müssen wir die Fehler für das eigene Scheitern – und nichts …

Bleib fröhlich

Diesen Rat hat mir neulich meine Frau Mama gegeben. Nachdem sie persönlich aktuell anscheinend öfter den Eindruck gewinnt, dass ich phasenweise zu wenig fröhlich bin, oder auch ganz einfach nur schlecht aufgelegt. Eine Tatsache, die ich zugegebenermaßen nicht einmal ganz dementieren kann. Es gibt einfach Situationen im Leben in denen man irgendwie gestresster ist als sonst. Oftmals sind das Zeiten, in denen sehr vieles zusammenkommt. Meist negativ Dinge. Dann läuft man nun mal eben nicht dauergrinsend durch die Gegend und sieht nur das Positive. Nein…, dann wird man, ich zumindest, auch manchmal ungeduldig und teilweise auch impulsiv. Nur…. warum eigentlich? In Wirklichkeit ändert dieses angespannte und situationsbedingt zugleich schon fast permanente „Unfröhlich sein“ ja nichts. Ganz im Gegenteil. Die individuellen Gedanken verstricken sich immer mehr in den eignen Negativspiralen und plötzlich vergisst man darauf, fröhlich zu sein. Mir hat dieser Satz „Bleib fröhlich“ dann im Nachhinein wirklich zu denken gegeben. Ganz besonders, weil mir auch selbst schon aufgefallen ist, dass ich in manchen Situationen in letzter Zeit einfach tatsächlich darauf vergessen habe, fröhlich zu sein. …

Innere Gelassenheit

Wie singt Balu der Bär so schön?  „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“. Da entspannt man eigentlich schon beim Titel des Songs. Im Alltag ist das aber gar nicht immer so leicht. Es gibt immer wieder Situationen, zumindest in meinem Leben, in denen das mit der Gemütlichkeit, und ganz zu schweigen von der Gelassenheit, einfach nicht klappen will. Ich persönlich befürchte ja, dass das bei mir in großem Maße auch mit dem eigenen Alter zu tun hat. Dinge, die mir früher nicht einmal aufgefallen sind, können heute schon akute emotionale Stresssituationen hervorrufen. Ich kann bei mir selbst ganz eindeutig beobachten wie mit den Lebensjahren auch die Geduld abnimmt. Das blöde daran ist nur, dass ich noch nie wirklich geduldig war. Was nun dazu führt, dass es mir selbst öfter fast unheimlich ist, wie einem, zumindest an manchen Tagen, eine rote Ampel oder gar ein entspannter Fußgänger der ganz gemütlich den Zebrastreifen quert, aus der Ruhe bringen kann. Zum Glück habe ich gottgegeben einen niedrigen Blutdruck. Sonst hätte ich wahrscheinlich vor der einen oder anderen Ampel schon einen …

Kleine Schicksalswege

Manchmal passiert es, dass kleine Zufälle unser Leben steuern. Ob wir einen Bus erreichen, oder nicht, ob wir am Bahnhof unerwartet auf den Anschlusszug warten müssen, oder ob wir im Buchladen über ein Buch stolpern, das unser ganzes Leben verändert. Es gibt immer wieder Situationen in denen wir fremdgesteuert werden. So haben sich übrigens auch schon sehr viele glückliche Paare kennen gelernt. Ganz ohne Parship & Co.. Einfach nur durch einen verpassten Bus. Schön oder? Das ist dann wirklich Schicksal und Bestimmung in einem. Jetzt aber noch einmal zurück zu den kleinen Zufällen, die zwar auch unser Leben bestimmen, aber nicht gleich etwas mit der großen Liebe zu tun haben. Mir ist gestern so ein kleiner, oder eigentlich sogar durchaus großer, Wink des Schicksals zugeflogen. Seit vielen, vielen Jahren überlege ich mir nämlich eine Ausbildung, oder besser gesagt eine Prüfung, im Zusammenhang mit meinem Beruf als Psychologin, welche ich aber schon genau so lange immer wieder wegschiebe, weil mir (offiziell) die Zeit, und um ehrlich zu sein auch die Motivation wieder so viel lernen zu …