Monate: Mai 2017

Bin ich liebenswert?

Einer der wohl präsentesten Glaubenssätze in allen unseren Köpfen… Bin ich es wirklich wert geliebt zu werden? Und von meiner Außenwelt, privat ebenso wie beruflich, akzeptiert zu werden. So wie ich bin? Ja! Ich bin liebenswert! Jeder einzelne von uns ist liebenswert! Mit all‘ unseren Schwächen. Weil wir eben sind, wer wir sind. Solange wir das Beste daraus machen und auch auf andere aufpassen, diese nicht zu verletzen, sind wir es sogar ganz definitiv. Warum auch nicht? Die Zweifel daran liegen in Wirklichkeit schon in unserer frühen Kindheit. Damals wurden wir schon von außen kritisiert. Von einem anderen Kind im Kindergarten, dem unser Vorname nicht gefallen hat, oder der uns gesagt hat, dass wir nicht mitspielen dürfen. Oder wir von anderen suggeriert bekommen haben, dass wir noch nicht flüssig genug lesen und unsere Außenwelt beginnt uns mit anderen Kindern zu vergleichen. „Deine große (oder kleine Schwester) hat das in deinem Alter aber schon gekonnt…“ Alles Verletzungen für unsere kleine Seele. Verletzungen, die wir in unserem tiefsten inneren abgespeichert und verankert haben und die auch heute …

Der perfekte Tag…

Kennen Sie das auch? Man freut sich schon die ganze Woche auf einen bestimmten Tag und malt sich diesen über Tage hinweg wunderschön und fehlerfrei aus. Bis zu dem Tag, an dem es dann endlich soweit ist und man sich vor lauter Vorfreude schon beim Aufwachen selbst unter Stress setzt. Was ziehe ich heute an? Was mache ich als erstes? Warum um alles in der Welt ist hier jetzt eine Wolke am Himmel? Und warum sagt der Wetterbericht im Radio jetzt auch noch möglichen Regen voraus? Das war so alles nicht vereinbart! „Ich will, dass es heute schön ist und alles genau so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. So ein Mist.“ Ja… was will man aber machen, gegen höhere Gewalten wie schlechtes Wetter? Manchmal im Leben müssen wir einfach lernen Dinge und äußere Gegebenheiten so zu akzeptieren wie sie nun mal eben sind und das Beste daraus machen. Der Tag an sich bleibt ja genau derselbe. Sie können also ganz alleine bestimmen, was Sie jetzt daraus machen. Entweder Sie bleiben einfach im Bett …

Es gibt nicht nur eine Art glücklich zu werden

Kennen Sie das auch, ein ganzes Leben lang hinter einem Gedanken herzulaufen von dem man irgendwann einmal gedacht hat, dass genau dieser eine Wunschgedanke das gesamte Lebensglück bedeutet. Ich glaube, dass es vielen von uns so geht. Dass wir uns irgendwann unsere eigene Glücksfantasie basteln und diese dann absolut zielstrebig verfolgen. In guten wie in schlechten Zeiten, weil wir ja davon überzeugt sind, dass das genau der richtige, wenn nicht sogar einzige, Weg für uns ist. Warum lassen wir aber in schlechten Zeiten nicht einfach los und schauen auch einmal nach rechts und links und vielleicht sogar auch nach oben und nicht nur, wie in schlechten Zeiten üblich, nach unten? Meine Großmutter hat früher immer gesagt „Selten ein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen“. Gut…. zugegebenermaßen ist das Erkennen von Nutzen in manchen Situationen schon richtig schwer. Aber trotzdem machbar. Wer sagt denn auch, dass es nur eine Art von Glück geben darf? Wir werden alle älter und verändern uns. Warum also muss ich mit über 40 noch an den Glückvorstellungen von mit 20 nachdenken? …

Oooooohm

Zugegebenermaßen gehöre ich nicht direkt (nein, noch nicht einmal indirekt) zu den klassischen Yoga-Anhängerinnen die tiefenentspannt durch die Welt schwirren und sich in besonders stressigen Situationen entweder im Schneidersitz gedanklich wegbeamen, oder notfalls auch auf den Kopf stellen. Beides begleitet durch den sanften Ton von Klangschalen oder ähnlichen Hintergrundgeräuschen. Auch, wenn diese „Yogis“ mit Sicherheit eine längere Lebenserwartung haben als ich teilweise doch sehr gestresstes Wesen. Wobei ich prinzipiell schon durchaus entspannt bin, gibt es Situationen in denen mir der Schneidersitz bestimmt auch gut täte – ich denke in diesen Momenten nur leider nie daran. Aber warum eigentlich nicht? In den letzten paar Tagen war ich am Meer und habe beschlossen bei meinen Strandspaziergängen einmal zu versuchen richtig runter zu kommen. Ohne an meine Arbeit, meine Patienten, oder laufende Projekte zu denken. Und jedes Mal wenn sich mein Unterbewusstsein gegen dieses „Ausblenden“ wehren wollte, habe ich es mit einer Runde „Oooohm“ versucht. Und es hat geklappt! Ich habe mich ganz entspannt direkt ans Meer gestellt, den Wellen zugehört, beobachtet wie sich die Sonne im Meer …

Regelmäßigkeiten

Wer braucht sie nicht, die kleinen und großen Regelmäßigkeiten im eigenen Leben? Als Kinder haben wir sie noch von zu Hause mitbekommen. Vom regelmäßigen Frühstück über andere gemeinsame Mahlzeiten hin zum Wochenendeinkauf am Freitagnachmittag und der sonntäglichen Kaffeejause bei Oma und Opa gab es fixe Termine und Bräuche. Es gab ganz einfach Rituale die außer jeder Frage standen und ein gewisses Fundament in unserem Leben bildeten. Wo sind diese Regelmäßigkeiten aber heute? In unserer enorm schnelllebigen Zeit in der sich Regelmäßigkeiten oft darauf reduzieren zu schauen ob am Handy, oder im Posteingang, neue Nachrichten sind. Ich selbst muss ganz ehrlich gestehen öfter mal darauf zu vergessen – auf eine gewisse Beständigkeit in meinem Leben zu schauen. Von regelmäßigen Mahlzeiten spreche ich an dieser Stelle erst gar nicht – hier ist mein individueller Verbesserungsbedarf so groß, dass der Platz nicht reicht. Aber auch andere Dinge wie morgens aufstehen, gemütlich eine Tasse Kaffee, oder Tee trinken und die Zeitung lesen. Ganz altmodisch. In haptischer Form. Nicht auf dem iPad wo ich nie zum Lesen komme, weil ich …