Monate: Dezember 2016

Gute Vorsätze, oder Stress?

Alle Jahre wieder… nehmen sich viele von uns zu Silvester vor Ihr Leben nun endlich grundlegend zu verändern. In der Früh etwas früher aufzustehen um fortan täglich zu frühstücken, oder sogar Sport zu treiben, sich gesünder zu ernähren, weniger Alkohol zu trinken, oder einer der beliebtesten Vorsätze, zu Rauchen aufzuhören. Warum aber warten all‘ diese Personen immer ausgerechnet auf den 31. Dezember? Was ja schon alleine deshalb ein Widerspruch in sich ist, weil es schätzungsweise keinen einzigen Menschen gibt der mitten beim Feiern, kurz nach Mitternacht, dann beschließt sofort nach Hause zu gehen, keine Zigarette mehr anzugreifen und vor lauter guter Vorsätze auch das angebrochene Glas Champagner, oder Wein, stehen zu lassen. Was wird also passieren, Sie werden das Glas aller Wahrscheinlichkeit nach austrinken und dabei ein schlechtes Gewissen haben. Sie starten also gleich unzufrieden ins neue Jahr… Das ist doch fad, oder? Als Psychologin kann ich Ihnen zudem versichern, dass Sie Vorsätze, die Sie bis Silvester mitschleppen, nicht gerne umsetzen werden. Es ist für uns alle nur so ein magisches Datum, das uns unbewusst …

Die Rückkehr zur Langsamkeit

Geht es Ihnen auch so, den ganzen Tag über von einem Termin zum nächsten zu hetzen und ständig unter Druck zu stehen? Was aber, wenn wir das einfach mal nicht machen? Wenn wir beginnen uns trotz sämtlicher Termine zu entspannen. Was, wenn wir einmal die Zeit einer roten Ampelphase für uns nutzen, anstatt wie paralysiert auf die digitale Uhr im Auto zu starren und zu befürchten, dass sich das so alles nicht ausgehen wird. Deshalb wird die Ampel nämlich nicht schneller grün (das können Sie mir glauben, ich spreche aus Erfahrung. Ich habe sogar schon mit Ampeln gesprochen, trotzdem blieben sie erbarmungslos auf Rot stehen). Es ist ja auch so eine Sache mit dem Stress. Im Normalfall machen wir uns diesen nämlich sehr oft, wenn nicht sogar ausschließlich, selbst. Niemand verlangt von uns bei einer roten Ampel nervös zu werden, oder beim Warten an der Kassa im Supermarkt. Das sind einzig und alleine wir die so reagieren. Nehmen Sie sich doch für das neue Jahr vor wieder etwas gelassener zu werden. Was können Sie in …

Wie du mir, so ich dir…?

Ein Lebensmotto das bestimmt jeder von uns kennt. Aber macht diese Einstellung wirklich Sinn? Macht es tatsächlich Spaß jemanden mit den eigenen Waffen zu schlagen? Manchmal wahrscheinlich schon, das Problem ist dann nur, dass die ganze Sache zu einem unendlichen Streit werden kann. Denken Sie nur an den bekannten Film aus den 80er Jahren „Der Rosenkrieg“. Hier haben sich die beiden Hauptprotagonisten solange gegenseitig alles zu Fleiß getan, bis beide daran umgekommen sind. Gut, zugegeben… das ist ein Extrembeispiel. Trotzdem finde ich persönlich, dass ein Lebensmotto wie „Wie du mir, so ich dir“ irgendwann auch richtig fad wird. Haben wir nicht alle schon im Kindergarten gelernt „Der Klügere gibt nach“? Das hat schon auch was… Außerdem überraschen Sie Ihr Gegenüber dadurch und nehmen ihm / ihr so auch richtig den Spaß an jeder Streiterei. Natürlich darf man sich nicht anmerken lassen, in Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten fortan immer der „Klügere“ zu sein. Das könnte den Frieden auch wieder empfindlich irritieren. Nein…, ganz diplomatisch und souverän. Einfach mal nicht vom gewohnten „Streit-Fahrwasser“ mitreißen lassen, sondern neue Ideen …

Weihnachten mal anders…

Gerade jetzt rund um Weihnachten vergessen wir alle leider sehr häufig auf uns selbst. Wir schwirren von einem Termin zum nächsten, arbeiten Check-Listen ab und bekommen es mit der Angst zu tun noch immer nicht alle Geschenke zu haben. Obwohl doch genau jetzt die ruhige, besinnliche Zeit sein sollte… Und genau zu dieser sollten wir nun auch unbedingt wieder zurückkehren. Was natürlich nicht heißt, dass Weihnachten heuer ausfällt, weil Sie keine Erledigungen mehr machen konnten. Es geht darum dazwischen mal wieder ganz gezielt zu entschleunigen und sich Zeit zu nehmen, Dinge  überdenken. Setzen Sie sich doch mal bei einer Tasse Tee ganz in Ruhe hin, schalten eine schöne entspannende Weihnachtsmusik ein und überlegen sich ganz gezielt was die wichtigsten „To do-Punkte“ auf Ihrer Liste sind. Und wie Sie diese strukturiert und effizient gestalten können. Oftmals ist es doch so, dass alles rund um Weihnachten schon zur Routine geworden ist. Man arbeitet wie ein kleiner Roboter vor sich hin um alle Jahre wieder dieselben Rituale durchzuführen. Jedoch leider ohne jede Weihnachtsromantik.  Ja, man kocht sogar jedes …

Wertschätzung und Fürsorge annehmen lernen

Wie schon vor zwei Tagen beschrieben, hat mich mein linkes Knie im wahrsten Sinne des Wortes entschleunigt, weil es über Nacht still und heimlich beschlossen hat Wasser einzulagern, sich nicht mehr schmerzfrei abbiegen zu lassen und ähnliche weitere Ideen entwickelte die mich einfach dazu gezwungen haben, meine eigene Geschwindigkeit zu reduzieren und mal wieder über mich selbst und meine eigenen Pläne nachzudenken. Es ist wirklich faszinierend, wie sich Dinge fügen können, wenn man sich selbst die Zeit gibt die Geschwindigkeit zu reduzieren und so auch dem Gehirn mal wieder Zeit gibt, ganz in Ruhe zu arbeiten. Man kann vor den eigenen Gedanken nämlich richtig gut davonlaufen. Etwas, was ich meinen Patienten immer wieder sage, mir selbst aber schon lange nicht mehr eingestanden habe. Diese Erkenntnis war also definitiv schon einmal ein richtig großer Vorteil meiner Knieschmerzen. Der zweite, noch viel schönere, Vorteil war dann noch zusätzlich, dass ich von meiner Außenwelt ein ganz großes Maß an Wertschätzung erfahren durfte. Ich persönlich bin nämlich (leider) jemand, der sich ausgesprochen schwer tut Hilfe anzunehmen und diese dann …

Was uns unser Körper sagen möchte

Als Psychologin sage ich meinen Patienten wenn sie Schmerzen haben immer, dass das ein Zeichen unserer Seele sein kann. Zeichen, die sich oftmals sogar schon in Redewendungen erkennen lassen. Sagt jemand beispielsweise immer wieder Dinge wie „Das geht mir nicht mehr aus dem Kopf“ neigt er /sie gerne zu Kopfschmerzen. Andere sagen „Das liegt mir im Magen“, diese Personen leiden oftmals unter einer chronischen Obstipation (einer chronischen Verstopfung), da sie nicht loslassen können. „Der/die zwingt mich immer wieder in die Knie“ hört man auch sehr oft. Das sind dann, Sie werden es schon vermuten, die Knie-Patienten. Unser Körper steht in ständigem Dialog mit unserer Seele. Was mir erst in den letzten Tagen selber wieder enorm bewusst geworden ist. Seit einiger Zeit ist es in meinem eigenen Leben nämlich auch etwas turbulent. Rund um berufliche Entscheidungen und, nennen wir es einmal „Grundsatz-Überlegungen“. Ein Zustand, der mich selbst und meinen Körper sehr aktiv sein lässt. Insbesondere mein Gehirn kommt gar nicht zur Ruhe. Es dreht sich, denkt nach, dreht sich weiter. Und das ganze unterstrichen durch ein …