Monate: November 2016

Familien sind kompliziert…

… eine Feststellung die man schon unterjährig immer wieder macht, um diese Jahreszeit aber vermehrt. Wie heißt es ja so schön… Familie kann man sich nicht aussuchen. Das wird wahrscheinlich sogar Sinn machen, auch wenn ich persönlich mir ehrlicherweise nicht alle Familienmitglieder freiwillig ausgesucht hätte. Ich bin aber davon überzeugt, dass es diesen Familienmitgliedern mit mir genauso geht – demnach muss keiner von uns ein schlechtes Gewissen haben. Wir versuchen einfach das ganze Jahr über uns so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Was passiert dann aber an diesen wenigen Tagen, an denen wir sozusagen „gezwungen“ werden uns zu sehen, weil irgendeine wichtige Feier ansteht? Meiner Meinung nach ist das an diesen Ausnahmetagen dann alles eine Frage der inneren Einstellung. Wenn ich schon Tage vorher beginne darüber nachzudenken, wie mühsam dieser Tag werden wird, wie anstrengend der Small Talk, wird das alles ganz bestimmt zutreffen. Also habe ich für mich gelernt, das Ganze gechillt anzugehen und (mich zu bemühen) positive Seiten bei jedem einzelnen Familienmitglied zu suchen. Bei einigen tut man sich hier …

Was uns unsere innere Stimme sagt

Im Prinzip bin ich es als Einzelkind gewohnt mit einer nicht sehr aufgeschlossenen Familie gut zurecht zu kommen. Dass es bei uns keine schönen Familienfeiern, gemeinsame Mittagessen am Wochenende oder ähnliches gibt habe ich irgendwann gelernt zu akzeptieren und in gewisser Form auch zu genießen – wenn ich mir die innerfamiliären Probleme von anderen ansehe, die sich zwar treffen, dann aber nur streiten. Es hat einfach alles im Leben auch sein Gutes. In meinem Fall kann ich über meine Wochenenden und Feiertage immer frei entscheiden, weil es eben keine familiären Verpflichtungen gibt. Trotzdem habe ich mich gestern, am ersten Adventsonntag, selbst dabei entdeckt, dass ich beim Lesen einer sehr schönen Wohnzeitschrift, beim Anblick einer Familie die gemeinsam kocht und im Hintergrund schon den schön gedeckten Tisch hat, ganz tief gestöhnt habe. Vollkommen intuitiv, ohne in irgendeiner Form darüber nachzudenken. In meinem Kopf dachte ich in diesem Moment eigentlich nur, das sieht aber wirklich sehr schön und gemütlich aus. Meine innere Stimme, also mein inneres Kind, musste aber ganz tief seufzen. Das gab mir dann schon …

Mit dem inneren Kind spielen

Jeder von uns kennt wahrscheinlich den inneren Dialog zwischen unserem Kinder-Ich und unseren Gedanken und Glaubenssätzen die wir am Weg zum Erwachsenwerden übernommen haben. Situationen, die wir früher ganz unbedarft und sorgenfrei gemeistert haben, bedürfen heute schon größerer Überlegungen, wenn nicht gar einer ganzen  Pro & Contra-Liste. Was ich persönlich richtig schade finde. War doch diese unbedarfte Zeit in vielerlei Hinsicht so wunderschön und sorglos. Warum können wir nicht endlich wieder einmal eine Entscheidung treffen, ohne wirklich darüber nachzudenken. Ohne zu überlegen was die Konsequenzen sein könnten. Sich einfach kichernd in irgendein Abenteuer stürzen. Das muss gar nichts spektakulär großes sein. Versuchen Sie’s doch für den Start mal wieder mit einem Besuch auf dem Kinderspielplatz. Schaukeln und rutschen kann enorm befreiend sein, wenn wir es zulassen. Wenn wir „loslassen“ und nur das hier und jetzt während des Schaukelns genießen. Sie werden sehen wie glücklich und unbelastet Sie nach ein paar Minuten wieder von der Schaukel steigen werden. So frei und gelöst.  (Für alle von Ihnen, die sich dabei nicht von erstaunten Kinderaugen beobachten lassen wollen …

Mitarbeiter so führen, wie es zu mir passt…

Wie viele Ratgeber zum Thema „Führen von Mitarbeitern“ haben Sie als Führungskraft denn schon gelesen? Wie viele Seminare haben Sie in diesem Zusammenhang schon besucht? Und was machen Sie jetzt wirklich genauso, wie Sie es gelesen / gelernt haben? Ich selbst halte auch sehr viel von diesen Seminaren. Ja, ich halte Sie sogar oftmals selbst, diese Seminare für Führungskräfte. Was mir persönlich in diesem Zusammenhang jedoch extrem wichtig ist, ist die Tatsache, dass jeder Mensch, so bleibt wie er ist! Es gibt sehr viele gute Inputs, die das sozial kompetente Führungsverhalten positiv beeinflussen. Bleiben Sie dabei aber bitte Sie selbst! Es wird niemals authentisch wirken, wenn Sie sich genau  so verhalten wie es ein Buch, oder ein Trainer vorschlägt. Nehmen Sie sich die wichtigsten Inputs für sich selbst mit und adaptieren Sie diese auf Ihren persönlichen Stil. Was ist Ihnen selbst denn beim Thema „Führen von Mitarbeitern“ besonders wichtig? Worauf legen Sie persönlich hier besonders viel wert?           Wo denken Sie denn liegen Ihre größten Stärken in der Zusammenarbeit mit Ihren …

Wie geht es Ihnen denn eigentlich in Ihrem Job?

Fühlen Sie sich wohl und können so sein, wie Sie sind, oder haben Sie sich einfach schon so erfolgreich angepasst, dass Sie gar nicht mehr wirklich darüber nachdenken wie es Ihnen geht? Wenn ich Sie jetzt einlade, Ihren Traumjob zu definieren. Wie sehe dieser aus – unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Sie auch Geld verdienen müssen mit diesem Job…:         Wenn Sie diese Auflistung nun mit der Realität vergleichen… Wie sieht denn dann die Antwort aus? Fühlen Sie sich wohl in Ihrem jetzigen Job?   ja                                                                                nein   An alle von Ihnen die jetzt mit „JA“ geantwortet haben: „Herzlichen Glückwunsch!“ Ihnen geht es wie mir. Auch ich habe sehr viel Freude an meiner Arbeit. Ja, mehr noch: Ich liebe meine Arbeit! So war das aber nicht immer. Ganz im Gegenteil! Ich fühlte mich in einem Job einmal so dermaßen eingeschränkt, dass ich überhaupt nicht mehr ich selbst war. Was in meinem persönlichen Fall  daran lag, dass ich ein absoluter Freigeist bin. Ich kann mit Regeln wie Anwesenheitspflicht, Kernarbeitszeitverletzungen und ähnlichen, an …

Liebe zulassen

Wie geht es denn Ihnen damit „Liebe“ so richtig zuzulassen? So, dass die Welt stehen bleibet und wir mit unserer rosa Brille und den tausenden von Schmetterlingen im Bauch schon fast darauf vergessen ein- und auszuatmen. Was aber auch nicht weiter schlimm wäre, weil wir in diesem Gemütszustand ohnehin unsterblich sind? Kennen Sie das? Wenn ja, beneide ich Sie ehrlicherweise ein bisschen. Ich persönlich tue mir nämlich zunehmends schwerer, Liebe einfach zuzulassen. Als Psychologin kann ich auch nicht anders, als Menschen – insbesondere Männer – erst einmal zu screenen und zu analysieren, was ihr Verhalten angeht. Und, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Männer enorm gute Schauspieler und auch „Lügner“ sein können, bin ich mit meinen 40plus schon so richtig sensibilisiert und dementsprechend unromantisch geworden. Was irgendwie schlimm ist. Gestern zum Beispiel hat mir eine meiner besten Freundinnen erzählt, dass sie sich zum ersten Mal seit langem wieder so richtig verliebt hat. Mit allem was dazu gehört. In einen Kollegen… Der schon dreimal verheiratet war, jetzt aber, weil die dritte Ehe anscheinend auch schon …

Das Leben leichter nehmen

Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich das Leben selbst manchmal schwieriger gestalten, als es ist? Mir gelingt das leider immer wieder. Hervorgerufen durch meine eigenen Glaubenssätze rund um meinen Perfektionismus. Furchtbar! In Wirklichkeit könnte man sich unzählige Dinge doch viel gemütlicher gestalten. Ob der Zug Verspätung hat, oder nicht, ist beispielsweise etwas was ich nicht beeinflussen kann. Trotzdem merke ich jedes Mal wieder wie sehr es mich stresst und aus dem Gleichgewicht bringt, wenn ich dadurch fremdbestimmt meine eigenen (perfekt geplanten) Zeitpläne nicht mehr einhalten kann. Oder, wenn ich im Supermarkt warten muss, bis jemand vor mir die „32 Cent“ ganz klein zusammengesucht hat, bis ich endlich bezahlen darf. Alles Dinge, die mich emotional wirklich irritieren und aus der Ruhe bringen können. Aber warum? Deshalb wird der Zug ja in Wirklichkeit nicht pünktlicher und die Person vor mir an der Kassa nicht schneller. Das einzige was tatsächlich schneller wird ist mein Puls, der in ausgeglichenen Situationen jedoch eher dem eines Scheintoten gleicht. Und meine Mimik bestenfalls dazu führt, schneller Falten zu bekommen. Und …