Monate: September 2016

Sei nicht so unsympathisch…

… sagte gestern meine eigene Mutter zu mir. Und sie hatte in diesem Moment leider auch ganz recht damit. Wir waren gemeinsam beim Mittagessen und ich hab‘ mir einen Teller hergerichtet von dem meine Mama annahm, dass dieser für sie sei und deshalb Reste (man könnte auch sagen Abfall) darauf gelegt hat – obwohl ich den Teller noch in der Hand hatte. Und selbst ja davon ausging, diesen für mich herzurichten… Meine Reaktion war dann auch dementsprechend uncharmant, weil ich in diesem Moment überhaupt nicht nachvollziehen konnte, wie man auf die Idee kommen kann, bei jemanden anderen den eigenen Abfall auf den Teller zu legen. Erst als ich dann das Feedback bekommen habe, dass meine Mama eine komplett andere Erwartungshaltung hatte – nämlich, dass ich als liebevolle Tochter etwas für sie herrichte – wurde mir bewusst, dass wir komplett aneinander vorbeiredeten und auch handelten…. Solche Erlebnisse hat man, wenn man genauer hinschaut, im Leben überhaupt sehr oft. Man ärgert sich über jemanden, ohne zu wissen warum er / sie etwas tut, mit dem man selbst …

Ganz gelassen loslassen

Ein Beitrag speziell für „hautinfo.at“ Kennen Sie das auch…? Sie liegen morgens ganz entspannt im Bett und plötzlich klingelt der Wecker und Sie können sich selbst dabei beobachten, wie sich Unruhe in Ihnen breit macht. Sekundiös schießen alle möglichen Gedanken in Ihren Kopf. Was muss ich heute alles tun, welche Termine stehen an, kann sich das überhaupt alles ausgehen, etc…? Vielleicht waren Sie fünf Minuten vorher gedanklich, in Ihren Träumen, sogar noch in einer ganz anderen Welt. Tiefenentspannt irgendwo vollkommen anders. Ihre Atmung war flacher, Sie lächelten und Ihre kleine Welt war in allerbester Ordnung. Und plötzlich kommt dieses penetrante klingeln und reißt Sie aus dieser wunderbaren Traumwelt heraus – ohne jede Vorwarnung. Und das jeden Tag… Zumindest fünfmal die Woche… Unangenehm! Manche Dinge im Leben müssen wir aber leider hinnehmen. Egal, wie sehr Sie uns stören. Und wie gerne wir beispielsweise auch jeden Tag noch im Bett liegen bleiben würden. Was aber, auf Dauer gesehen, dann bestimmt eh bald einmal sehr fad wäre. Was aber in jedem Fall leider feststeht ist, dass wir unsere …

Man muss sich erst um sich selbst kümmern…

…bevor man sich um andere kümmern kann… Ein Grundsatz der jedem von uns absolut bewusst ist. Als ich diese Überschrift gelesen habe musste ich mit mir selber lachen und dachte mir unterbewusst: „Stimmt…. (eigentlich…).“ Natürlich stimmt es, dass wir uns um andere nur dann richtig und nachhaltig kümmern können, wenn es uns selbst gut geht. Aber um wen kümmert man sich vorher? Um sich, oder um die Anderen? Bei mir ist die Sachlage ganz klar. Um die Anderen! Das ist aber vielleicht auch das Schicksal einer Psychologin. Wir bekommen das „Helferlein-Syndrom“ sozusagen in die Wiege gelegt. Trotzdem haben auch wir, genauso wenig wie alle anderen Menschen, unendlich viel Energie. Wie aber kümmert man sich eigentlich um sich selbst? Sich um andere kümmern ist irgendwie einfacher. Bei denen weiß man immer, was Sie gerade brauchen und was Ihnen gut tut. Wenn wir lernen in uns selbst reinzuhören, bekommen wir diese Antworten aber auch. Das ist nun die gute und schlechte Nachricht. Wenn ich von meiner inneren Stimme nämlich das Feedback bekomme, dass jetzt eine große Tasse …

Die schönsten Geschenke kommen von Herzen

Oftmals überlegen wir uns mit was wir anderen Menschen eine Freude machen können. Menschen, die uns sehr nahe stehen und denen wir eine besondere Freude machen wollen. Wir recherchieren, kaufen Dinge von denen wir glauben, dass sich der andere darüber freut und können es oft gar nicht erwarten, es dann auch wirklich verschenken zu dürfen. So geht es mir zumindest sehr oft. Ich liebe es nämlich, anderen eine Freude machen zu dürfen. Wobei wir neben all‘ unseren materialistischen und bestimmt auch sehr wertschätzenden Ideen, wie wir andere glücklich machen können, niemals auf das wichtigste Geschenk von allen vergessen dürfen. Auf unsere Liebe! Kein Geschenk der Welt kann so wertvoll sein wie Ihre eigene, ganz ernst gemeinte, Liebe anderen Menschen gegenüber. Die Form der Liebe, die aus dem tiefsten Herzen kommt und richtig wehtun kann. Und diese Liebe sollten wir mit Zeit verschenken. Zeit, die wir miteinander verbringen. Denn nur so können wir dem anderen dann auch wirklich zeigen, wie wichtig er / sie uns ist. Es gibt neben unserer Liebe nämlich nichts Wertvolleres als unsere …

Ich bin okay wie ich bin

Kenne Sie das auch, dass Sie von außen Tipps und Ratschläge bekommen, wie Sie Ihr Leben noch etwas besser gestalten könnten? Ich könnte mittlerweile ganze Bücher verfassen, wenn ich alle Tipps, die ich in den letzten 41 Jahren (vordergründig von meiner eigenen Familie) bekommen habe, zusammenfassen würde. Wie ich mich nicht schminken könnte, oder welche Kleidung mir besonders gut stehen würde, wie ich meinen Beruf noch besser machen könnte, was ich noch alles lernen und vielleicht sogar auch noch studieren könnte. Und wir sind mit diesem Ideenreichtum noch lange nicht am Ende. Ich möchte Ihre Geduld  jetzt nur nicht überstrapazieren. Es reicht ja, wenn meine Toleranzgrenze regelmäßig (und öfter) gereizt und herausgefordert wird. Um meinen Seelenfrieden aber trotz des Ideenreichtums von außen nachhaltig zu schonen habe ich für mich entschieden, dass ich selbst finde echt okay zu sein. Und damit geht es mir so richtig gut. Wenn man sich nämlich eingesteht mit sich selbst zufrieden zu sein und voll und ganz hinter den eigenen Entscheidungen zu stehen, ist man von außen nicht mehr angreifbar. Denn …

Spielen heißt frei von Angst sein

Eine These, die ich vor kurzem gelesen habe und die mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat. Spielen heißt tatsächlich frei zu sein von Ängsten und Befürchtungen. Ganz einfach aus dem Grund, weil wir uns, während wir spielen, emotional in einer anderen Welt befinden. Denken Sie nur mal an Kinder, die sich richtig wegbeamen können, in andere Welten. Die einen ins Lego- und die anderen ins Barbie-Land. Während Kinder dann in ihrer ganz eigenen Fantasiewelt spielen, bleibt der Rest der Welt um sie herum einfach stehen. Warum verlernen wir das als Erwachsene? Warum müssen wir immer in der Realität leben? Können nie einfach loslassen und uns auch einmal wieder wegbeamen. Ganz ohne an Termine, Rechnungen & Co. denken zu müssen. Was haben Sie persönlich zum Beispiel als Kind gerne gespielt? Wie sah Ihre eigene heile, unverletzbare Kinderwelt aus? Waren es Spiele, oder war es vielleicht auch eine bestimmte Sendung im Fernsehen, die Sie heute noch zurückholen könnte in diese wunderschöne sorgenfreie Kinderwelt? Ich habe zum Beispiel am allerliebsten „Vater, Mutter, Kind“ gespielt. Ob der Tatsache, selbst …

Wie oft bekommen wir ehrliches Feedback?

„Was ist denn mit deiner Nase?“ Das fragte mich die Verkäuferin beim Bäcker gestern ganz unverblümt. „Die ist ja schief…. Nein warte… Jetzt ist sie wieder gerade. Komisch…“ Zu Beginn dieses Gesprächs war ich ehricherweise noch etwas geschockt, ob der Frage. Gut, ich weiß selbst auch, dass meine Nase, wenn ich lache, schief wird. In den letzten 41 Jahren hat mich aber noch nie jemand so direkt darauf angesprochen. Warum aber eigentlich nicht, hab‘ ich mir dann so bei mir überlegt. Gedacht haben es sich ganz bestimmt schon unzählige Menschen. Im beruflichen Kontext, in meinen Vorträgen, in meinem privaten Umfeld. Wenn wir glauben, jemanden mit unseren Worten verletzen zu können ist es aber oftmals so, Dinge lieber erst gar nicht anzusprechen. Ist es nicht so? Das kann bei körperlichen Gegebenheiten auch durchaus charmant sein – ich persönlich hätte auch keine Freude, wenn ich die Frage von gestern täglich hören würde. Trotzdem ist es mir enorm wichtig, zu erfahren wie andere Menschen zu Entscheidungen von mir stehen. Oder auch zu meinen Ideen und meiner Meinung zu …

Selbstfürsorge

Fürsorge… Ein schönes Wort finde ich. Man sorgt sich für jemanden. Etwas, was jeder von uns tagtäglich tut. Wir sorgen uns um andere. Und das sehr liebevoll. Wir achten darauf, dass es anderen gut geht und, dass sie sich wohl fühlen. Aber, sorgen wir uns auch um uns selbst? Gehen wir mit uns gleich liebevoll um, wie mit anderen? Sehr oft ist es doch so, dass wir ausgerechnet auf uns im Alltag vergessen. Auf unsere eigenen Bedürfnisse. Auf alles, wovon wir uns insgeheim wünschen, dass andere es auch für uns tun. Warum tun wir es aber nicht einfach selbst? Jeder von uns weiß in seinem tiefsten Inneren doch am besten was ihm gut tut. Was er sich / sie sich in einzelnen Situationen wünschen würde. Sei das eine warme zärtliche Umarmung, jemand zum Reden, was Gutes zum Abendessen, etc.. In unserem tiefsten Inneren sind all diese Wünsche verankert und machen uns auch oftmals sehr traurig, wenn niemand da ist, der sich auch einmal um uns sorgt. Wer aber sagt, dass wir deshalb unglücklich sein müssen? …

Makellos schön…

Bei meinem heutigen Strandspaziergang hatte ich auch wieder ein für mich wirklich faszinierendes Erlebnis. Ich bin schon richtig traurig morgen wieder nach Hause fahren zu müssen, wenn ich daran denke, wie amüsant sich meine Guten-Morgen-Aktivitäten hier gestalten. Heute bin ich zweimal (beim Hin- und Zurückgehen) an einer Dame vorbeispaziert die mit einer enormen Freude Selfies von sich gemacht hat. Und das mindestens 1 Stunde lang, wenn ich berechne eben zweimal an ihr vorbeigegangen zu sein und sie beim Rückweg schon aus weiter Ferne sehen konnte. Was mich besonders fasziniert hat war die Freude, die sie dabei mit sich selbst und ihren eigenen Fotos hatte. Die Posen die sie dafür einnahm und die Art und Weise wie sie vor jedem Mal abdrücken wieder ihre Haare gerichtet hat fand ich toll. Auch das Durchhaltevermögen. Ich bin für so etwas zugegebenermaßen viel zu wenig eitel und definitiv auch viel zu ungeduldig. Außerdem bin ich auch nicht sehr fotogen. Der Hauptgrund hierfür ist wahrscheinlich, dass ich seit meiner Geburt eine Knorpelspaltung im vorderen Bereich meiner Nase habe. Was dazu …

Das Leben ist schön!

Stimmt! Wenn man es sich selbst schön macht. In meiner Kindheit hat mich der Buchtitel „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“ damals ungemein fasziniert Ich weiß gar nicht mehr wo, oder bei wem, ich dieses Buch gesehen habe. Aber der Titel hat mir damals schon enorm gefallen, weil ich mit meinen knapp 12 Jahren aufgrund dessen zu dem Entschluss kam, dass das ja eigentlich wirklich stimmt. Zum damaligen Zeitpunkt fing mein Leben gerade an etwas kompliziert zu werden. Obwohl es vorher so schön war! Aber plötzlich haben sich erste Anzeichen der Pubertät eingeschlichen, die auch einige gruselige Auswirkungen auf meine Figur hatten – es wurde plötzlich alles größer. Der Busen genauso wie der Bauchumfang, der Po und der Durchmesser meiner Oberschenkel. Es war furchtbar! Bis dahin konnte ich essen was ich wollte und plötzlich begann mein Körper so schöne Dinge wie Schokolade & Co. nachhaltig und für das äußere Erscheinungsbild zudem völlig unvorteilhaft einzulagern. Und dann war da auch noch die Sache mit der Schule. Gegenstände wie Mathe und Latein machten mir zusätzlich zur …